Auf Irrwegen zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal: Google führt erneut über falsche Route Thomas Lieske Porta Westfalica-Barkhausen. Autos mitten auf dem Wanderweg – dieses Bild zeigte sich zuletzt immer wieder auf dem Wittekindsberg rund um das Kaiser-Wilhelm-Denkmal. In mehreren Fällen fuhren Autos sogar von hinten an das Denkmal heran, um dort zu parken. Das Problem: Offenbar wurden alle Verkehrsteilnehmer vom Navigationsanbieter Google Maps fehlgeleitet. Nun hat sich auch Google auf eine MT-Anfrage aus der vergangenen Woche geäußert. Eine Sprecherin des Konzerns betont, dass Google die Nutzerinnen und Nutzer generell „ermutigt, die örtlichen Gesetze zu befolgen, aufmerksam im Straßenverkehr zu bleiben und ihr bestes Urteilsvermögen beim Fahren einzusetzen“. Nicht immer könne man den Navigationsdaten blind vertrauen. Denn gelegentlich komme es vor, „dass falsche Daten oder andere Fehler zu schlechten Wegbeschreibungen führen“, erklärt die Sprecherin. Wegbeschreibungen, die Autofahrer dann auf Wanderwege wie am Wittekindsberg führen. Das bedauere Google. Aktuell etwa führt eine für das Auto vorgegebene Route zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal über den Herrmann-Schmidt-Weg, der von der Kaiserstraße in den Wald abgeht. Dieser Weg ist allerdings offiziell als Wanderweg ausgeschildert – für den motorisierten Verkehr, der nicht zur Land- und Forstwirtschaft zählt, gilt dort ein Durchfahrtsverbot. „Wenn wir Fehler entdecken, arbeiten wir daran, diese so schnell wie möglich zu beheben“, sagt die Google-Sprecherin. Damit solche Fehler überhaupt entdeckt werden können, setzt der Konzern auch auf die Mithilfe der Nutzerinnen und Nutzer. „Zusätzlich geben wir unserer Nutzergemeinschaft die Möglichkeit, uns zu helfen, in dem sie Fehler über das Tool ,Problem melden‘ einreicht.“ Das geht online über die Homepage des Anbieters. Aktuell schlägt der Kartenanbieter übrigens nicht mehr den Weg über den Herrmann-Schmidt-Weg vor. Stattdessen leitet der Navigationsdienst Autos nun zum Parkplatz am Schützenhaus in Barkhausen – wieder eine falsche Route. Von dort aus sollen die Autofahrer dann zu Fuß zum Denkmal gehen. Das wiederum dürfte dem Schützenverein beim täglichen Fahrzeugaufkommen in Richtung Denkmal überhaupt nicht passen. Der Autoverkehr zum Denkmal stellt die Verantwortlichen der Sehenswürdigkeit seit der Wiedereröffnung nach dem Umbau des Areals vor große Herausforderungen. Deutlich mehr Besucher als zunächst erwartete reisen seit Sommer 2018 auf den Wittekindsberg. 230.000 waren es 2018, ein Jahr später nochmal 210.000 Besucher. Nur im vergangenen Jahr brach die Zahl – vermutlich aufgrund der verhängten Corona-Beschränkungen in der Öffentlichkeit und dem damit fehlenden Tourismus – ein: auf immerhin noch rund 150.000 Besucher. Viele der Tagestouristen reisen mit dem Auto an. Damit die Parkplätze am Denkmal nicht wie in den vergangenen beiden Jahren hoffnungslos überfüllt werden, richtete der Landschaftsverband Westfalen-Lippe einen Shuttle-Bus ein. Der ist kostenlos und wird durch die Parkplatzgebühr von fünf Euro am Denkmal subventioniert. Dennoch bleibt der Parkplatz bei gutem Wetter stark frequentiert. Teils musste das Ordnungsamt der Stadt Porta die Kaiserstraße im vergangenen Jahr sogar mit mobilen Sperrbaken und Personal – zeitweise war sogar ein Sicherheitsdienst eingesetzt – abriegeln. Nun hoffen Anwohner und Wanderer, dass die Navigationsdaten bei Google Maps schnell aktualisiert werden. Denn selbst wenn nur ein Bruchteil der Autofahrer die Wanderwege nutzen sollte, würde dort auch weiterhin zum Teil reger Verkehr herrschen.

