Abstrich vor Möbelhaus: Porta Westfalica bekommt Corona-Schnelltestzentrum mit Drive-in-Schalter Thomas Lieske Porta Westfalica-Barkhausen. Jochen van Loh checkt seine Mails auf dem Smartphone. Im Minutentakt trudeln die Nachrichten derzeit ein. Die Versicherung hat sich gemeldet: Sie möchte wissen, ob die Bauzäune fest verankert werden, welche Schlösser verwendet werden, ob Kameras das Areal überwachen. „Da ist noch eine Menge zu tun", sagt der Rotkreuzleiter des DRK-Ortsvereins Barkhausen am Freitagmorgen. Denn in einer Woche, am kommenden Samstag, soll auf dem Parkplatz des Porta-Möbelhauses in Barkhausen ein Corona-Schnelltestzentrum an den Start gehen. Van Loh und das Team des Ortsvereins organisieren alles rund um die Infrastruktur. Montags bis samstags können dann zwischen 11 und 18 Uhr bis zu 1.000 Tests stattfinden. „Wir starten aber erstmal mit 200 bis 300", sagt Jochen van Loh. Denn in den ersten Tagen müsse sich der Ablauf einspielen. „Wir halten das sehr flexibel." Zwei Drive-In-Zelte wird es geben, dazu einen Schalter für Fußgänger. Bei Bedarf, erklärt van Loh, könne das DRK die Kapazitäten aber noch erweitern. Für einen Corona-Schnelltest können sich Interessierte zuvor online anmelden. Das Testergebnis soll nach 20, spätestens 30 Minuten vorliegen. Die Ehrenamtlichen aus Barkhausen sind für die gesamte Infrastruktur zuständig: Zelte beschaffen, Bauzäune zur Absicherung stellen, Tische, Stühle, Container besorgen. Die Liste ist lang. Und versichert werden muss das Ganze natürlich auch noch. Der Standort vor dem Stammhaus des Möbelunternehmens ist übrigens kein Zufall. „Porta-Möbel hat bereits an 13 anderen Standorten von Porta und Boss solche Schnelltestzentren", erzählt Holger Wetzel aus der Unternehmenskommunikation. „Uns ist es wichtig, spontane Testmöglichkeiten zu schaffen, damit wieder Leute auf die Straße gehen und die Zentren wieder belebt werden", sagt er. In Barkhausen, ist er sich sicher, werde das gesamte Einkaufszentrum davon profitieren. Wichtig sei ihm aber zu betonen, dass das Unternehmen an den Schnelltests nichts verdiene. Dafür springt eine private Organisation ein: die Firma Saniberia aus Bad Oeynhausen mit Geschäftsführer Esteban Roman Garcia, der auch Notarzt im Mühlenkreis ist. „Und uns war es wichtig, mit dem Roten Kreuz vor Ort zusammenzuarbeiten", betont Wetzel. Porta-Möbel stelle die Parkfläche und Versorgungsanschlüsse für Gas, Wasser und Strom kostenlos zur Verfügung. Für den Ortsverein Barkhausen sei das Testzentrum ein entscheidender Schritt, um in diesem Jahr zumindest ein bisschen Perspektive für den Verein zu bieten. „Im vergangenen Jahr hatten wir 80 Prozent finanziellen Ausfall", sagt Jochen van Loh. Mit dem Testzentrum gebe es die Möglichkeit, etwas Gutes zu tun und gleichzeitig zumindest ein wenig wieder reinzuholen. Portas Bürgermeisterin Dr. Sonja Gerlach (CDU) ist begeistert: „Ein weiteres, gut erreichbares und ortsnahes Testzentrum schafft eine größere Testkapazität und ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Normalität." In den vergangene Monaten sei deutlich geworden, dass die Tests zur Eindämmung der Pandemie unverzichtbar seien. Deshalb sei sie dem DRK Barkhausen „sehr dankbar", dass sich die Ehrenamtlichen so sehr für das Testzentrum eingesetzt haben. Testen lassen kann sich jeder. „Wir bieten auch Firmentestungen an", sagt van Loh. Unternehmen könnten dafür bestimmte Zeitkontingente buchen und dann das Personal schicken. Außerdem sollen auf dem Parkplatz auch PCR-Tests möglich sein. „Wir haben mehrere Meldestufen. bei einem positiven Schnelltest wird der Betroffene sofort per Telefon benachrichtigt", erklärt der Rotkreuzleiter. Zudem gebe es eine kurze Leitung zum Gesundheitsamt. Porta-Einrichtungsleiter Wolfgang Knop ist froh, nun auch am Stammsitz in Barkhausen eine solche breite Testmöglichkeit zu schaffen. Das biete eine echte Perspektive für die Belebung des gesamten Areals. Für ihn eine gute Nachricht nach dem Hin und Her vom Donnerstag, als die Entscheidung, Geschäfte im Mühlenkreis wieder ab Samstag zu öffnen, kurzfristig zurückgerufen wurde. „Wir hatten das gesamte Personal informiert und mussten nur elf Minuten später wieder zurückrudern", ärgert er sich. Mit dem Testzentrum schaue er nach diesem Ärger aber nach vorn.

