Ausstellung, Hörduschen und Wanderweg-Zertifizierung - das sind die Pläne des Bismarckbundes Stefan Lyrath Porta Westfalica. Der Startschuss am Fernsehturm ist für Besucher mit zwei Monaten Verspätung gefallen. Dafür startet der Bismarckbund (120 Mitglieder) in diesem Jahr voll durch. Vorsitzender Hans Münstermann und die etwa 15 Aktiven des Vereins haben sich viel vorgenommen. Gemeinsam wollen sich der Bismarckbund an der Porta Westfalica und der Verein Naturschutz und Heimatpflege Porta (NHP) darum kümmern, dass der beliebte Wald-Abenteuer-Pfad des NHP als Wanderweg zertifiziert wird. „Die Kosten teilen wir uns", kündigt Münstermann an. Es gibt spezielle Listen mit solchen ausgezeichneten Wanderwegen, die besonders angesagt sind. Die Zertifizierung soll mehr Besucher anlocken. Die meisten Gäste zieht in Porta das Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem Wittekindsberg des Wiehengebirges an. Touristisch müssen aber zwei Berge bespielt werden. Der Fernsehturm steht auf dem Jakobsberg des Wesergebirges. Möglichst noch in diesem Jahr, spätestens aber 2022 wollen Münstermann und seine Mitstreiter die Wanderausstellung der Otto-von-Bismarck-Stiftung zeigen. Im Gespräch sind dafür die Hausberger Kapelle und das dortige Bürgerhaus. Einen Vortrag soll Prof. Dr. Ulrich Lappenküper halten, der Geschäftsführer der Stiftung mit Sitz in Friedrichsruh. Geplant war die Schau bereits für September 2020, bevor sie wegen der Pandemie abgesagt wurde. An der Mauer hinter der Sitzgruppe am Kiosk sollen demnächst fünf Pferdeparkplätze für Reiter entstehen, außerdem so genannte sichere Fahrradständer, wo Räder am Rahmen befestigt werden können. Gestrichen wird in diesem Jahr die Aussichtsplattform. Eine enge Zusammenarbeit hat der Bismarckbund mit dem Mindener Preußen-Museum und namentlich dessen Leiterin Dr. Sylvia Necker vereinbart. So sollen Fachleute des Museums sich die Ausstellung im renovierten Bismarckzimmer des Fernsehturms näher ansehen und sagen, „ob wir daraus mehr machen können", so Münstermann. Ihm zufolge will auch das Museum künftig die Zusammenarbeit von Kaiser Wilhelm I. und Reichskanzler Otto von Bismarck stärker beleuchten. Gefragt sind die Mindener Experten ferner bei der Installation von mindestens zwei wetterfesten „Hörduschen" am Fernsehturm. Besucher können sich unter diese besonderen Lautsprecher stellen, kurze Vorträge abspielen und sich anhören. „Wir besorgen die Hörduschen, das Museum sorgt für Sprecher", erklärt Hans Münstermann. Zudem will der Bismarckbund dem Museum seine Akten (seit 1880) zur Verfügung stellen, damit daraus ein Findbuch erstellt werden kann, das schriftliche Verzeichnis der Archivalien. Seit dem vergangenen Wochenende ist der Fernsehturm wieder geöffnet – wegen der Pandemie zwei Monate später als vor der Corona-Krise. „Mit dem Saisonstart sind wir sehr zufrieden", sagt Münstermann. Zum Renner hat sich der Kiosk entwickelt, der nach Jahrzehnten Unterbrechung seit 2016 wieder geöffnet ist. „Ganz viele kommen deshalb", so der Vorsitzende, dessen Verein den Zugang zur Aussichtsplattform erhält und das Umfeld weiterentwickelt. Zu den ersten Besuchern, die am Samstag die 128 Stufen hochstiegen, um den Blick aus 23,5 Metern Höhe genießen zu können, gehörten Frank Nolte und Rita Walkenfort aus Rheda-Wiedenbrück. Er war früher schon einmal dort, stand aber vor verschlossener Tür. Sie hat den Turm bisher nur von der Autobahn bewundert und wollte ihn jetzt einmal besteigen. Und? „Super", schwärmt Rita Walkenfort. „Nur das Wetter hätte ein bisschen klarer sein können." Trotzdem entdecken selbst Portaner beim Blick von oben immer wieder neue Seiten ihrer Stadt – zum Beispiel die Grohe-Baustelle in Lerbeck. Auf die Besucherzahlen hat sich die Pandemie im vergangenen Jahr übrigens nicht negativ ausgewirkt, obwohl der Turm nur von Ende Juni bis Anfang November geöffnet war. Normalerweise beginnt die Saison am 1. April. „Wir hatten 2020 ungefähr so viele Gäste wie 2019", berichtet Münstermann. „Die Leute wollten nach draußen." www.bismarckbund-porta.de

Ausstellung, Hörduschen und Wanderweg-Zertifizierung - das sind die Pläne des Bismarckbundes

