Auf der Suche nach Erleuchtung: Stadt Porta braucht intelligente Lösung für Laternen Thomas Lieske Porta Westfalica. Wenn in Neesen irgendwann mal wieder Schützenfest ist, dann sollen die Laternen nachts länger brennen. Zwischen Weihnachten und Neujahr geht die Beleuchtung später aus und morgens auch später wieder an. Neben Sonderfällen wie Stadt- oder Schützenfest hat die Stadt Porta Westfalica derzeit für das Jahr insgesamt sechs verschiedene Schaltzeiten für das öffentliche Laternennetz. Für jede Umstellung muss ein Elektriker zu den Schaltkästen rausfahren. Nach Wunsch der Stadt soll dieser Umstand bald der Vergangenheit angehören. Dafür müsste aber kräftig investiert werden – nicht nur in eine neue Software. 14 der 74 Schaltstellen auf Portaner Gebiet sind marode. So sehr, dass ein Fachbüro nun empfiehlt, diese Schaltkästen komplett zu ersetzen. Kostenpunkt pro Schaltkasten: rund 67.000 Euro. Weitere Stromkästen sind zwar nicht völlig abgängig, müssten aber dennoch angepackt werden, um sie wieder komplett betriebssicher zu machen – Kostenpunkt: 5.000 Euro. Die nicht abgängigen Schaltstellen ließen sich mit geringem Aufwand wieder herstellen. Sorge bereiten dem Büro eher die 14 kaputten Schränke, die öffentlich zugänglich sind: „Zum Teil fehlen Abdeckungen, an manchen Stellen fallen die Türen aus dem Gehäuse. Und wieder an anderen Stellen bröckelt das Beton-Fundament", erklärte der von der Stadt beauftragte Fachplaner nun dem Bauausschuss. Hier sei Gefahr in Verzug, Monteure könnten seiner Aussage nach jederzeit einen Stromschlag bekommen. Den Handlungsbedarf hat die Politik erkannt und stimmt diesem auch zu. Auf Ablehnung stößt dagegen der Vorschlag des Fachplaners, die Schaltzeiten über das Jahr von sechs auf insgesamt zwei zu reduzieren. „Mit der Änderung der Schaltzeiten haben wir so unsere Probleme. Die Zeiten sollten beibehalten werden", findet Jörg Horstmeier (SPD). Die anderen Fraktionen folgten diesem Votum. Denn die Schaltzeiten sollten den Ortsteilen individuelle Lösungen für besondere Anlässe bieten und seien mühevoll erarbeitet worden. Bisher kostet es allerdings rund 3.000 Euro pro Jahr, diese unterschiedlichen Schaltzeiten durch einen Monteur manuell einstellen zu lassen. Deswegen sind Politik und Verwaltung auf der Suche nach einer intelligenten Lösung für die Schaltzeiten. Über eine Software könnten die Schaltkreise bequem aus dem Rathaus angesteuert werden, erklärte der Fachplaner. Dies würde allerdings weitere Kosten verursachen. 67.000 Euro etwa wären fällig, wenn ein externer Dienstleister die Software installieren und für die Unterhaltung sorgen würde. Knapp 10.000 Euro weniger wären es laut Fachplaner, wenn die Stadt selbst für die Software sorge. Dann müssten allerdings Mitarbeiter eigens geschult werden. Für Stadt und Politik scheint eine der beiden Lösungen aber grundsätzlich vertretbar zu sein. Denn Ziel sei es, den Aufwand künftig herunterzufahren, betont der Technische Beigeordnete Stefan Mohme. Die SPD schlug vor, bei der Automatisierung der Schalttechnik die Stadtwerke Porta ins Boot zu holen. „Da lassen sich sicherlich Synergieeffekte nutzen", ist Horstmeier überzeugt. Die Stadt solle nun das Gespräch mit dem Tochterunternehmen suchen. Mohme gab zu bedenken, dass im Fall einer Kooperation aber sicherlich auch Personalkosten anfallen würden, die die Stadt bezahlen müsse. Zunächst soll aber die vorgeschriebene technische Prüfung der einzelnen Schaltstellen folgen, um eventuelle weitere Mängel vor einer Instandsetzung zu finden. Die würde weitere rund 20.000 Euro kosten.

