Bio und regional: Laurentiuslädchen ist zwei Jahre alt Kurt Römming Porta Westfalica-Nammen. Der Dorfladen feiert seinen zweiten Geburtstag. Nach dem gewagten Start ins Ungewisse am 16. März 2019 habe sich die Einkaufsmöglichkeit vor Ort erfreulich gut entwickelt. berichtet die Vorsitzende des Trägervereins Laurentiuslädchen Heike Bünte, „Das Angebot mit den Schwerpunkten Regional und Bio wird geschätzt und angenommen.“ In den Regalen stehen mehr als eintausend Produkte. Im Gegensatz zu der Doppelveranstaltung Dorftreff und Wochenmarkt konnte die Öffnung des Dorfladens unter Einhaltung der gesetzlichen Auflagen und Hygienestandards beibehalten werden. Die Ladenzeiten sind dienstags und donnerstags von 9 bis 13 Uhr und 15 bis 19 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr. 140 Mitglieder gehören aktuell dem Trägerverein an und zahlen einen monatlichen Beitrag von zehn Euro. Neumitglieder sind immer willkommen. In dem Zweipreis-System für Nichtmitglieder und Mitglieder erhalten die „Laurentiuslädler“ einen Preisnachlass, der den Beitrag bei einem Monatseinkauf in Höhe von etwa 80 Euro egalisiert. Helga Hermening gehört zu den Vereinsgründern und ist Dauerkundin. Sie erledigt hier ihren täglichen Einkauf und lobt „das Frischeangebot im Obst- und Gemüsebereich.“ Inga Köker aus Wülpke ist kein Vereinsmitglied und schaut gelegentlich rein: „Ich kaufe gern Bio- und regionale Produkte. Mich spricht besonders die Palette des Selbstvermarktung-Hofes Pape aus Nammen an.“ Gut angenommen wurde auch das angegliederte Dorfcafé, das aber – mit einer Unterbrechung im vorigen Sommer – seit einem Jahr wegen der Corona-Pandemie geschlossen ist. Neben den Stammgästen nutzten auch Besucher der St. Laurentius-Kapelle, häufig als Pilger auf dem Sigwardsweg unterwegs, das Kaffee- und Kuchenangebot. Heike Bünte zeigt sich mit den Geschäftszahlen zufrieden. 2021 zählte die Kasse in diesen Tagen bereits den eintausendsten Kunden. Bisher habe kostendeckend gearbeitet werden können. Ein Umsatzplus von 16 Prozent im Corona-Jahr 2020 gegenüber dem Anfangsjahr stimme positiv. Man passt das Angebot fließend der Nachfrage an. So wurde Tiefkühlkost ins Programm aufgenommen. Gutscheine können ausgestellt werden. Der Schließung der beiden früheren Bankfilialen im Ort wirkt man mit der Möglichkeit entgegen, bei einem Einkauf ab 15 Euro vom eigenen Girokonto bis zu 100 Euro Bargeld abheben zu können. Mit der Pandemie wurde ein Lieferdienst eingerichtet. Sorgen bereitet den Verantwortlichen, immer ausreichend Ehrenamtliche für den Verkauf, die Logistik, für Reinigungsarbeiten und für andere anfallende Aufgaben zur Verfügung zu haben. Zurzeit lastet die ganze Last auf 23 ehrenamtlich Aktiven. Heike Bünte erhofft sich beim Ladenpersonal dringend Verstärkung. Übrigens: Das angegliederte Dorfbüro, Ansprechpartner für Bürgersorgen, ist trotz Corona erreichbar. Das Dorfladenprojekt begann 2016 mit der Genehmigung des Dorfinnenentwicklungskonzeptes (Diek) durch die Bezirksregierung Detmold. Auf einer in einer Bürgerversammlung erarbeiteten zehn Punkte umfassenden Prioritätenliste stand der Dorfladen damals ganz oben. Außer der Bäckereiverkaufsstelle und dem Blumenstübchen, denen das Laurentius-Angebot bewusst keine Konkurrenz macht, gab es im Dorf keinerlei Einkaufsmöglichkeit mehr. 2017 gründete sich der Trägerverein. Eineinhalb Jahre Vorlauf waren nötig, dann konnte das Lädchen mit dem angegliederten Dorfcafé im früheren Geschäftshaus Hermening gegenüber der Kapelle eröffnen. Das Ladenumfeld hat mit der als Diek-Projekt im Jahr 2020 abgeschlossenen Neugestaltung des Kapellenvorplatzes und der Fußgängerverbindung „Böhnen Gang“ sichtbar gewonnen.