Abstrich vor Möbelhaus: Porta Westfalica bekommt Corona-Schnelltestzentrum mit Drive-in-Schalter

Noch gibt es einiges zu besprechen. Doch die Vorfreude auf das Schnelltestzentrum auf dem Parkplatz von Porta-Möbel in Barkhausen bei Johann-Erich van Loh (von links), Jochen van Loh, Einrichtungsleiter Wolfgang Knop und dessen Stellvertreter Jan Frick ist groß. MT-Foto: Thomas Lieske © Thomas Lieske

Porta Westfalica-Barkhausen. Jochen van Loh checkt seine Mails auf dem Smartphone. Im Minutentakt trudeln die Nachrichten derzeit ein. Die Versicherung hat sich gemeldet: Sie möchte wissen, ob die Bauzäune fest verankert werden, welche Schlösser verwendet werden, ob Kameras das Areal überwachen. „Da ist noch eine Menge zu tun", sagt der Rotkreuzleiter des DRK-Ortsvereins Barkhausen am Freitagmorgen. Denn in einer Woche, am kommenden Samstag, soll auf dem Parkplatz des Porta-Möbelhauses in Barkhausen ein Corona-Schnelltestzentrum an den Start gehen. Van Loh und das Team des Ortsvereins organisieren alles rund um die Infrastruktur.

Montags bis samstags können dann zwischen 11 und 18 Uhr bis zu 1.000 Tests stattfinden. „Wir starten aber erstmal mit 200 bis 300", sagt Jochen van Loh. Denn in den ersten Tagen müsse sich der Ablauf einspielen. „Wir halten das sehr flexibel." Zwei Drive-In-Zelte wird es geben, dazu einen Schalter für Fußgänger. Bei Bedarf, erklärt van Loh, könne das DRK die Kapazitäten aber noch erweitern. Für einen Corona-Schnelltest können sich Interessierte zuvor online anmelden. Das Testergebnis soll nach 20, spätestens 30 Minuten vorliegen.

Die Ehrenamtlichen aus Barkhausen sind für die gesamte Infrastruktur zuständig: Zelte beschaffen, Bauzäune zur Absicherung stellen, Tische, Stühle, Container besorgen. Die Liste ist lang. Und versichert werden muss das Ganze natürlich auch noch.

Der Standort vor dem Stammhaus des Möbelunternehmens ist übrigens kein Zufall. „Porta-Möbel hat bereits an 13 anderen Standorten von Porta und Boss solche Schnelltestzentren", erzählt Holger Wetzel aus der Unternehmenskommunikation. „Uns ist es wichtig, spontane Testmöglichkeiten zu schaffen, damit wieder Leute auf die Straße gehen und die Zentren wieder belebt werden", sagt er. In Barkhausen, ist er sich sicher, werde das gesamte Einkaufszentrum davon profitieren. Wichtig sei ihm aber zu betonen, dass das Unternehmen an den Schnelltests nichts verdiene. Dafür springt eine private Organisation ein: die Firma Saniberia aus Bad Oeynhausen mit Geschäftsführer Esteban Roman Garcia, der auch Notarzt im Mühlenkreis ist. „Und uns war es wichtig, mit dem Roten Kreuz vor Ort zusammenzuarbeiten", betont Wetzel. Porta-Möbel stelle die Parkfläche und Versorgungsanschlüsse für Gas, Wasser und Strom kostenlos zur Verfügung.

Für den Ortsverein Barkhausen sei das Testzentrum ein entscheidender Schritt, um in diesem Jahr zumindest ein bisschen Perspektive für den Verein zu bieten. „Im vergangenen Jahr hatten wir 80 Prozent finanziellen Ausfall", sagt Jochen van Loh. Mit dem Testzentrum gebe es die Möglichkeit, etwas Gutes zu tun und gleichzeitig zumindest ein wenig wieder reinzuholen. Portas Bürgermeisterin Dr. Sonja Gerlach (CDU) ist begeistert: „Ein weiteres, gut erreichbares und ortsnahes Testzentrum schafft eine größere Testkapazität und ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Normalität." In den vergangene Monaten sei deutlich geworden, dass die Tests zur Eindämmung der Pandemie unverzichtbar seien. Deshalb sei sie dem DRK Barkhausen „sehr dankbar", dass sich die Ehrenamtlichen so sehr für das Testzentrum eingesetzt haben.

Testen lassen kann sich jeder. „Wir bieten auch Firmentestungen an", sagt van Loh. Unternehmen könnten dafür bestimmte Zeitkontingente buchen und dann das Personal schicken. Außerdem sollen auf dem Parkplatz auch PCR-Tests möglich sein. „Wir haben mehrere Meldestufen. bei einem positiven Schnelltest wird der Betroffene sofort per Telefon benachrichtigt", erklärt der Rotkreuzleiter. Zudem gebe es eine kurze Leitung zum Gesundheitsamt.

Porta-Einrichtungsleiter Wolfgang Knop ist froh, nun auch am Stammsitz in Barkhausen eine solche breite Testmöglichkeit zu schaffen. Das biete eine echte Perspektive für die Belebung des gesamten Areals. Für ihn eine gute Nachricht nach dem Hin und Her vom Donnerstag, als die Entscheidung, Geschäfte im Mühlenkreis wieder ab Samstag zu öffnen, kurzfristig zurückgerufen wurde. „Wir hatten das gesamte Personal informiert und mussten nur elf Minuten später wieder zurückrudern", ärgert er sich. Mit dem Testzentrum schaue er nach diesem Ärger aber nach vorn.

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