Auskiesung in Veltheim: Der Sprengelweg wird nicht verlegt Dirk Haunhorst Porta Westfalica-Veltheim. Knapp vier Jahre nach Antragstellung hat der Kreis Minden-Lübbecke den Abbau von Sand und Kies auf einer 9,4 Hektar großen Fläche am Sprengelweg genehmigt. Die Firma Wilhelm Edler Sand- und Kiesgruben GmbH will dort in den nächsten Jahren annähernd 1,1 Millionen Kubikmeter Rohkies abbauen, das entspricht fast zwei Millionen Tonnen. Das Rohmaterial soll durch einen Betontunnel unter der Sprengelweg-Fahrbahn zur westlich gelegenen Abbauböschung des Unternehmens transportiert werden. Bevor die Auskiesung beginnen könne, müssten aber noch einige Punkte geklärt werden, teilt Geschäftsführerin Renate Edler mit. Dazu zählten sowohl eigentumsrechtliche Fragen im Hinblick auf die Verfügbarkeit der Flächen als auch technische hinsichtlich der geplanten Untertunnelung. Während die Auskiesung der Edler-Fläche behördlicherseits möglich ist, passiert an anderer Stelle nichts. Eine Fläche von 3,3 Hektar, die vor drei Jahren ebenfalls zur Debatte stand, wird in nächster Zeit nicht angetastet. „Wir haben den Antrag ruhend gestellt“, sagt Bernd-Peter Brinkmeier, Geschäftsführer der (fast) gleichnamigen Firma Brinkmeyer (sie schreibt sich tatsächlich etwas anders). Grund für die Aussetzung sei, dass die Fläche laut regionalem Raumordnungsprogramm nicht genehmigungsfähig wäre. Dies habe die Bezirksregierung signalisiert, so Brinkmeier. Eigentlich war geplant, dort 633.000 Kubikmeter Material zu gewinnen. Vor allem viele Veltheimer werden über die Änderung nicht böse sein. Denn die Inanspruchnahme der Brinkmeyer-Fläche hätte die Verlegung des Sprengelwegs zur Folge gehabt. Entsprechende Pläne waren vor drei Jahren Politik und Verwaltung präsentiert worden. Die alte Verbindung zwischen Veltheim und Hausberge, die zahlreiche Radfahrer und Fußgänger nutzen, sollte in der Abbauzeit einen Schlenker nach Osten durch ein städtisches Waldstück machen, bevor sie wieder die alte Trasse erreicht. Die Strecke hätte sich um rund 80 Meter verlängert. Nach Ende der Abgrabung sollte der Weg zurückverlegt und die ausgekieste Fläche verfüllt werden. Da die Kiesgruben im Laufe der Jahrzehnte immer näher an den Sprengelweg gerückt sind, sorgen sich vor allem Veltheimer Politiker um den Fortbestand des Weges. Die Abwägung ist nicht einfach. Denn die Kiesvorkommen am Sprengelweg sind beachtlich. Bis in eine Tiefe von 40 Metern kann Material gefördert werden, während die Mächtigkeit etwa in der Wesertalaue lediglich rund acht Meter beträgt und dort entsprechend mehr (wertvolle landwirtschaftliche) Fläche verbraucht wird. Außerdem ist Experten zufolge das Material am Sprengelweg besonders gehaltvoll, weil der Kiesanteil im Vergleich zum Sand recht hoch ist. Der Genehmigungsbescheid des Kreises für die Edler-Fläche liegt noch bis zum 29. März (nach Anmeldung) im Portaner Rathaus zur Einsichtnahme aus.

Auskiesung in Veltheim: Der Sprengelweg wird nicht verlegt

© dhaunhorst

Porta Westfalica-Veltheim. Knapp vier Jahre nach Antragstellung hat der Kreis Minden-Lübbecke den Abbau von Sand und Kies auf einer 9,4 Hektar großen Fläche am Sprengelweg genehmigt. Die Firma Wilhelm Edler Sand- und Kiesgruben GmbH will dort in den nächsten Jahren annähernd 1,1 Millionen Kubikmeter Rohkies abbauen, das entspricht fast zwei Millionen Tonnen. Das Rohmaterial soll durch einen Betontunnel unter der Sprengelweg-Fahrbahn zur westlich gelegenen Abbauböschung des Unternehmens transportiert werden.

Bevor die Auskiesung beginnen könne, müssten aber noch einige Punkte geklärt werden, teilt Geschäftsführerin Renate Edler mit. Dazu zählten sowohl eigentumsrechtliche Fragen im Hinblick auf die Verfügbarkeit der Flächen als auch technische hinsichtlich der geplanten Untertunnelung.

Während die Auskiesung der Edler-Fläche behördlicherseits möglich ist, passiert an anderer Stelle nichts. Eine Fläche von 3,3 Hektar, die vor drei Jahren ebenfalls zur Debatte stand, wird in nächster Zeit nicht angetastet. „Wir haben den Antrag ruhend gestellt“, sagt Bernd-Peter Brinkmeier, Geschäftsführer der (fast) gleichnamigen Firma Brinkmeyer (sie schreibt sich tatsächlich etwas anders). Grund für die Aussetzung sei, dass die Fläche laut regionalem Raumordnungsprogramm nicht genehmigungsfähig wäre. Dies habe die Bezirksregierung signalisiert, so Brinkmeier. Eigentlich war geplant, dort 633.000 Kubikmeter Material zu gewinnen.

Vor allem viele Veltheimer werden über die Änderung nicht böse sein. Denn die Inanspruchnahme der Brinkmeyer-Fläche hätte die Verlegung des Sprengelwegs zur Folge gehabt. Entsprechende Pläne waren vor drei Jahren Politik und Verwaltung präsentiert worden. Die alte Verbindung zwischen Veltheim und Hausberge, die zahlreiche Radfahrer und Fußgänger nutzen, sollte in der Abbauzeit einen Schlenker nach Osten durch ein städtisches Waldstück machen, bevor sie wieder die alte Trasse erreicht. Die Strecke hätte sich um rund 80 Meter verlängert. Nach Ende der Abgrabung sollte der Weg zurückverlegt und die ausgekieste Fläche verfüllt werden.

Da die Kiesgruben im Laufe der Jahrzehnte immer näher an den Sprengelweg gerückt sind, sorgen sich vor allem Veltheimer Politiker um den Fortbestand des Weges. Die Abwägung ist nicht einfach. Denn die Kiesvorkommen am Sprengelweg sind beachtlich. Bis in eine Tiefe von 40 Metern kann Material gefördert werden, während die Mächtigkeit etwa in der Wesertalaue lediglich rund acht Meter beträgt und dort entsprechend mehr (wertvolle landwirtschaftliche) Fläche verbraucht wird. Außerdem ist Experten zufolge das Material am Sprengelweg besonders gehaltvoll, weil der Kiesanteil im Vergleich zum Sand recht hoch ist.

Der Genehmigungsbescheid des Kreises für die Edler-Fläche liegt noch bis zum 29. März (nach Anmeldung) im Portaner Rathaus zur Einsichtnahme aus.

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