Baum mit Symbolkraft: In Holzhausen erinnert eine frisch gepflanzte Buche an die Opfer der Pandemie Carsten Korfesmeyer Porta Westfalica-Holzhausen. Sie soll an die Opfer der Pandemie erinnern, steht allerdings auch für ein großes Stück Zuversicht und die Menschlichkeit in einer schweren Zeit. Mit dem Pflanzen einer Buche haben die Holzhauser jetzt ein Zeichen gesetzt, das vielerlei Botschaften sendet. Schnell zeigt sich in der kleinen Feierstunde, das diese auch nach Symbolkraft auch nach Ende der Pandemie bestehen bleiben dürfte. Die junge Buche steht am Sportplatz am Amorkamp und somit an einem öffentlichen Ort, den jeder aufsuchen kann. Stellvertretender Bürgermeister Karl-Erich Schmeding (CDU) spricht dort von einer Geste, die vor allem zeigen soll, dass „wir füreinander da sind“. Unter dem Baum soll noch eine Bank aufgestellt werden, damit dieser Ort auch zum Verweilen einlädt. Der Politiker beschreibt die Pandemie aus allen Blickrichtungen und macht damit deutlich, wie unterschiedlich die Auswirkungen sind. Täglich infizieren sich Tausende neu mit dem Coronavirus und viele Menschen haben Familienmitglieder, Freunde, Kollegen oder Bekannte, die zum Kreis der Betroffenen zählen. Die Pandemie sorgt für Angst um die Gesundheit, aber auch für Beschränkungen der persönlichen Freiheit. Das wirke sich intensiv auf den Alltag aus und führe zu großer Sorge und Ungewissheit, erklärt Karl-Erich Schmeding. Deutlich führe die Krise aber auch vor Augen, dass wir nicht alles im Griff haben können.„Aber die Beschränkungen setzen nicht allen gleich zu“, sagt der stellvertretende Bürgermeister. Jeder spüre es auf eine andere Weise und weil Menschen nun einmal verschieden sind, reagiere auch jeder anders. „Viele empfinden Einsamkeit“, sagt er. An alle, die unter der Pandemie leiden, soll die Buche ein Zeichen der Hoffnung setzen. Die Idee kommt von Rainer Traue. Der CDU-Politiker aus Holzhausen hatte die Pflanzaktion angeregt und war dabei parteiübergreifend auf ein großes Echo gestoßen. Er und seine Ehefrau Helga Traue werden deshalb auch die Patenschaft für die Buche übernehmen. In seiner Rede führt der Ideengeber noch einmal aus, was ihn bewogen habe. „Der Schmerz und die Trauer sind wohl kaum vorstellbar“, sagt er vor den Anwesenden aus dem Bezirksausschuss. Die Pandemie habe auch verhindert, dass Angehörige sich angemessen von ihren Liebsten verabschieden konnten. Ihnen soll der Baum ein Stück weit Halt geben. „Auch aus unserer Gemeinde in Holzhausen sind Opfer zu beklagen, erklärt er.Daran erinnert Pastor Joachim Schierbaum ebenfalls. Er mahnt zugleich vor einer drohenden Spaltung der Gesellschaft. Die Ängste vor der Zukunft dürften nicht dazu führen, dass der Zusammenhalt bricht. Der Baum erinnere an die Bedeutung des Gemeinsamen. Im Gespräch mit dem MT erklärt Rainer Traue, dass weitere Bäume der Hoffnung zum Gedenken der Coronaopfer im Stadtgebiet gepflanzt werden. Er sei glücklich, dass sein Vorschlag auf so hohe Resonanz gestoßen ist, erklärt er. Diese parteiübergreifende Solidarität sei gerade in diesen Zeiten von Bedeutung. Holzhausen sei erst der Auftakt. Jeder Portaner Ortsteil habe die Teilnahme signalisiert. Wann die weiteren Aktionen folgen, stehe noch nicht fest. Bewusst hatten sich der CDU-Politiker und seine Ehefrau bei der Auswahl des Baumes für eine junge Buche entschieden, die kurz vor der Feierstunde gesetzt wurde. Sie stehe mit ihren starken Farben im Frühling und ihren Eckern im Herbst für den Kreislauf des Lebens.