Auf der Suche nach Erleuchtung: Stadt Porta braucht intelligente Lösung für Laternen

Porta Westfalica. Wenn in Neesen irgendwann mal wieder Schützenfest ist, dann sollen die Laternen nachts länger brennen. Zwischen Weihnachten und Neujahr geht die Beleuchtung später aus und morgens auch später wieder an. Neben Sonderfällen wie Stadt- oder Schützenfest hat die Stadt Porta Westfalica derzeit für das Jahr insgesamt sechs verschiedene Schaltzeiten für das öffentliche Laternennetz. Für jede Umstellung muss ein Elektriker zu den Schaltkästen rausfahren. Nach Wunsch der Stadt soll dieser Umstand bald der Vergangenheit angehören. Dafür müsste aber kräftig investiert werden – nicht nur in eine neue Software.

Noch müssen die Schaltzeiten für Portas Laternen manuell eingestellt werden. Das soll sich bald ändern. Symbolfoto: Srecko Niketic/imago images - © imago images/Pixsell
Noch müssen die Schaltzeiten für Portas Laternen manuell eingestellt werden. Das soll sich bald ändern. Symbolfoto: Srecko Niketic/imago images - © imago images/Pixsell

14 der 74 Schaltstellen auf Portaner Gebiet sind marode. So sehr, dass ein Fachbüro nun empfiehlt, diese Schaltkästen komplett zu ersetzen. Kostenpunkt pro Schaltkasten: rund 67.000 Euro. Weitere Stromkästen sind zwar nicht völlig abgängig, müssten aber dennoch angepackt werden, um sie wieder komplett betriebssicher zu machen – Kostenpunkt: 5.000 Euro. Die nicht abgängigen Schaltstellen ließen sich mit geringem Aufwand wieder herstellen. Sorge bereiten dem Büro eher die 14 kaputten Schränke, die öffentlich zugänglich sind: „Zum Teil fehlen Abdeckungen, an manchen Stellen fallen die Türen aus dem Gehäuse. Und wieder an anderen Stellen bröckelt das Beton-Fundament", erklärte der von der Stadt beauftragte Fachplaner nun dem Bauausschuss. Hier sei Gefahr in Verzug, Monteure könnten seiner Aussage nach jederzeit einen Stromschlag bekommen. Den Handlungsbedarf hat die Politik erkannt und stimmt diesem auch zu.

Auf Ablehnung stößt dagegen der Vorschlag des Fachplaners, die Schaltzeiten über das Jahr von sechs auf insgesamt zwei zu reduzieren. „Mit der Änderung der Schaltzeiten haben wir so unsere Probleme. Die Zeiten sollten beibehalten werden", findet Jörg Horstmeier (SPD). Die anderen Fraktionen folgten diesem Votum. Denn die Schaltzeiten sollten den Ortsteilen individuelle Lösungen für besondere Anlässe bieten und seien mühevoll erarbeitet worden. Bisher kostet es allerdings rund 3.000 Euro pro Jahr, diese unterschiedlichen Schaltzeiten durch einen Monteur manuell einstellen zu lassen.

Deswegen sind Politik und Verwaltung auf der Suche nach einer intelligenten Lösung für die Schaltzeiten. Über eine Software könnten die Schaltkreise bequem aus dem Rathaus angesteuert werden, erklärte der Fachplaner. Dies würde allerdings weitere Kosten verursachen. 67.000 Euro etwa wären fällig, wenn ein externer Dienstleister die Software installieren und für die Unterhaltung sorgen würde. Knapp 10.000 Euro weniger wären es laut Fachplaner, wenn die Stadt selbst für die Software sorge. Dann müssten allerdings Mitarbeiter eigens geschult werden.

Für Stadt und Politik scheint eine der beiden Lösungen aber grundsätzlich vertretbar zu sein. Denn Ziel sei es, den Aufwand künftig herunterzufahren, betont der Technische Beigeordnete Stefan Mohme. Die SPD schlug vor, bei der Automatisierung der Schalttechnik die Stadtwerke Porta ins Boot zu holen. „Da lassen sich sicherlich Synergieeffekte nutzen", ist Horstmeier überzeugt. Die Stadt solle nun das Gespräch mit dem Tochterunternehmen suchen. Mohme gab zu bedenken, dass im Fall einer Kooperation aber sicherlich auch Personalkosten anfallen würden, die die Stadt bezahlen müsse.

Zunächst soll aber die vorgeschriebene technische Prüfung der einzelnen Schaltstellen folgen, um eventuelle weitere Mängel vor einer Instandsetzung zu finden. Die würde weitere rund 20.000 Euro kosten.

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