Anwohner können aufatmen - Stadt findet günstigere Alternative zur Sanierung der Lohfelder Straße Thomas Lieske Porta Westfalica-Lohfeld. Das monatelange Ringen um eine Lösung für die Sanierung der Lohfelder Straße könnte zu einem vergleichsweise günstigen Ende kommen. Und das dürfte vor allem die Anlieger der in Teilen noch zu sanierenden Straße aufatmen lassen. Sollten Haupt- und Finanzausschuss und der Rat ebenfalls grünes Licht geben, ist die teure Variante, die die Stadt zu Ausbaubeiträgen von Anwohnern gezwungen hätte, vom Tisch. Der einzige Nachteil: Die Arbeiten würden sich über mehrere Jahre und weitere Abschnitte ziehen. Vor der politischen Sommerpause sah in Lohfeld noch alles danach aus, dass die Politik womöglich ungewollt ihr Versprechen an die Bürgerinnen und Bürger brechen müsste. Der mehrere Millionen teure Bauabschnitt, der sich über mehr als zwei Kilometer zieht, war nämlich in seiner ursprünglichen Variante an hohe Fördergelder geknüpft. Fördergelder, so ließ vor einigen Wochen Portas Technischer Beigeordneter Stefan Mohme mehrfach durchblicken, seien nun mal an eine bestimmte Bauqualität gebunden. Und das wiederum hätte bedeutet, dass die Straße eben nicht nur oberflächlich, sondern grundhaft saniert worden wäre – damit wäre die Schwelle zur Erhebung von Anwohnerbeiträgen überschritten worden. Eine kommunalrechtliche Pflicht in NRW, um die die Stadt gar nicht herumgekommen wäre. Eine, die die Politik gezwungen hätte, von ihrem Versprechen, bei Straßensanierungen auf Ausbaubeiträge verzichten zu wollen, abzurücken. Die Sorge in den Fraktionen war bereits groß. Umso dringender formulierte die Politik vor der Sommerpause den Auftrag an die Verwaltung, kostengünstigere Alternativen zu erarbeiten. Eine solche Alternative liegt nun auf dem Tisch. Der Haken: Die Stadt muss ihren Antrag auf Fördermittel zurückziehen, weil die Qualität der Sanierung nicht ausreichen würde, um die Förderkriterien zu decken. Doch der Haken ist nur auf den ersten Blick ein Nachteil. Denn die Stadt hätte für die Fördermittel einen höheren Eigenanteil als Kofinanzierung aufbringen müssen, als sie nun im Alleingang für die neue Sanierungsvariante stemmen muss. Unterm Strich bleiben Baukosten von insgesamt rund 800.000 Euro, die die Stadt nun zu tragen hat. Für die Fördermittel hätte die Stadt mehr als eine Million Euro aufbringen müssen. Der zweite Bauabschnitt der Lohfelder Straße, der sich von der Langen bis zur Schaumburger Straße zieht, soll noch einmal in zwei Abschnitte unterteilt werden. Im kommenden Jahr wäre der Bereich zwischen Langer Straße und Autobahn 2 dran. Die geschätzten Kosten für diese Strecke liegen aktuell bei rund 120.000 Euro. Im Jahr 2023 wäre dann der längere Abschnitt zwischen Autobahn und Schaumburger Straße an der Reihe. Kostenpunkt: 670.000 Euro – nach heutigem Stand. Hier soll die Decke neu asphaltiert werden. Der Bereich zwischen Dickert- und Schaumburger Straße könnte insgesamt deutlich einfacher zu bauen sein. Hier plant die Stadt aufgrund des noch recht guten Zustandes der Fahrbahn, diese nur abzufräsen und lediglich eine vier Zentimeter hohe neue Deckschicht aufzutragen. Dort müssten die Bauarbeiter nicht an den Unterbau heran, hat sich bei den neuen Planungen ergeben. Die Fahrbahnbreite soll insgesamt gleich bleiben und wird sich zwischen 4,5 und sechs Metern bewegen – je nach Abschnitt der Lohfelder Straße. Der erste Teil der Lohfelder Straße ist fertiggestellt. Es ist eine der größten Straßenbaumaßnahmen der Stadt.

