Aufatmen in Lerbeck: Hochhaus hat nach acht Jahren wieder einen funktionierenden Fahrstuhl Porta Westfalica-Lerbeck (dh). Die Fahrt vom Erdgeschoss in den siebten Stock dauert rund 20 Sekunden. Kein Vergleich zu dem oftmals mühsamen Treppenaufstieg, den die Mieter der oberen Stockwerke jahrelang bewältigen mussten, zuweilen schwer bepackt mit Möbeln, Kinderwagen oder Einkäufen. Im Hochhaus mit der Adresse Georg-Rost-Straße 4 gibt es nach einer Unterbrechung von acht Jahren wieder einen intakten Fahrstuhl. Die Abnahme dauerte gestern vier Stunden, dann überzeugte sich Ante Matic von der Funktionstüchtigkeit. Der stellvertretende Geschäftsführer der Firma TM Property, die das Haus Nummer 4 im vorigen Jahr gekauft hatte, wertet den neuen Fahrstuhl als deutliches Signal dafür, dass sein Unternehmen es ernst meint mit Verbesserungen in der bislang vernachlässigten Immobilie. „Wir haben einen Dreijahresplan und wollen in diesem Zeitraum 200.000 bis 250.000 Euro investieren.“ Der neue Fahrstuhl habe etwa 60.000 Euro gekostet, 2021 sollen die Steigleitungen erneuert werden, im Jahr darauf ist die Fassade an der Reihe. Frank Abitz aus der städtischen Abteilung Immobilienmanagement bewertet die Entwicklung nach dem Eigentümerwechsel positiv. „Auf Anrufe wird sofort reagiert und das äußere Erscheinungsbild ist positiv.“ Die Stadt ist seit einigen Jahren Hauptmieter und hat insbesondere für Geflüchtete 26 der insgesamt 48 Wohnungen angemietet. In den oberen Stockwerken gibt es Leerstand, Matic hofft, dass mit dem Fahrstuhl und weiteren Verbesserungen das Haus für Mieter wieder interessanter wird. Die Veltheimer Firma Schwichow hat die Beleuchtung unter anderem im Treppenhaus erneuert und die elektrischen Leitungen durchgemessen. Die Immobilien Service GmbH (ISD) wurde beauftragt, im und ums Haus herum aufzuräumen. Die Firma macht regelmäßig sauber und kümmert sich um die Grünflächen, was eine Erhöhung der Nebenkosten nach sich gezogen hat. Größeren Unmut darüber habe es wegen der sichtbaren Verbesserungen aber nicht gegeben, sagt Matic. Das gepflegtere Erscheinungsbild des gesamten Areals habe dafür gesorgt, dass auch die Bewohner achtsamer seien und weniger Abfall herumliege, hat ISD-Niederlassungsleiter Olaf Klöpper beobachtet. Etwas zurückhaltender bewertet Dietrich Pietzonka, Leiter des benachbarten Awo-Begegnungszentrums, den Einsatz der neuen Eigentümer. Es sei gut, dass sich etwas bewege, wie die Installation des Fahrstuhls zeige. Allerdings müsse man angesichts der Erfahrungen vergangener Jahre abwarten, ob das Engagement von Dauer sei. Im Übrigen, so Pietzonka, müsse man in die Betrachtung auch das leerstehende Nachbargebäude mit der Adresse Georg-Rost-Straße 2 einbeziehen. Das Hochhaus bildet optisch mit der Nummer 4 eine Einheit, hat aber eine anderen Eigentümer – und ist seit Jahren ein Sanierungsfall.

Aufatmen in Lerbeck: Hochhaus hat nach acht Jahren wieder einen funktionierenden Fahrstuhl

Probefahrt: Ante Matic (rechts) von der Firma TM Property und ein Bewohner testen den neuen Fahrstuhl, der seit Donnerstag in Betrieb ist. MT-Foto: Dirk Haunhorst © haunhorst

Porta Westfalica-Lerbeck (dh). Die Fahrt vom Erdgeschoss in den siebten Stock dauert rund 20 Sekunden. Kein Vergleich zu dem oftmals mühsamen Treppenaufstieg, den die Mieter der oberen Stockwerke jahrelang bewältigen mussten, zuweilen schwer bepackt mit Möbeln, Kinderwagen oder Einkäufen. Im Hochhaus mit der Adresse Georg-Rost-Straße 4 gibt es nach einer Unterbrechung von acht Jahren wieder einen intakten Fahrstuhl.

Die Abnahme dauerte gestern vier Stunden, dann überzeugte sich Ante Matic von der Funktionstüchtigkeit. Der stellvertretende Geschäftsführer der Firma TM Property, die das Haus Nummer 4 im vorigen Jahr gekauft hatte, wertet den neuen Fahrstuhl als deutliches Signal dafür, dass sein Unternehmen es ernst meint mit Verbesserungen in der bislang vernachlässigten Immobilie. „Wir haben einen Dreijahresplan und wollen in diesem Zeitraum 200.000 bis 250.000 Euro investieren.“ Der neue Fahrstuhl habe etwa 60.000 Euro gekostet, 2021 sollen die Steigleitungen erneuert werden, im Jahr darauf ist die Fassade an der Reihe.

Frank Abitz aus der städtischen Abteilung Immobilienmanagement bewertet die Entwicklung nach dem Eigentümerwechsel positiv. „Auf Anrufe wird sofort reagiert und das äußere Erscheinungsbild ist positiv.“ Die Stadt ist seit einigen Jahren Hauptmieter und hat insbesondere für Geflüchtete 26 der insgesamt 48 Wohnungen angemietet.

In den oberen Stockwerken gibt es Leerstand, Matic hofft, dass mit dem Fahrstuhl und weiteren Verbesserungen das Haus für Mieter wieder interessanter wird. Die Veltheimer Firma Schwichow hat die Beleuchtung unter anderem im Treppenhaus erneuert und die elektrischen Leitungen durchgemessen. Die Immobilien Service GmbH (ISD) wurde beauftragt, im und ums Haus herum aufzuräumen. Die Firma macht regelmäßig sauber und kümmert sich um die Grünflächen, was eine Erhöhung der Nebenkosten nach sich gezogen hat. Größeren Unmut darüber habe es wegen der sichtbaren Verbesserungen aber nicht gegeben, sagt Matic. Das gepflegtere Erscheinungsbild des gesamten Areals habe dafür gesorgt, dass auch die Bewohner achtsamer seien und weniger Abfall herumliege, hat ISD-Niederlassungsleiter Olaf Klöpper beobachtet.

Etwas zurückhaltender bewertet Dietrich Pietzonka, Leiter des benachbarten Awo-Begegnungszentrums, den Einsatz der neuen Eigentümer. Es sei gut, dass sich etwas bewege, wie die Installation des Fahrstuhls zeige. Allerdings müsse man angesichts der Erfahrungen vergangener Jahre abwarten, ob das Engagement von Dauer sei. Im Übrigen, so Pietzonka, müsse man in die Betrachtung auch das leerstehende Nachbargebäude mit der Adresse Georg-Rost-Straße 2 einbeziehen. Das Hochhaus bildet optisch mit der Nummer 4 eine Einheit, hat aber eine anderen Eigentümer – und ist seit Jahren ein Sanierungsfall.

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Porta Westfalica