380 Kilogramm Akten aus dem Stadtarchiv Porta werden gereinigt Porta Westfalica (mt/lies). Das historische Stadtarchiv Porta Westfalica hat eine Förderung des Archivamtes des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) erhalten. 1.900 Euro fließen vom LWL nach Porta, die Stadt gibt nochmal 5.000 Euro dazu, sodass in diesem Jahr 6.900 Euro für den Erhalt der eingelagerten Materialien zur Verfügung stehen. „Die Förderung durch das Land ist Unterstützung und Signal zugleich, für die Bewahrung der Vergangenheit in unseren Archiven zu sorgen“, freut sich Carsten Dierks, Sachgebietsleiter der Inneren Verwaltung. Er sei froh, dass sich Susanne Sieker und Jörg Bambach „so engagiert um unser historisches Stadtarchiv kümmern. Sie haben sehr viel Bewegung gebracht.“ Das LWL-Archivamt koordiniert den Substanzerhalt von historischem Archivgut. Oftmals geht es darum, das Material zu entsäuern. Manchmal muss Archivgut aus restauriert oder von Schädlingen befreit werden. Zum Substanzerhalt des Stadtarchivs Porta Westfalica stellt Restauratorin Sabrina Heumüller fest: „Die Ortsbesichtigung im Mai 2021 hat ergeben, dass die Räumlichkeiten des Stadtarchivs der Stadt Porta Westfalica geeignet sind für die Lagerung des Archivguts.“ Eine gute Voraussetzung, um den Substanzerhalt finanziell zu fördern. „Wir planen im Zeitraum von etwa fünf Jahren etwa 800 Kartons mit Archivakten aus den Jahren 1850 bis 1970 durch Reinigung und Entsäuerung zu konservieren. Die Archivalien sind derzeit noch in einem guten Zustand, so dass die Entsäuerung nach der Reinigung problemlos möglich ist“, erklärt Heumüller. In Porta hat die Reinigung bereits begonnen: Mit den Mitteln des LWL werden 380 Kilogramm Akten bzw. rund 120 Aktenkartons entsäuert und neu verpackt. In der Förderung enthalten ist die Dekontaminierung, Reinigung und Neuverpackung von fünf schimmelverdächtigen Akten. Die ersten Kartons wurden am 1. Juni abgeholt, der Rest am Mittwoch. „Wir haben mit einer wichtigen, unaufschiebbaren Arbeit begonnen. Wenn wir jetzt nicht handeln, besteht die Gefahr, dass sich die Archivakten aufzulösen beginnen durch den Säuregehalt und durch Verschmutzung“, sagt Susanne Sieker.
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380 Kilogramm Akten aus dem Stadtarchiv Porta werden gereinigt

Freuen sich über die Zuwendung: Jörg Bambach (von links), Restauratorin Sabrina Heumüller, Carsten Dierks und Susanne Sieker. Foto: Stadt Porta © Stadt Porta Westfalica

Porta Westfalica (mt/lies). Das historische Stadtarchiv Porta Westfalica hat eine Förderung des Archivamtes des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) erhalten. 1.900 Euro fließen vom LWL nach Porta, die Stadt gibt nochmal 5.000 Euro dazu, sodass in diesem Jahr 6.900 Euro für den Erhalt der eingelagerten Materialien zur Verfügung stehen.

„Die Förderung durch das Land ist Unterstützung und Signal zugleich, für die Bewahrung der Vergangenheit in unseren Archiven zu sorgen“, freut sich Carsten Dierks, Sachgebietsleiter der Inneren Verwaltung. Er sei froh, dass sich Susanne Sieker und Jörg Bambach „so engagiert um unser historisches Stadtarchiv kümmern. Sie haben sehr viel Bewegung gebracht.“

Das LWL-Archivamt koordiniert den Substanzerhalt von historischem Archivgut. Oftmals geht es darum, das Material zu entsäuern. Manchmal muss Archivgut aus restauriert oder von Schädlingen befreit werden.

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Zum Substanzerhalt des Stadtarchivs Porta Westfalica stellt Restauratorin Sabrina Heumüller fest: „Die Ortsbesichtigung im Mai 2021 hat ergeben, dass die Räumlichkeiten des Stadtarchivs der Stadt Porta Westfalica geeignet sind für die Lagerung des Archivguts.“ Eine gute Voraussetzung, um den Substanzerhalt finanziell zu fördern. „Wir planen im Zeitraum von etwa fünf Jahren etwa 800 Kartons mit Archivakten aus den Jahren 1850 bis 1970 durch Reinigung und Entsäuerung zu konservieren. Die Archivalien sind derzeit noch in einem guten Zustand, so dass die Entsäuerung nach der Reinigung problemlos möglich ist“, erklärt Heumüller.

In Porta hat die Reinigung bereits begonnen: Mit den Mitteln des LWL werden 380 Kilogramm Akten bzw. rund 120 Aktenkartons entsäuert und neu verpackt. In der Förderung enthalten ist die Dekontaminierung, Reinigung und Neuverpackung von fünf schimmelverdächtigen Akten. Die ersten Kartons wurden am 1. Juni abgeholt, der Rest am Mittwoch. „Wir haben mit einer wichtigen, unaufschiebbaren Arbeit begonnen. Wenn wir jetzt nicht handeln, besteht die Gefahr, dass sich die Archivakten aufzulösen beginnen durch den Säuregehalt und durch Verschmutzung“, sagt Susanne Sieker.

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