„Aufgebrachte Anrufer“: Autorallye durch Ahmserort Porta Westfalica (dh). Ein Teil der ADAC-Autorallye Stemweder Berg führt diesen Samstag, 12. Juni, durch Ahmserort im Stadtteil Eisbergen. Die dazu notwendigen Straßensperrungen erfolgen in der Zeit von 7.45 bis 14.15 Uhr, teilt der Kreis Minden-Lübbecke als Genehmigungsbehörde mit. Die Starts zu den beiden Umläufen sind um 8.45 und 11.45 Uhr. Wie berichtet, sollte ein Teil der Wertungsprüfung zunächst auch am Weinsberg in Eisbergen stattfinden. Dagegen wehrten sich jedoch Anwohner, sodass der Veranstalter reagierte und die Strecke um die Hälfte auf nunmehr sechs Kilometer kürzte. Der städtische Leiter des Sachgebietes für Sicherheit und Ordnung teilte gestern auf Anfrage mit, dass sich auch Bürgerinnen und Bürger aus Ahmserort beschwert hätten. Detlef Brand sprach von „aufgebrachten Anrufern“. Die Stadt als Straßenverkehrsbehörde werde in dem Genehmigungsverfahren nur angehört und habe keine fachlichen Bedenken. Dies wäre beispielsweise der Fall, wenn Baustellen im Bereich des Streckenverlaufs lägen. Auch der Kreis Minden-Lübbecke äußert sich auf Nachfrage zu der Genehmigung: Grundsätzlich sei es so, dass die Regelungen des Paragrafen 29 der Straßenverkehrsordnung mit den dazu ergangenen Verwaltungsvorschriften des Bundes Veranstaltungen wie die geplante Rallye ausdrücklich erlaubten, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt seien. Dabei seien unter anderem die Belange des Umwelt- und Immissionsschutzes zu berücksichtigen, teilt die Pressestelle mit. Weitere Kriterien für die Genehmigung seien die Zuverlässigkeit des Veranstalters, abgeschlossene Haftpflichtversicherungen und auch die Absicherung von auftretenden Fahrbahnschäden. Die Rallye dürfe nur auf abgesperrten Straßen durchgeführt werden und entlang der Absperrung sei eine ausreichende Zahl von Ordnern vorzuhalten. „Ein formelles Anhörungsverfahren der betroffenen Anlieger und Anwohner ist vom Gesetzgeber nicht vorgesehen. Der Veranstalter informiert jedoch mittels Flyer die betroffenen Anwohner.“ Die Anwohner des Weinsberges hatten ihren Protest auch damit begründet, dass eine Autorallye, die zum Teil durch Waldstücke führe, nicht mehr zeitgemäß sei, wenn eine Kommune wie Porta es mit dem oft erwähnten Klima- und Umweltschutz ernst meine. Auf MT-Anfrage, wie die Portaner Verwaltungsleitung mit diesem Thema umgehe, fiel die Antwort nicht eindeutig aus. So steht in dem Schreiben aus dem Rathaus unter anderem dies: „Generell sind Fragen des Umweltschutzes und einer klimagerechten Stadtentwicklung und Mobilität wichtige und hochaktuelle Themen für die Kommunen. Sie sind grundsätzlicher Natur und erfordern einen längeren Lern-, Entwicklungs- und Umsetzungsprozess. Eine Einzelveranstaltung wie die geplante Autorallye kann und darf einer grundsätzlichen klimafreundlichen Ausrichtung insofern nicht entgegen stehen.“

„Aufgebrachte Anrufer“: Autorallye durch Ahmserort

© dhaunhorst

Porta Westfalica (dh). Ein Teil der ADAC-Autorallye Stemweder Berg führt diesen Samstag, 12. Juni, durch Ahmserort im Stadtteil Eisbergen. Die dazu notwendigen Straßensperrungen erfolgen in der Zeit von 7.45 bis 14.15 Uhr, teilt der Kreis Minden-Lübbecke als Genehmigungsbehörde mit. Die Starts zu den beiden Umläufen sind um 8.45 und 11.45 Uhr.

Wie berichtet, sollte ein Teil der Wertungsprüfung zunächst auch am Weinsberg in Eisbergen stattfinden. Dagegen wehrten sich jedoch Anwohner, sodass der Veranstalter reagierte und die Strecke um die Hälfte auf nunmehr sechs Kilometer kürzte. Der städtische Leiter des Sachgebietes für Sicherheit und Ordnung teilte gestern auf Anfrage mit, dass sich auch Bürgerinnen und Bürger aus Ahmserort beschwert hätten. Detlef Brand sprach von „aufgebrachten Anrufern“. Die Stadt als Straßenverkehrsbehörde werde in dem Genehmigungsverfahren nur angehört und habe keine fachlichen Bedenken. Dies wäre beispielsweise der Fall, wenn Baustellen im Bereich des Streckenverlaufs lägen.

Auch der Kreis Minden-Lübbecke äußert sich auf Nachfrage zu der Genehmigung: Grundsätzlich sei es so, dass die Regelungen des Paragrafen 29 der Straßenverkehrsordnung mit den dazu ergangenen Verwaltungsvorschriften des Bundes Veranstaltungen wie die geplante Rallye ausdrücklich erlaubten, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt seien. Dabei seien unter anderem die Belange des Umwelt- und Immissionsschutzes zu berücksichtigen, teilt die Pressestelle mit. Weitere Kriterien für die Genehmigung seien die Zuverlässigkeit des Veranstalters, abgeschlossene Haftpflichtversicherungen und auch die Absicherung von auftretenden Fahrbahnschäden. Die Rallye dürfe nur auf abgesperrten Straßen durchgeführt werden und entlang der Absperrung sei eine ausreichende Zahl von Ordnern vorzuhalten. „Ein formelles Anhörungsverfahren der betroffenen Anlieger und Anwohner ist vom Gesetzgeber nicht vorgesehen. Der Veranstalter informiert jedoch mittels Flyer die betroffenen Anwohner.“


Die Anwohner des Weinsberges hatten ihren Protest auch damit begründet, dass eine Autorallye, die zum Teil durch Waldstücke führe, nicht mehr zeitgemäß sei, wenn eine Kommune wie Porta es mit dem oft erwähnten Klima- und Umweltschutz ernst meine. Auf MT-Anfrage, wie die Portaner Verwaltungsleitung mit diesem Thema umgehe, fiel die Antwort nicht eindeutig aus. So steht in dem Schreiben aus dem Rathaus unter anderem dies: „Generell sind Fragen des Umweltschutzes und einer klimagerechten Stadtentwicklung und Mobilität wichtige und hochaktuelle Themen für die Kommunen. Sie sind grundsätzlicher Natur und erfordern einen längeren Lern-, Entwicklungs- und Umsetzungsprozess. Eine Einzelveranstaltung wie die geplante Autorallye kann und darf einer grundsätzlichen klimafreundlichen Ausrichtung insofern nicht entgegen stehen.“

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