Baum mit Symbolkraft: In Holzhausen erinnert eine frisch gepflanzte Buche an die Opfer der Pandemie

Die Buche am Sportplatz in Holzhausen ist im Portaner Stadtgebiet der erste Baum der Hoffnung zum Gedenken der Coronaopfer. MT-Foto: Carsten Korfesmeyer © cko

Porta Westfalica-Holzhausen. Sie soll an die Opfer der Pandemie erinnern, steht allerdings auch für ein großes Stück Zuversicht und die Menschlichkeit in einer schweren Zeit. Mit dem Pflanzen einer Buche haben die Holzhauser jetzt ein Zeichen gesetzt, das vielerlei Botschaften sendet. Schnell zeigt sich in der kleinen Feierstunde, das diese auch nach Symbolkraft auch nach Ende der Pandemie bestehen bleiben dürfte.

Die junge Buche steht am Sportplatz am Amorkamp und somit an einem öffentlichen Ort, den jeder aufsuchen kann. Stellvertretender Bürgermeister Karl-Erich Schmeding (CDU) spricht dort von einer Geste, die vor allem zeigen soll, dass „wir füreinander da sind“. Unter dem Baum soll noch eine Bank aufgestellt werden, damit dieser Ort auch zum Verweilen einlädt.

Der Politiker beschreibt die Pandemie aus allen Blickrichtungen und macht damit deutlich, wie unterschiedlich die Auswirkungen sind. Täglich infizieren sich Tausende neu mit dem Coronavirus und viele Menschen haben Familienmitglieder, Freunde, Kollegen oder Bekannte, die zum Kreis der Betroffenen zählen. Die Pandemie sorgt für Angst um die Gesundheit, aber auch für Beschränkungen der persönlichen Freiheit. Das wirke sich intensiv auf den Alltag aus und führe zu großer Sorge und Ungewissheit, erklärt Karl-Erich Schmeding. Deutlich führe die Krise aber auch vor Augen, dass wir nicht alles im Griff haben können.

„Aber die Beschränkungen setzen nicht allen gleich zu“, sagt der stellvertretende Bürgermeister. Jeder spüre es auf eine andere Weise und weil Menschen nun einmal verschieden sind, reagiere auch jeder anders. „Viele empfinden Einsamkeit“, sagt er. An alle, die unter der Pandemie leiden, soll die Buche ein Zeichen der Hoffnung setzen.

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Patrick Schwemmling

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Die Idee kommt von Rainer Traue. Der CDU-Politiker aus Holzhausen hatte die Pflanzaktion angeregt und war dabei parteiübergreifend auf ein großes Echo gestoßen. Er und seine Ehefrau Helga Traue werden deshalb auch die Patenschaft für die Buche übernehmen. In seiner Rede führt der Ideengeber noch einmal aus, was ihn bewogen habe. „Der Schmerz und die Trauer sind wohl kaum vorstellbar“, sagt er vor den Anwesenden aus dem Bezirksausschuss. Die Pandemie habe auch verhindert, dass Angehörige sich angemessen von ihren Liebsten verabschieden konnten. Ihnen soll der Baum ein Stück weit Halt geben. „Auch aus unserer Gemeinde in Holzhausen sind Opfer zu beklagen, erklärt er.

Daran erinnert Pastor Joachim Schierbaum ebenfalls. Er mahnt zugleich vor einer drohenden Spaltung der Gesellschaft. Die Ängste vor der Zukunft dürften nicht dazu führen, dass der Zusammenhalt bricht. Der Baum erinnere an die Bedeutung des Gemeinsamen.

Im Gespräch mit dem MT erklärt Rainer Traue, dass weitere Bäume der Hoffnung zum Gedenken der Coronaopfer im Stadtgebiet gepflanzt werden. Er sei glücklich, dass sein Vorschlag auf so hohe Resonanz gestoßen ist, erklärt er. Diese parteiübergreifende Solidarität sei gerade in diesen Zeiten von Bedeutung. Holzhausen sei erst der Auftakt. Jeder Portaner Ortsteil habe die Teilnahme signalisiert. Wann die weiteren Aktionen folgen, stehe noch nicht fest.

Bewusst hatten sich der CDU-Politiker und seine Ehefrau bei der Auswahl des Baumes für eine junge Buche entschieden, die kurz vor der Feierstunde gesetzt wurde. Sie stehe mit ihren starken Farben im Frühling und ihren Eckern im Herbst für den Kreislauf des Lebens.

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