Update: Krisenstab ordnet nach Corona-Ausbruch in Seniorenheim in Porta Besuchsverbot an Thomas Lieske Porta Westfalica. In der Seniorenresidenz Weserbergland in Porta Westfalica hat es einen größeren Corona-Ausbruch gegeben. Diese MT-Information hat Kreissprecherin Mirjana Lenz nun bestätigt. Wie Lenz mitteilt, sind derzeit 20 Bewohner und zehn Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. „Die WTG-Behörde des Kreises (Wohn- und Teilhabegesetz NRW) befindet sich in enger Abstimmung mit der Leitung der Seniorenresidenz Weserbergland", erklärt die Kreissprecherin. Noch am Sonntag habe der Krisenstab des Kreises „aufgrund der angespannten Lage in der Einrichtung" zusätzliche Maßnahmen für die Einrichtung angeordnet. Viele Maßnahmen empfiehlt das Robert-Koch-Institut, je nach Ausmaß des Ausbruchs. Der Krisenstab des Kreises hat laut Sprecherin Sabine Ohnesorge am Sonntag noch eine Reihe weiterer Anordnungen erlassen. Dazu gehört unter anderem ein generelles Besuchsverbot für angehörige. Außerdem sind die Wohnbereiche des Pflegeheimes nach positiv und negativ Getesteten getrennt worden, um weitere Ansteckungen einzudämmen. Und das Personal musste anders eingeteilt werden, um die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner sicherzustellen. Für das Heim gelten seit dem Wochenende noch strengere Hygienebestimmungen als bisher üblich. Zudem sei die Behörde vor Ort gewesen, um sich ein Bild der angespannten Lage zu machen. Der Krisenstab habe dem Heim seine Unterstützung angeboten. Die Senioren-Einrichtung selbst hat auf eine MT-Anfrage bisher nicht reagiert. Eine erste Reihe von Corona-Tests unter Bewohnern und Mitarbeitern habe es bereits gegeben. „Weitere folgen in den nächsten Tagen", sagt Mirjana Lenz. Dann könnten weitere Fälle hinzukommen, weil das Virus eine gewisse Zeit benötigt, um nachweisbar zu sein und auszubrechen. Experten sprechen von der sogenannten Inkubationszeit. Angespannt ist auch die allgemeine Corona-Lage in der Stadt. Am Sonntag wies Porta Westfalica eine 7-Tage-Inzidenz von mehr als 245 auf. Heißt: Es gab mit 89 neuen Fällen innerhalb einer Woche hochgerechnet auf 100.000 Einwohner mehr als 245 Ansteckungen binnen einer Woche. Damit liegt Porta über dem Kreisdurchschnitt von am Sonntag 225. Eine der Ursachen für den hohen Inzidenzwert dürfte der Massenausbruch in der Weserbergland-Residenz sein. Am Montag lag die Inzidenz für sieben Tage nach MT-Berechnungen dann bei 220. Damit liegt die Stadt noch immer deutlich über der kritischen Grenze von 200, wonach Kommunen als Hotspot gelten. Die Statistik des Kreises Minden-Lübbecke weist für die Stadt derzeit 602 laborbestätigte Fälle seit Beginn der Testungen im Frühjahr aus. Insgesamt sind bisher neun Portanerinnen und Portaner im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben – allein drei Todesfälle im Stadtgebiet kamen seit dem 8. Januar dazu, der letzte wurde am 10. Januar registriert.

Update: Krisenstab ordnet nach Corona-Ausbruch in Seniorenheim in Porta Besuchsverbot an

In der Seniorenresidenz Weserbergland sind mindestens 20 Bewohner und zehn Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. © imago images/Karina Hessland

Porta Westfalica. In der Seniorenresidenz Weserbergland in Porta Westfalica hat es einen größeren Corona-Ausbruch gegeben. Diese MT-Information hat Kreissprecherin Mirjana Lenz nun bestätigt. Wie Lenz mitteilt, sind derzeit 20 Bewohner und zehn Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden.

„Die WTG-Behörde des Kreises (Wohn- und Teilhabegesetz NRW) befindet sich in enger Abstimmung mit der Leitung der Seniorenresidenz Weserbergland", erklärt die Kreissprecherin. Noch am Sonntag habe der Krisenstab des Kreises „aufgrund der angespannten Lage in der Einrichtung" zusätzliche Maßnahmen für die Einrichtung angeordnet. Viele Maßnahmen empfiehlt das Robert-Koch-Institut, je nach Ausmaß des Ausbruchs.

Der Krisenstab des Kreises hat laut Sprecherin Sabine Ohnesorge am Sonntag noch eine Reihe weiterer Anordnungen erlassen. Dazu gehört unter anderem ein generelles Besuchsverbot für angehörige. Außerdem sind die Wohnbereiche des Pflegeheimes nach positiv und negativ Getesteten getrennt worden, um weitere Ansteckungen einzudämmen. Und das Personal musste anders eingeteilt werden, um die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner sicherzustellen.

Für das Heim gelten seit dem Wochenende noch strengere Hygienebestimmungen als bisher üblich. Zudem sei die Behörde vor Ort gewesen, um sich ein Bild der angespannten Lage zu machen. Der Krisenstab habe dem Heim seine Unterstützung angeboten. Die Senioren-Einrichtung selbst hat auf eine MT-Anfrage bisher nicht reagiert.

Eine erste Reihe von Corona-Tests unter Bewohnern und Mitarbeitern habe es bereits gegeben. „Weitere folgen in den nächsten Tagen", sagt Mirjana Lenz. Dann könnten weitere Fälle hinzukommen, weil das Virus eine gewisse Zeit benötigt, um nachweisbar zu sein und auszubrechen. Experten sprechen von der sogenannten Inkubationszeit. Angespannt ist auch die allgemeine Corona-Lage in der Stadt. Am Sonntag wies Porta Westfalica eine 7-Tage-Inzidenz von mehr als 245 auf. Heißt: Es gab mit 89 neuen Fällen innerhalb einer Woche hochgerechnet auf 100.000 Einwohner mehr als 245 Ansteckungen binnen einer Woche. Damit liegt Porta über dem Kreisdurchschnitt von am Sonntag 225. Eine der Ursachen für den hohen Inzidenzwert dürfte der Massenausbruch in der Weserbergland-Residenz sein. Am Montag lag die Inzidenz für sieben Tage nach MT-Berechnungen dann bei 220. Damit liegt die Stadt noch immer deutlich über der kritischen Grenze von 200, wonach Kommunen als Hotspot gelten.

Die Statistik des Kreises Minden-Lübbecke weist für die Stadt derzeit 602 laborbestätigte Fälle seit Beginn der Testungen im Frühjahr aus. Insgesamt sind bisher neun Portanerinnen und Portaner im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben – allein drei Todesfälle im Stadtgebiet kamen seit dem 8. Januar dazu, der letzte wurde am 10. Januar registriert.

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