Bauhof rüstet um: Drei Wallboxen für Elektrofahrzeuge Porta Westfalica (mt/dh). Der städtische Baubetriebshof nutzt seit gut einem Jahr zwei Elektrofahrzeuge – einen Renault Kangoo und einen VW Kastenwagen. Der Anschaffungspreis von insgesamt rund 90.000 Euro sei von der Bezirksregierung Arnsberg mit ungefähr 37.000 Euro gefördert worden, berichtet die Stadt. Inzwischen hat der Bauhof auch drei Ladevorrichtungen, sogenannte Wallboxen, bekommen. Die waren bereits im Frühjahr 2021 ausgeschrieben worden, konnten aber erst vor wenigen Wochen ausgeliefert werden. Die Kosten belaufen sich einschließlich Installation auf rund 15.000 Euro, mit 10.800 Euro wurde die Anschaffung von der Bezirksregierung Arnsberg gefördert. Förderfähig sei die Anschaffung von Wallboxen, wenn sie nicht für den öffentlichen Gebrauch bestimmt und die Stromherkunft aus einem Grünstrom-Liefervertrag oder eigenerzeugter regenerativer Energie (etwa Strom aus einer Photovoltaik-Anlage mit mindestens zwei Kilowatt-Peak gesichert ist. Für die neuen Wallboxen des Baubetriebshofes hat die Stadt einen Grünstromliefervertrag mit den Portaner Stadtwerken abgeschlossen. Der städtische Eigenanteil an den Boxen stammt aus dem Klimaschutzbudget, das der Rat beschlossen hat. „Jeder Schritt in die richtige Richtung zählt“, sagt die Klimaschutzbeauftragte Celestine Kumlehn. Welche Bedeutung Klimaschutz global hat, sei aktuell inmitten der Hitzewelle offensichtlich geworden. „Die Herausforderung ist immens, doch jeder, auch jeder kleine Schritt in die richtige Richtung zählt – faktisch für das Klima und symbolisch als Vorbildfunktion. Wir alle sind gefordert, für den Klimaschutz zu handeln.“ Die Anschaffung der E-Fahrzeuge und die Installation der Wallboxen auf dem Baubetriebshof seien ein Beitrag zur klimafreundlichen Mobilität. Die dreiphasigen Ladesäulen erlauben eine höhere Ladeleistung im Vergleich zu zweiphasigen Wallboxen. Sie verfügen über einen integrierten Stromzähler und können Ladestatistiken bereitstellen, berichtet die Stadt. Der Zugriff auf die Wallbox erfolgt per Internet, Bluetooth oder Wlan. Um Überlastungen im Stromnetz zu verhindern, verfügen die Wallboxen über bestimmte Schutzvorrichtungen wie beispielsweise Fehlerstrom-Schutzschalter. Dieser schaltet bei einem Kurzschluss den Stromkreis automatisch ab. Jede Wallbox muss über einen eigenen, separaten Stromkreis verfügen, Nebenanschlüsse sind nicht erlaubt. Sie müssen durch einen zertifizierten Fachbetrieb installiert und in Betrieb genommen werden. Ein eingetragener Fachbetrieb hat im Auftrag des Netzbetreibers (Eon) den neuen Anschluss verlegt und für die Absicherung gesorgt. Intelligente Wallboxen können mit einem Energiemanagement-System verbunden werden. So lässt sich der Überschuss einer Photovoltaikanlage für das Aufladen des E-Fahrzeuges nutzen. Auch die Anbindung zum Batteriespeicher ist möglich. Grundsätzlich, so die Stadtverwaltung, müssten alle neuen Wallboxen beim zuständigen Netzbetreiber registriert werden, wodurch sichergestellt wird, dass eine hohe Ladeleistung nicht die Stabilität des Stromnetzes gefährdet. „Baubetriebshof 2.0. Die Zukunft wird elektrisch“, sagt Bauhofleiter Jan Blomenkamp. Der Gedanke des Umwelt- und Klimaschutzes werde in Porta großgeschrieben. Dabei komme der Elektromobilität als Bestandteil eines zukunfts- und leistungsfähigen Baubetriebshofs eine tragende Rolle zu, denn „der Betrieb von Elektrofahrzeugen am Baubetriebshof in Verbindung mit regenerativen Strom erzeugt deutlich weniger CO2“.
Anzeige Werbung

Bauhof rüstet um: Drei Wallboxen für Elektrofahrzeuge

Teamarbeit: Judith Mohme (von links) übernahm die Ausschreibung und Beschaffung der Fahrzeuge, Stefan Pettenpaul koordinierte die Installationsarbeiten, Jan Blomenkamp stellte die Förderanträge, Celestine Kumlehn als Klimaschutzbeauftragte arbeitet an den Klimazielen der Stadt, Edgar Meier sorgt für die Unterhaltung der E-Fahrzeuge. Foto: Stadt Porta Westfaliva © dhaunhorst