Saisonstart auf der Fermsehturm-Aussichtsplattform, um die sich der Bismarckbund ebenfalls kümmert: Vorsitzender Hans Münstermann hat trotz des diesigen Wetters den Überblick.?Foto: Stefan Lyrath © dhaunhorst

Porta Westfalica. Der Startschuss am Fernsehturm ist für Besucher mit zwei Monaten Verspätung gefallen. Dafür startet der Bismarckbund (120 Mitglieder) in diesem Jahr voll durch. Vorsitzender Hans Münstermann und die etwa 15 Aktiven des Vereins haben sich viel vorgenommen. Gemeinsam wollen sich der Bismarckbund an der Porta Westfalica und der Verein Naturschutz und Heimatpflege Porta (NHP) darum kümmern, dass der beliebte Wald-Abenteuer-Pfad des NHP als Wanderweg zertifiziert wird. „Die Kosten teilen wir uns", kündigt Münstermann an.

Es gibt spezielle Listen mit solchen ausgezeichneten Wanderwegen, die besonders angesagt sind. Die Zertifizierung soll mehr Besucher anlocken. Die meisten Gäste zieht in Porta das Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem Wittekindsberg des Wiehengebirges an. Touristisch müssen aber zwei Berge bespielt werden. Der Fernsehturm steht auf dem Jakobsberg des Wesergebirges.

Möglichst noch in diesem Jahr, spätestens aber 2022 wollen Münstermann und seine Mitstreiter die Wanderausstellung der Otto-von-Bismarck-Stiftung zeigen. Im Gespräch sind dafür die Hausberger Kapelle und das dortige Bürgerhaus. Einen Vortrag soll Prof. Dr. Ulrich Lappenküper halten, der Geschäftsführer der Stiftung mit Sitz in Friedrichsruh. Geplant war die Schau bereits für September 2020, bevor sie wegen der Pandemie abgesagt wurde.


An der Mauer hinter der Sitzgruppe am Kiosk sollen demnächst fünf Pferdeparkplätze für Reiter entstehen, außerdem so genannte sichere Fahrradständer, wo Räder am Rahmen befestigt werden können. Gestrichen wird in diesem Jahr die Aussichtsplattform.

Eine enge Zusammenarbeit hat der Bismarckbund mit dem Mindener Preußen-Museum und namentlich dessen Leiterin Dr. Sylvia Necker vereinbart. So sollen Fachleute des Museums sich die Ausstellung im renovierten Bismarckzimmer des Fernsehturms näher ansehen und sagen, „ob wir daraus mehr machen können", so Münstermann. Ihm zufolge will auch das Museum künftig die Zusammenarbeit von Kaiser Wilhelm I. und Reichskanzler Otto von Bismarck stärker beleuchten.

Gefragt sind die Mindener Experten ferner bei der Installation von mindestens zwei wetterfesten „Hörduschen" am Fernsehturm. Besucher können sich unter diese besonderen Lautsprecher stellen, kurze Vorträge abspielen und sich anhören. „Wir besorgen die Hörduschen, das Museum sorgt für Sprecher", erklärt Hans Münstermann.

Zudem will der Bismarckbund dem Museum seine Akten (seit 1880) zur Verfügung stellen, damit daraus ein Findbuch erstellt werden kann, das schriftliche Verzeichnis der Archivalien.

Seit dem vergangenen Wochenende ist der Fernsehturm wieder geöffnet – wegen der Pandemie zwei Monate später als vor der Corona-Krise. „Mit dem Saisonstart sind wir sehr zufrieden", sagt Münstermann. Zum Renner hat sich der Kiosk entwickelt, der nach Jahrzehnten Unterbrechung seit 2016 wieder geöffnet ist. „Ganz viele kommen deshalb", so der Vorsitzende, dessen Verein den Zugang zur Aussichtsplattform erhält und das Umfeld weiterentwickelt.

Zu den ersten Besuchern, die am Samstag die 128 Stufen hochstiegen, um den Blick aus 23,5 Metern Höhe genießen zu können, gehörten Frank Nolte und Rita Walkenfort aus Rheda-Wiedenbrück. Er war früher schon einmal dort, stand aber vor verschlossener Tür. Sie hat den Turm bisher nur von der Autobahn bewundert und wollte ihn jetzt einmal besteigen. Und? „Super", schwärmt Rita Walkenfort. „Nur das Wetter hätte ein bisschen klarer sein können." Trotzdem entdecken selbst Portaner beim Blick von oben immer wieder neue Seiten ihrer Stadt – zum Beispiel die Grohe-Baustelle in Lerbeck.

Auf die Besucherzahlen hat sich die Pandemie im vergangenen Jahr übrigens nicht negativ ausgewirkt, obwohl der Turm nur von Ende Juni bis Anfang November geöffnet war. Normalerweise beginnt die Saison am 1. April. „Wir hatten 2020 ungefähr so viele Gäste wie 2019", berichtet Münstermann. „Die Leute wollten nach draußen."

www.bismarckbund-porta.de

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