Bio und regional: Laurentiuslädchen ist zwei Jahre alt

Im Laurentiuslädchen gibt es ein Zweipreis-System: Mitglieder des Trägervereins erhalten einen Nachlass. Foto: Kurt Römming © Römming

Porta Westfalica-Nammen. Der Dorfladen feiert seinen zweiten Geburtstag. Nach dem gewagten Start ins Ungewisse am 16. März 2019 habe sich die Einkaufsmöglichkeit vor Ort erfreulich gut entwickelt. berichtet die Vorsitzende des Trägervereins Laurentiuslädchen Heike Bünte, „Das Angebot mit den Schwerpunkten Regional und Bio wird geschätzt und angenommen.“ In den Regalen stehen mehr als eintausend Produkte.

Im Gegensatz zu der Doppelveranstaltung Dorftreff und Wochenmarkt konnte die Öffnung des Dorfladens unter Einhaltung der gesetzlichen Auflagen und Hygienestandards beibehalten werden. Die Ladenzeiten sind dienstags und donnerstags von 9 bis 13 Uhr und 15 bis 19 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr.

140 Mitglieder gehören aktuell dem Trägerverein an und zahlen einen monatlichen Beitrag von zehn Euro. Neumitglieder sind immer willkommen. In dem Zweipreis-System für Nichtmitglieder und Mitglieder erhalten die „Laurentiuslädler“ einen Preisnachlass, der den Beitrag bei einem Monatseinkauf in Höhe von etwa 80 Euro egalisiert.


Helga Hermening gehört zu den Vereinsgründern und ist Dauerkundin. Sie erledigt hier ihren täglichen Einkauf und lobt „das Frischeangebot im Obst- und Gemüsebereich.“ Inga Köker aus Wülpke ist kein Vereinsmitglied und schaut gelegentlich rein: „Ich kaufe gern Bio- und regionale Produkte. Mich spricht besonders die Palette des Selbstvermarktung-Hofes Pape aus Nammen an.“

Gut angenommen wurde auch das angegliederte Dorfcafé, das aber – mit einer Unterbrechung im vorigen Sommer – seit einem Jahr wegen der Corona-Pandemie geschlossen ist. Neben den Stammgästen nutzten auch Besucher der St. Laurentius-Kapelle, häufig als Pilger auf dem Sigwardsweg unterwegs, das Kaffee- und Kuchenangebot.

Heike Bünte zeigt sich mit den Geschäftszahlen zufrieden. 2021 zählte die Kasse in diesen Tagen bereits den eintausendsten Kunden. Bisher habe kostendeckend gearbeitet werden können. Ein Umsatzplus von 16 Prozent im Corona-Jahr 2020 gegenüber dem Anfangsjahr stimme positiv. Man passt das Angebot fließend der Nachfrage an. So wurde Tiefkühlkost ins Programm aufgenommen. Gutscheine können ausgestellt werden. Der Schließung der beiden früheren Bankfilialen im Ort wirkt man mit der Möglichkeit entgegen, bei einem Einkauf ab 15 Euro vom eigenen Girokonto bis zu 100 Euro Bargeld abheben zu können. Mit der Pandemie wurde ein Lieferdienst eingerichtet.

Sorgen bereitet den Verantwortlichen, immer ausreichend Ehrenamtliche für den Verkauf, die Logistik, für Reinigungsarbeiten und für andere anfallende Aufgaben zur Verfügung zu haben. Zurzeit lastet die ganze Last auf 23 ehrenamtlich Aktiven. Heike Bünte erhofft sich beim Ladenpersonal dringend Verstärkung. Übrigens: Das angegliederte Dorfbüro, Ansprechpartner für Bürgersorgen, ist trotz Corona erreichbar.

Das Dorfladenprojekt begann 2016 mit der Genehmigung des Dorfinnenentwicklungskonzeptes (Diek) durch die Bezirksregierung Detmold. Auf einer in einer Bürgerversammlung erarbeiteten zehn Punkte umfassenden Prioritätenliste stand der Dorfladen damals ganz oben. Außer der Bäckereiverkaufsstelle und dem Blumenstübchen, denen das Laurentius-Angebot bewusst keine Konkurrenz macht, gab es im Dorf keinerlei Einkaufsmöglichkeit mehr.

2017 gründete sich der Trägerverein. Eineinhalb Jahre Vorlauf waren nötig, dann konnte das Lädchen mit dem angegliederten Dorfcafé im früheren Geschäftshaus Hermening gegenüber der Kapelle eröffnen. Das Ladenumfeld hat mit der als Diek-Projekt im Jahr 2020 abgeschlossenen Neugestaltung des Kapellenvorplatzes und der Fußgängerverbindung „Böhnen Gang“ sichtbar gewonnen.

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