Auf Irrwegen zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal: Google führt erneut über falsche Route

Seit Kurzem führt die von Google für Autofahrer vorgeschlagene Route zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal über das Schützenhaus in Barkhausen. Bis zuletzt war es noch der Wanderweg Hermann-Schmidt-Weg. Auch die Route übers Schützenhaus ist falsch. MT-Foto: Carsten Korfesmeyer © Carsten Korfesmeyer

Porta Westfalica-Barkhausen. Autos mitten auf dem Wanderweg – dieses Bild zeigte sich zuletzt immer wieder auf dem Wittekindsberg rund um das Kaiser-Wilhelm-Denkmal. In mehreren Fällen fuhren Autos sogar von hinten an das Denkmal heran, um dort zu parken. Das Problem: Offenbar wurden alle Verkehrsteilnehmer vom Navigationsanbieter Google Maps fehlgeleitet. Nun hat sich auch Google auf eine MT-Anfrage aus der vergangenen Woche geäußert.

Eine Sprecherin des Konzerns betont, dass Google die Nutzerinnen und Nutzer generell „ermutigt, die örtlichen Gesetze zu befolgen, aufmerksam im Straßenverkehr zu bleiben und ihr bestes Urteilsvermögen beim Fahren einzusetzen“. Nicht immer könne man den Navigationsdaten blind vertrauen. Denn gelegentlich komme es vor, „dass falsche Daten oder andere Fehler zu schlechten Wegbeschreibungen führen“, erklärt die Sprecherin. Wegbeschreibungen, die Autofahrer dann auf Wanderwege wie am Wittekindsberg führen. Das bedauere Google. Aktuell etwa führt eine für das Auto vorgegebene Route zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal über den Herrmann-Schmidt-Weg, der von der Kaiserstraße in den Wald abgeht. Dieser Weg ist allerdings offiziell als Wanderweg ausgeschildert – für den motorisierten Verkehr, der nicht zur Land- und Forstwirtschaft zählt, gilt dort ein Durchfahrtsverbot.

„Wenn wir Fehler entdecken, arbeiten wir daran, diese so schnell wie möglich zu beheben“, sagt die Google-Sprecherin. Damit solche Fehler überhaupt entdeckt werden können, setzt der Konzern auch auf die Mithilfe der Nutzerinnen und Nutzer. „Zusätzlich geben wir unserer Nutzergemeinschaft die Möglichkeit, uns zu helfen, in dem sie Fehler über das Tool ,Problem melden‘ einreicht.“ Das geht online über die Homepage des Anbieters.


Aktuell schlägt der Kartenanbieter übrigens nicht mehr den Weg über den Herrmann-Schmidt-Weg vor. Stattdessen leitet der Navigationsdienst Autos nun zum Parkplatz am Schützenhaus in Barkhausen – wieder eine falsche Route. Von dort aus sollen die Autofahrer dann zu Fuß zum Denkmal gehen. Das wiederum dürfte dem Schützenverein beim täglichen Fahrzeugaufkommen in Richtung Denkmal überhaupt nicht passen.

Der Autoverkehr zum Denkmal stellt die Verantwortlichen der Sehenswürdigkeit seit der Wiedereröffnung nach dem Umbau des Areals vor große Herausforderungen. Deutlich mehr Besucher als zunächst erwartete reisen seit Sommer 2018 auf den Wittekindsberg. 230.000 waren es 2018, ein Jahr später nochmal 210.000 Besucher. Nur im vergangenen Jahr brach die Zahl – vermutlich aufgrund der verhängten Corona-Beschränkungen in der Öffentlichkeit und dem damit fehlenden Tourismus – ein: auf immerhin noch rund 150.000 Besucher.

Viele der Tagestouristen reisen mit dem Auto an. Damit die Parkplätze am Denkmal nicht wie in den vergangenen beiden Jahren hoffnungslos überfüllt werden, richtete der Landschaftsverband Westfalen-Lippe einen Shuttle-Bus ein. Der ist kostenlos und wird durch die Parkplatzgebühr von fünf Euro am Denkmal subventioniert. Dennoch bleibt der Parkplatz bei gutem Wetter stark frequentiert. Teils musste das Ordnungsamt der Stadt Porta die Kaiserstraße im vergangenen Jahr sogar mit mobilen Sperrbaken und Personal – zeitweise war sogar ein Sicherheitsdienst eingesetzt – abriegeln.

Nun hoffen Anwohner und Wanderer, dass die Navigationsdaten bei Google Maps schnell aktualisiert werden. Denn selbst wenn nur ein Bruchteil der Autofahrer die Wanderwege nutzen sollte, würde dort auch weiterhin zum Teil reger Verkehr herrschen.

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