Ansturm auf Portas Impfzentrum: In Hausberge wird vor allem geboostert Stefan Lyrath Porta Westfalica-Hausberge (Ly). Warten auf die Spritze: Die Ersten stehen um 8.15 Uhr vor dem zum Impfzentrum umfunktionierten Gemeindehaus in Hausberge, fast zwei Stunden vor dem erwarteten Startschuss. Im Gepäck haben sie Klappstühle und Thermoskannen. Danach wird die Menschenschlange an diesem Sonntag immer länger. Bald schon führt sie um das große Gebäude mit der Sparkasse am Kirchsiek herum, weiter über die Ortsstraße bis zur Rückseite des evangelischen Gemeindehauses und von dort hinab zu dessen Eingang. „Mit diesem Ansturm haben wir nicht gerechnet", sagt Detlef Brand, Leiter des Sachgebietes Sicherheit und Ordnung in der Stadtverwaltung. Der Mindener Allgemeinmediziner Arndt Middelschulte und sein Team fangen bereits um kurz nach 9 Uhr mit dem Impfen an, eine Stunde früher als geplant. Der Kreis hat 400 Dosen Biontech zur Verfügung gestellt. Bei Halbzeit schätzt Detlef Brand, dass der Anteil von Booster-Impfungen bei mehr als 90 Prozent liegt. Erstimpfungen seien nur vereinzelt vorgekommen.  „Die Stimmung ist gut, alles läuft diszipliniert ab", stellt Bürgermeisterin Dr. Sonja Gerlach fest. Sie selbst verteilt Merkzettel an die Wartenden. Mitarbeiter des Ordnungsamtes sorgen dafür, dass alle sicher über die Straße kommen. Parkplätze gibt es genug, ein Verkehrschaos bleibt aus. Heike Matthies aus Lerbeck ist bereits um 8.30 in Hausberge, um sich ihre Booster-Impfung abzuholen, anderthalb Stunden vor dem offiziellen Beginn. Sie hat Wartezeit, eine Decke und heißen Tee mitgebracht. Heike Matthies arbeitet in einer Kindertagesstätte. „Immer mehr Kinder infizieren sich mit dem Corona-Virus. Die Impfung ist deshalb nicht nur ein Schutz für mich, sondern auch für die Kleinen", erklärt sie. „Ich hoffe, dass sich noch viele Menschen impfen lassen, damit wir die Pandemie endlich in den Griff kriegen." Am Ende der Schlange stehen Uschi Burkart und ihr Lebensgefährte Robert Borghardt, beide aus Porta. „Ich will mich nicht infizieren, nicht krank werden und keine anderen Menschen anstecken", fasst Uschi Burkart zusammen. Für Martina Steinmann, die ebenfalls auf ihre Spritze wartet, geht es auch darum, „mehr Freiheit zu kriegen". Die Einschränkungen für Nicht-Geimpfte findet sie richtig. Nach etwa viereinhalb Stunden sind in Hausberge 200 Menschen geimpft, die Hälfte also. Das Ordnungsamt ist zwischenzeitlich dazu übergegangen, Nummern zu verteilen, damit die Leute während der Wartezeit etwas anderes tun können. Kurz nach 13 Uhr geht Nummer 400 weg. Wer danach kommt, wird nach Hause geschickt. Ob es einen zweiten Impftermin im Gemeindehaus geben wird, steht noch nicht fest. „Wir würden gern weitermachen, aber das steht und fällt mit dem impfenden Arzt", sagt Detlef Brand. In dieser Woche sollen deshalb Gespräche mit Arndt Middelschulte und anderen Medizinern geführt werden. Denkbar wäre ein Termin am kommenden Sonntag. „Der Bedarf ist da", meint Brand. „Die Leute sind sehr denkbar, dass wir den Termin angeboten haben." Sandra und Martina Boberg kommen aus Barkhausen und Holzhausen. Beide sind Lehrerinnen. „Für uns ist Boostern wichtig, weil wir in unserem Arbeitsalltag mit vielen Menschen zu tun haben", betonen sie. „Wir schützen dadurch auch Kinder, die sich selbst nicht selbst nicht schützen können, weil sie noch nicht geimpft sind."