Porta Westfalica (mt/dh). Der städtische Baubetriebshof nutzt seit gut einem Jahr zwei Elektrofahrzeuge – einen Renault Kangoo und einen VW Kastenwagen. Der Anschaffungspreis von insgesamt rund 90.000 Euro sei von der Bezirksregierung Arnsberg mit ungefähr 37.000 Euro gefördert worden, berichtet die Stadt. Inzwischen hat der Bauhof auch drei Ladevorrichtungen, sogenannte Wallboxen, bekommen. Die waren bereits im Frühjahr 2021 ausgeschrieben worden, konnten aber erst vor wenigen Wochen ausgeliefert werden. Die Kosten belaufen sich einschließlich Installation auf rund 15.000 Euro, mit 10.800 Euro wurde die Anschaffung von der Bezirksregierung Arnsberg gefördert.

Förderfähig sei die Anschaffung von Wallboxen, wenn sie nicht für den öffentlichen Gebrauch bestimmt und die Stromherkunft aus einem Grünstrom-Liefervertrag oder eigenerzeugter regenerativer Energie (etwa Strom aus einer Photovoltaik-Anlage mit mindestens zwei Kilowatt-Peak gesichert ist. Für die neuen Wallboxen des Baubetriebshofes hat die Stadt einen Grünstromliefervertrag mit den Portaner Stadtwerken abgeschlossen.

Der städtische Eigenanteil an den Boxen stammt aus dem Klimaschutzbudget, das der Rat beschlossen hat. „Jeder Schritt in die richtige Richtung zählt“, sagt die Klimaschutzbeauftragte Celestine Kumlehn. Welche Bedeutung Klimaschutz global hat, sei aktuell inmitten der Hitzewelle offensichtlich geworden. „Die Herausforderung ist immens, doch jeder, auch jeder kleine Schritt in die richtige Richtung zählt – faktisch für das Klima und symbolisch als Vorbildfunktion. Wir alle sind gefordert, für den Klimaschutz zu handeln.“ Die Anschaffung der E-Fahrzeuge und die Installation der Wallboxen auf dem Baubetriebshof seien ein Beitrag zur klimafreundlichen Mobilität.

Anzeige Werbung

Die dreiphasigen Ladesäulen erlauben eine höhere Ladeleistung im Vergleich zu zweiphasigen Wallboxen. Sie verfügen über einen integrierten Stromzähler und können Ladestatistiken bereitstellen, berichtet die Stadt. Der Zugriff auf die Wallbox erfolgt per Internet, Bluetooth oder Wlan. Um Überlastungen im Stromnetz zu verhindern, verfügen die Wallboxen über bestimmte Schutzvorrichtungen wie beispielsweise Fehlerstrom-Schutzschalter. Dieser schaltet bei einem Kurzschluss den Stromkreis automatisch ab.

Jede Wallbox muss über einen eigenen, separaten Stromkreis verfügen, Nebenanschlüsse sind nicht erlaubt. Sie müssen durch einen zertifizierten Fachbetrieb installiert und in Betrieb genommen werden. Ein eingetragener Fachbetrieb hat im Auftrag des Netzbetreibers (Eon) den neuen Anschluss verlegt und für die Absicherung gesorgt.

Intelligente Wallboxen können mit einem Energiemanagement-System verbunden werden. So lässt sich der Überschuss einer Photovoltaikanlage für das Aufladen des E-Fahrzeuges nutzen. Auch die Anbindung zum Batteriespeicher ist möglich. Grundsätzlich, so die Stadtverwaltung, müssten alle neuen Wallboxen beim zuständigen Netzbetreiber registriert werden, wodurch sichergestellt wird, dass eine hohe Ladeleistung nicht die Stabilität des Stromnetzes gefährdet.

„Baubetriebshof 2.0. Die Zukunft wird elektrisch“, sagt Bauhofleiter Jan Blomenkamp. Der Gedanke des Umwelt- und Klimaschutzes werde in Porta großgeschrieben. Dabei komme der Elektromobilität als Bestandteil eines zukunfts- und leistungsfähigen Baubetriebshofs eine tragende Rolle zu, denn „der Betrieb von Elektrofahrzeugen am Baubetriebshof in Verbindung mit regenerativen Strom erzeugt deutlich weniger CO2“.

Anzeige Werbung
Copyright © Mindener Tageblatt 2022
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Mehr zum Thema
Themen der Woche