Bewegung in Nammen: Trägerverein will Gemeindehaus übernehmen Stefan Lyrath Porta Westfalica-Nammen. Die geplante Übernahme des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses durch einen Verein nimmt Formen an. Für Sonntag, 22. August, lädt die Interessengruppe (IG) „Nammen hält zusammen“ zu einem „Tag der offenen Tür“ ein, damit sich die Bevölkerung selbst ein Bild machen kann. Beginn ist um 14.30 Uhr. Kurz vor der Veranstaltung soll der Trägerverein gegründet werden. Danach geht es um die Finanzierung. „Als wirtschaftlich interessanteste Variante hat sich das Modell der Gründung einer Grundstücksgesellschaft herausgestellt“, heißt es in einer schriftlichen Einladung, die kürzlich an alle Nammer Haushalte verteilt worden ist. „Hierbei hat jeder Bürger die Möglichkeit, eine Kapitalanlage zu erwerben“, schreibt die IG weiter. „Die genauen Details werden am Tag der offenen Tür erklärt.“ Ab 15 Uhr soll ein Rechtsanwalt die Finanzierung und Vertragsgestaltung erläutern, IG-Aktive äußern sich zur aktuellen Situation. Von der Interessengemeinschaft wird eine Grundstücksgesellschaft favorisiert. „Die Entscheidung ist aber noch nicht gefallen“, betont IG-Sprecher Friedrich Brandt. Zur Debatte stehen außerdem Erbpacht und ein Bankdarlehen, beides klassische Finanzierungsmöglichkeiten beim Erwerb von Immobilien. So oder so: „Es geht jetzt darum, dass wir das Geld zusammenkriegen“, erklärt Friedrich Brandt. Wenn alles nach Plan läuft, könnte sich der Sprecher eine Übernahme des Gemeindehauses um den Jahreswechsel vorstellen. Wer das Vorhaben unterstützen möchte, kann dem Trägerverein direkt nach der Gründung am „Tag der offenen Tür“ beitreten. Außerdem gibt es Getränke, Kaffee und Kuchen sowie die Möglichkeit zur Besichtigung des Gebäudes. Aus dem Gemeindehaus soll ein Dorfgemeinschaftshaus werden. Das Konzept der Interessengruppe „Nammen hält zusammen“ sieht unter anderem Konzerte, kulturelle Veranstaltungen wie etwa Kabarett, Versammlungen, Familienfeiern, Kaffeetrinken nach Beerdigungen und andere Zusammenkünfte vor. „In der Zwischenzeit sind weitere Ideen zur Nutzung des Hauses dazugekommen“, schreiben die Macher. Hintergrund der Bemühungen ist, dass sich die evangelische Kirchengemeinde Lerbeck aus wirtschaftlichen Gründen von den Gemeindehäusern in Nammen und Neesen trennen will. In beiden Fällen gibt es mehrere Interessenten, die Entwidmung der Neeser Immobilie steht unmittelbar bevor. Beim geplanten Verkauf des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses hatte die Gemeinde den Gesprächen mit der IG jedoch „absolute Priorität“ eingeräumt. Jetzt stehen die Verhandlungen offenbar vor dem Abschluss.

Bewegung in Nammen: Trägerverein will Gemeindehaus übernehmen

Geldanlage: Wer Anteile erwirbt, wird Miteigentümer des Dietrich-Bonhoefferhauses, wenn die Nammer eine Grundstücksgesellschaft gründen. Foto: Lyrath

Porta Westfalica-Nammen. Die geplante Übernahme des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses durch einen Verein nimmt Formen an. Für Sonntag, 22. August, lädt die Interessengruppe (IG) „Nammen hält zusammen“ zu einem „Tag der offenen Tür“ ein, damit sich die Bevölkerung selbst ein Bild machen kann. Beginn ist um 14.30 Uhr. Kurz vor der Veranstaltung soll der Trägerverein gegründet werden. Danach geht es um die Finanzierung.

„Als wirtschaftlich interessanteste Variante hat sich das Modell der Gründung einer Grundstücksgesellschaft herausgestellt“, heißt es in einer schriftlichen Einladung, die kürzlich an alle Nammer Haushalte verteilt worden ist. „Hierbei hat jeder Bürger die Möglichkeit, eine Kapitalanlage zu erwerben“, schreibt die IG weiter. „Die genauen Details werden am Tag der offenen Tür erklärt.“

Ab 15 Uhr soll ein Rechtsanwalt die Finanzierung und Vertragsgestaltung erläutern, IG-Aktive äußern sich zur aktuellen Situation. Von der Interessengemeinschaft wird eine Grundstücksgesellschaft favorisiert. „Die Entscheidung ist aber noch nicht gefallen“, betont IG-Sprecher Friedrich Brandt.


Zur Debatte stehen außerdem Erbpacht und ein Bankdarlehen, beides klassische Finanzierungsmöglichkeiten beim Erwerb von Immobilien. So oder so: „Es geht jetzt darum, dass wir das Geld zusammenkriegen“, erklärt Friedrich Brandt. Wenn alles nach Plan läuft, könnte sich der Sprecher eine Übernahme des Gemeindehauses um den Jahreswechsel vorstellen.

Wer das Vorhaben unterstützen möchte, kann dem Trägerverein direkt nach der Gründung am „Tag der offenen Tür“ beitreten. Außerdem gibt es Getränke, Kaffee und Kuchen sowie die Möglichkeit zur Besichtigung des Gebäudes.

Aus dem Gemeindehaus soll ein Dorfgemeinschaftshaus werden. Das Konzept der Interessengruppe „Nammen hält zusammen“ sieht unter anderem Konzerte, kulturelle Veranstaltungen wie etwa Kabarett, Versammlungen, Familienfeiern, Kaffeetrinken nach Beerdigungen und andere Zusammenkünfte vor. „In der Zwischenzeit sind weitere Ideen zur Nutzung des Hauses dazugekommen“, schreiben die Macher.

Hintergrund der Bemühungen ist, dass sich die evangelische Kirchengemeinde Lerbeck aus wirtschaftlichen Gründen von den Gemeindehäusern in Nammen und Neesen trennen will. In beiden Fällen gibt es mehrere Interessenten, die Entwidmung der Neeser Immobilie steht unmittelbar bevor. Beim geplanten Verkauf des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses hatte die Gemeinde den Gesprächen mit der IG jedoch „absolute Priorität“ eingeräumt. Jetzt stehen die Verhandlungen offenbar vor dem Abschluss.

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