Ansturm auf Portas Impfzentrum: In Hausberge wird vor allem geboostert

Von der Ortsstraße führt die Menschenschlange hinunter zum Eingang des Gemeindehauses. Fotos: Stefan Lyrath

Porta Westfalica-Hausberge (Ly). Warten auf die Spritze: Die Ersten stehen um 8.15 Uhr vor dem zum Impfzentrum umfunktionierten Gemeindehaus in Hausberge, fast zwei Stunden vor dem erwarteten Startschuss. Im Gepäck haben sie Klappstühle und Thermoskannen.

Danach wird die Menschenschlange an diesem Sonntag immer länger. Bald schon führt sie um das große Gebäude mit der Sparkasse am Kirchsiek herum, weiter über die Ortsstraße bis zur Rückseite des evangelischen Gemeindehauses und von dort hinab zu dessen Eingang. „Mit diesem Ansturm haben wir nicht gerechnet", sagt Detlef Brand, Leiter des Sachgebietes Sicherheit und Ordnung in der Stadtverwaltung.

Der Mindener Allgemeinmediziner Arndt Middelschulte und sein Team fangen bereits um kurz nach 9 Uhr mit dem Impfen an, eine Stunde früher als geplant. Der Kreis hat 400 Dosen Biontech zur Verfügung gestellt. Bei Halbzeit schätzt Detlef Brand, dass der Anteil von Booster-Impfungen bei mehr als 90 Prozent liegt. Erstimpfungen seien nur vereinzelt vorgekommen. 

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Patrick Schwemmling

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„Die Stimmung ist gut, alles läuft diszipliniert ab", stellt Bürgermeisterin Dr. Sonja Gerlach fest. Sie selbst verteilt Merkzettel an die Wartenden. Mitarbeiter des Ordnungsamtes sorgen dafür, dass alle sicher über die Straße kommen. Parkplätze gibt es genug, ein Verkehrschaos bleibt aus.

Heike Matthies aus Lerbeck ist bereits um 8.30 in Hausberge, um sich ihre Booster-Impfung abzuholen, anderthalb Stunden vor dem offiziellen Beginn. Sie hat Wartezeit, eine Decke und heißen Tee mitgebracht. Heike Matthies arbeitet in einer Kindertagesstätte.

Heike Matthies bekommt ihre Booster-Impfung. Die Spritze wird von der Medizinischen Fachangestellten Sarah Prange gesetzt. - © Lyrath
Heike Matthies bekommt ihre Booster-Impfung. Die Spritze wird von der Medizinischen Fachangestellten Sarah Prange gesetzt. - © Lyrath

„Immer mehr Kinder infizieren sich mit dem Corona-Virus. Die Impfung ist deshalb nicht nur ein Schutz für mich, sondern auch für die Kleinen", erklärt sie. „Ich hoffe, dass sich noch viele Menschen impfen lassen, damit wir die Pandemie endlich in den Griff kriegen."

Am Ende der Schlange stehen Uschi Burkart und ihr Lebensgefährte Robert Borghardt, beide aus Porta. „Ich will mich nicht infizieren, nicht krank werden und keine anderen Menschen anstecken", fasst Uschi Burkart zusammen. Für Martina Steinmann, die ebenfalls auf ihre Spritze wartet, geht es auch darum, „mehr Freiheit zu kriegen". Die Einschränkungen für Nicht-Geimpfte findet sie richtig.

Nach etwa viereinhalb Stunden sind in Hausberge 200 Menschen geimpft, die Hälfte also. Das Ordnungsamt ist zwischenzeitlich dazu übergegangen, Nummern zu verteilen, damit die Leute während der Wartezeit etwas anderes tun können. Kurz nach 13 Uhr geht Nummer 400 weg. Wer danach kommt, wird nach Hause geschickt. Ob es einen zweiten Impftermin im Gemeindehaus geben wird, steht noch nicht fest.

„Wir würden gern weitermachen, aber das steht und fällt mit dem impfenden Arzt", sagt Detlef Brand. In dieser Woche sollen deshalb Gespräche mit Arndt Middelschulte und anderen Medizinern geführt werden. Denkbar wäre ein Termin am kommenden Sonntag. „Der Bedarf ist da", meint Brand. „Die Leute sind sehr denkbar, dass wir den Termin angeboten haben."

Sandra und Martina Boberg kommen aus Barkhausen und Holzhausen. Beide sind Lehrerinnen. „Für uns ist Boostern wichtig, weil wir in unserem Arbeitsalltag mit vielen Menschen zu tun haben", betonen sie. „Wir schützen dadurch auch Kinder, die sich selbst nicht selbst nicht schützen können, weil sie noch nicht geimpft sind."

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