Bahn frei für die Planung - Workshop für ICE-Trasse Hannover-Bielefeld startet Porta Westfalica (lies). Mit einem ersten sogenannten Vertiefungsworkshop laufen die Planungen für einen Aus- oder Neubau der ICE-Strecke Hannover-Bielefeld in der kommenden Woche an. Am Montag, 19. April, wird ein ausgewählter Kreis erste Ideen und Vorgehensweisen für das vermutlich milliardenschwere Projekt des Bundes und der Deutschen Bahn diskutieren und vertiefen. Vier Stunden sind für den virtuellen Runden Tisch angesetzt. Der Workshop selbst ist nicht öffentlich. Die Ergebnisse und Protokolle werden im Anschluss allerdings – zumindest in zusammengefasster Variante – auf der Info-Homepage www.hannover-bielefeld.de veröffentlicht. Das Arbeitstreffen ist offen für Mitglieder des Bahnplenums. Dazu gehören Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen wie der Stadt Porta Westfalica oder Minden ebenso wie Mitglieder von Verbänden für Umweltschutz oder Bürgerbelange wie der Bigtab. Dazu kommen verschiedene Experten und natürlich Vertreter der Bahn. Im ersten Aufschlag wird es unter anderem darum gehen, den potenziellen Raum für die ICE-Strecke zu analysieren und überhaupt erst einmal zu finden. Denn der Suchkorridor lässt derzeit viel Spielraum zu. Von einer Trassenführung nördlich an Minden vorbei bis hin zu einer Streckenführung knapp an Hameln vorbei ist derzeit noch alles möglich. Bei den anstehenden Untersuchungen kommt es auf die sogenannten natürlichen Widerstände an. Damit sind nicht etwa Proteste aus der Region gemeint, sondern Naturschutzgebiete, Gebirgszüge, Wasserflächen oder Trinkwasserbrunnen. Ein wesentlicher Bestandteil der Beratungen wird auch ein möglicher Ausbau der Bestandsstrecke sein, erklärt Bahnsprecher Peter Mantik im MT-Gespräch. Dies hatte die Bahn zuletzt den Teilnehmern versprochen. Das Stimmungsbild aus der Region zur schnelleren ICE-Verbindung zwischen Hannover und Bielefeld, die in den Deutschlandtakt der Bahn eingebettet ist und unter anderem Berlin und das Ruhrgebiet mit einer Fahrzeit von vier Stunden verbinden will, ist geteilt. Öffentlich wahrnehmbar ist vor allem der Protest. Die Bürgerinitiative Bigtab, die sich für einen trassennahen Ausbau der Strecke einsetzt, hat in den vergangenen Monaten vor allem auf Portaner Gebiet viel Zulauf erhalten. Immer wieder melden sich aber auch Befürworter einer Neubautrasse zu Wort, die bemängeln, dass viele zu klein denken und nur auf die eigene Region schauen würden. Die Bahn selbst hat den Anspruch, vielen Millionen Bahnfahrern durch den Deutschlandtakt einen Vorteil zu verschaffen. Dafür sollen die Knoten-Bahnhöfe Hannover und Bielefeld untereinander innerhalb von rund 31 Minuten erreichbar sein. Im weiteren Verlauf soll es übrigens auch wieder eine öffentliche Veranstaltung geben, an der jede und jeder teilnehmen kann. Vom 26. April bis zum 9. Mai wird der erste Online-Infomarkt freigeschaltet. Dann können sich Interessierte nicht nur über die bisherigen Details informieren, sondern auch Fragen stellen. Weitere Infos dazu gibt es ebenfalls auf www.hannover-bielefeld.de. Am 19. Mai tagen Mitglieder des Plenums dann wiederum in einem zweiten Vertiefungsworkshop.

Bahn frei für die Planung - Workshop für ICE-Trasse Hannover-Bielefeld startet

Die Planungen für die ICE-Trasse Hannover-Bielefeld gehen Anfang kommender Woche in die erste Vertiefungsrunde. Symbolfoto: imago images © imago images

Porta Westfalica (lies). Mit einem ersten sogenannten Vertiefungsworkshop laufen die Planungen für einen Aus- oder Neubau der ICE-Strecke Hannover-Bielefeld in der kommenden Woche an. Am Montag, 19. April, wird ein ausgewählter Kreis erste Ideen und Vorgehensweisen für das vermutlich milliardenschwere Projekt des Bundes und der Deutschen Bahn diskutieren und vertiefen. Vier Stunden sind für den virtuellen Runden Tisch angesetzt.

Der Workshop selbst ist nicht öffentlich. Die Ergebnisse und Protokolle werden im Anschluss allerdings – zumindest in zusammengefasster Variante – auf der Info-Homepage www.hannover-bielefeld.de veröffentlicht. Das Arbeitstreffen ist offen für Mitglieder des Bahnplenums. Dazu gehören Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen wie der Stadt Porta Westfalica oder Minden ebenso wie Mitglieder von Verbänden für Umweltschutz oder Bürgerbelange wie der Bigtab. Dazu kommen verschiedene Experten und natürlich Vertreter der Bahn.

Im ersten Aufschlag wird es unter anderem darum gehen, den potenziellen Raum für die ICE-Strecke zu analysieren und überhaupt erst einmal zu finden. Denn der Suchkorridor lässt derzeit viel Spielraum zu. Von einer Trassenführung nördlich an Minden vorbei bis hin zu einer Streckenführung knapp an Hameln vorbei ist derzeit noch alles möglich. Bei den anstehenden Untersuchungen kommt es auf die sogenannten natürlichen Widerstände an. Damit sind nicht etwa Proteste aus der Region gemeint, sondern Naturschutzgebiete, Gebirgszüge, Wasserflächen oder Trinkwasserbrunnen. Ein wesentlicher Bestandteil der Beratungen wird auch ein möglicher Ausbau der Bestandsstrecke sein, erklärt Bahnsprecher Peter Mantik im MT-Gespräch. Dies hatte die Bahn zuletzt den Teilnehmern versprochen.

Das Stimmungsbild aus der Region zur schnelleren ICE-Verbindung zwischen Hannover und Bielefeld, die in den Deutschlandtakt der Bahn eingebettet ist und unter anderem Berlin und das Ruhrgebiet mit einer Fahrzeit von vier Stunden verbinden will, ist geteilt. Öffentlich wahrnehmbar ist vor allem der Protest. Die Bürgerinitiative Bigtab, die sich für einen trassennahen Ausbau der Strecke einsetzt, hat in den vergangenen Monaten vor allem auf Portaner Gebiet viel Zulauf erhalten. Immer wieder melden sich aber auch Befürworter einer Neubautrasse zu Wort, die bemängeln, dass viele zu klein denken und nur auf die eigene Region schauen würden.

Die Bahn selbst hat den Anspruch, vielen Millionen Bahnfahrern durch den Deutschlandtakt einen Vorteil zu verschaffen. Dafür sollen die Knoten-Bahnhöfe Hannover und Bielefeld untereinander innerhalb von rund 31 Minuten erreichbar sein.

Im weiteren Verlauf soll es übrigens auch wieder eine öffentliche Veranstaltung geben, an der jede und jeder teilnehmen kann. Vom 26. April bis zum 9. Mai wird der erste Online-Infomarkt freigeschaltet. Dann können sich Interessierte nicht nur über die bisherigen Details informieren, sondern auch Fragen stellen. Weitere Infos dazu gibt es ebenfalls auf www.hannover-bielefeld.de. Am 19. Mai tagen Mitglieder des Plenums dann wiederum in einem zweiten Vertiefungsworkshop.

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