Anwohner können aufatmen - Stadt findet günstigere Alternative zur Sanierung der Lohfelder Straße

In diesem Abschnitt muss die Lohfelder Straße nur abgefräst werden. Dadurch spart die Stadt nicht nur eigenes Geld, sondern kann auch auf Anwohnerbeiträge verzichten. MT-Foto: Thomas Lieske © Thomas Lieske

Porta Westfalica-Lohfeld. Das monatelange Ringen um eine Lösung für die Sanierung der Lohfelder Straße könnte zu einem vergleichsweise günstigen Ende kommen. Und das dürfte vor allem die Anlieger der in Teilen noch zu sanierenden Straße aufatmen lassen. Sollten Haupt- und Finanzausschuss und der Rat ebenfalls grünes Licht geben, ist die teure Variante, die die Stadt zu Ausbaubeiträgen von Anwohnern gezwungen hätte, vom Tisch. Der einzige Nachteil: Die Arbeiten würden sich über mehrere Jahre und weitere Abschnitte ziehen.

Vor der politischen Sommerpause sah in Lohfeld noch alles danach aus, dass die Politik womöglich ungewollt ihr Versprechen an die Bürgerinnen und Bürger brechen müsste. Der mehrere Millionen teure Bauabschnitt, der sich über mehr als zwei Kilometer zieht, war nämlich in seiner ursprünglichen Variante an hohe Fördergelder geknüpft. Fördergelder, so ließ vor einigen Wochen Portas Technischer Beigeordneter Stefan Mohme mehrfach durchblicken, seien nun mal an eine bestimmte Bauqualität gebunden. Und das wiederum hätte bedeutet, dass die Straße eben nicht nur oberflächlich, sondern grundhaft saniert worden wäre – damit wäre die Schwelle zur Erhebung von Anwohnerbeiträgen überschritten worden. Eine kommunalrechtliche Pflicht in NRW, um die die Stadt gar nicht herumgekommen wäre. Eine, die die Politik gezwungen hätte, von ihrem Versprechen, bei Straßensanierungen auf Ausbaubeiträge verzichten zu wollen, abzurücken. Die Sorge in den Fraktionen war bereits groß. Umso dringender formulierte die Politik vor der Sommerpause den Auftrag an die Verwaltung, kostengünstigere Alternativen zu erarbeiten.

Eine solche Alternative liegt nun auf dem Tisch. Der Haken: Die Stadt muss ihren Antrag auf Fördermittel zurückziehen, weil die Qualität der Sanierung nicht ausreichen würde, um die Förderkriterien zu decken. Doch der Haken ist nur auf den ersten Blick ein Nachteil. Denn die Stadt hätte für die Fördermittel einen höheren Eigenanteil als Kofinanzierung aufbringen müssen, als sie nun im Alleingang für die neue Sanierungsvariante stemmen muss. Unterm Strich bleiben Baukosten von insgesamt rund 800.000 Euro, die die Stadt nun zu tragen hat. Für die Fördermittel hätte die Stadt mehr als eine Million Euro aufbringen müssen.


Der zweite Bauabschnitt der Lohfelder Straße, der sich von der Langen bis zur Schaumburger Straße zieht, soll noch einmal in zwei Abschnitte unterteilt werden. Im kommenden Jahr wäre der Bereich zwischen Langer Straße und Autobahn 2 dran. Die geschätzten Kosten für diese Strecke liegen aktuell bei rund 120.000 Euro.

Im Jahr 2023 wäre dann der längere Abschnitt zwischen Autobahn und Schaumburger Straße an der Reihe. Kostenpunkt: 670.000 Euro – nach heutigem Stand. Hier soll die Decke neu asphaltiert werden. Der Bereich zwischen Dickert- und Schaumburger Straße könnte insgesamt deutlich einfacher zu bauen sein. Hier plant die Stadt aufgrund des noch recht guten Zustandes der Fahrbahn, diese nur abzufräsen und lediglich eine vier Zentimeter hohe neue Deckschicht aufzutragen. Dort müssten die Bauarbeiter nicht an den Unterbau heran, hat sich bei den neuen Planungen ergeben. Die Fahrbahnbreite soll insgesamt gleich bleiben und wird sich zwischen 4,5 und sechs Metern bewegen – je nach Abschnitt der Lohfelder Straße. Der erste Teil der Lohfelder Straße ist fertiggestellt. Es ist eine der größten Straßenbaumaßnahmen der Stadt.

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