100 Seiten für den guten Zweck: Fotobuch aus Porta Westfalica soll in Afrika helfen Dirk Haunhorst Porta Westfalica/Minden. Die Geschichte mit dem Marathon-Huhn hat Birgit Meier-Mundhenke nicht vergessen. Sie war bei einem offiziellen Empfang in Namibia, als es Huhn gab und sie fast nichts essen konnte. „Marathon-Hühner“ laufen viel, deshalb ist ihr Muskelfleisch recht fest und für europäische Münder eine zähe Angelegenheit, wenn das Huhn nicht lange genug im Topf war. „Marathon-Kauen“ ist dann die Folge. Meier-Mundhenke verließ den Empfang hungrig. Das Geschichte vom Marathon-Huhn wird einen gebührenden Platz in dem Buch erhalten, an dem Meier-Mundhenke zurzeit arbeitet. „Es handelt sich um ein Fotowandbuch für und mit Kindern“, erklärt die Vorsitzende des Verein „Pinocchio für Afrikas Kinder“. Der Erlös aus dem Buchverkauf soll den Hilfsprojekten in Namibia zugute kommen, um die sich „Pinocchio“ seit mehr als anderthalb Jahrzehnten kümmert. Dazu zählen Bildungsprojekte wie aktuell die Errichtung einer Vorschule in Omhedi im Norden Namibias, wo Pinocchio bereits einen Kindergarten gebaut hat. In den vergangenen Jahren produzierte der Verein regelmäßig Benefiz-Jahreskalender, auf denen Tier- und Landschaftsmotive zu sehen waren. Die Kalender verkauften sich zwar gut, seien aber nichts für Kinder. „Die finden so etwas eher langweilig“, sagt Meier-Mundhenke. Und so überlegte sie gemeinsam mit dem Fotografen Stefan Knauer und dem Grafikdesigner Jan Herrmannsen, die seit Jahren Pinocchio unterstützen, wie die junge Generation stärker für Afrika, speziell Namibia, interessiert werden kann. Es entstand die Idee zu einem Benefiz-Fotobuch im Kalenderformat, das Wissenswertes kindgerecht aufbereitet, aber auch für Erwachsene lesenswert sein soll. Eine wichtige Rolle spielen dabei Paul und Liv, zwei Enkel von Birgit Meier-Mundhenke. Sie tauchen in den Geschichten auf, die ihre Oma während ihres zehnjährigen Namibia-Aufenthalts erlebt hat. Die Kinder (acht und zwölf Jahre) waren noch nie in dem Land, sind aber ganz fasziniert, sobald ihre Großmutter von Namibia berichtet. Wenn sie zusammen sind, kommt oft die Aufforderung der Enkel: „Ommo, erzähl uns von Afrika!“ Mit Liv und Paul, die am Buch mitarbeiten, sollen sich die jungen Leser identifizieren. Das Fotobuch, das wie ein Kalender an die Wand gehängt werden kann, soll auf mehr als hundert Seiten Geschichten, Bastelideen, Rezepte und mehr bündeln und überdies Touristen, die eine Namibia-Reise planen, wertvolle Tipps geben. Solch eine für Kinder und Erwachsene gleichermaßen geeignete Mischung aus Information, Unterhaltung und schönen Bildern gebe es bislang nicht, sagt Meier-Mundhenke. Noch bleibt viel Arbeit, damit das Buch möglichst vor Weihachten fertig wird. Die Autorin plant eine Auflage von etwa 500 Stück, der Verkaufspreis steht noch nicht fest, Meier-Mundhenke sucht Sponsoren, die sich an den Druckkosten beteiligen. Ideen für eine Weiterentwicklung des Benefizprojektes hat Birgit Meier-Mundhenke längst. Sie träumt von einem interaktiven Fotobuch, „weil sich Kinder nun einmal besonders stark für die neuen Medien interessieren“. Doch zunächst einmal werden die Reiseabenteuer der Autorin, betrachtet durch Kinderaugen, ganz klassisch in Papierform erscheinen. Weitere Informationen: www.afrikaskinder.com

100 Seiten für den guten Zweck: Fotobuch aus Porta Westfalica soll in Afrika helfen

Die Autorin sichtet Fotomaterial; angesichts der großen Auswahl keine leichte Aufgabe. © MT-Foto: Dirk Haunhorst

Porta Westfalica/Minden. Die Geschichte mit dem Marathon-Huhn hat Birgit Meier-Mundhenke nicht vergessen. Sie war bei einem offiziellen Empfang in Namibia, als es Huhn gab und sie fast nichts essen konnte. „Marathon-Hühner“ laufen viel, deshalb ist ihr Muskelfleisch recht fest und für europäische Münder eine zähe Angelegenheit, wenn das Huhn nicht lange genug im Topf war. „Marathon-Kauen“ ist dann die Folge. Meier-Mundhenke verließ den Empfang hungrig.

Das Geschichte vom Marathon-Huhn wird einen gebührenden Platz in dem Buch erhalten, an dem Meier-Mundhenke zurzeit arbeitet. „Es handelt sich um ein Fotowandbuch für und mit Kindern“, erklärt die Vorsitzende des Verein „Pinocchio für Afrikas Kinder“. Der Erlös aus dem Buchverkauf soll den Hilfsprojekten in Namibia zugute kommen, um die sich „Pinocchio“ seit mehr als anderthalb Jahrzehnten kümmert. Dazu zählen Bildungsprojekte wie aktuell die Errichtung einer Vorschule in Omhedi im Norden Namibias, wo Pinocchio bereits einen Kindergarten gebaut hat.

In den vergangenen Jahren produzierte der Verein regelmäßig Benefiz-Jahreskalender, auf denen Tier- und Landschaftsmotive zu sehen waren. Die Kalender verkauften sich zwar gut, seien aber nichts für Kinder. „Die finden so etwas eher langweilig“, sagt Meier-Mundhenke. Und so überlegte sie gemeinsam mit dem Fotografen Stefan Knauer und dem Grafikdesigner Jan Herrmannsen, die seit Jahren Pinocchio unterstützen, wie die junge Generation stärker für Afrika, speziell Namibia, interessiert werden kann. Es entstand die Idee zu einem Benefiz-Fotobuch im Kalenderformat, das Wissenswertes kindgerecht aufbereitet, aber auch für Erwachsene lesenswert sein soll.

Eine wichtige Rolle spielen dabei Paul und Liv, zwei Enkel von Birgit Meier-Mundhenke. Sie tauchen in den Geschichten auf, die ihre Oma während ihres zehnjährigen Namibia-Aufenthalts erlebt hat. Die Kinder (acht und zwölf Jahre) waren noch nie in dem Land, sind aber ganz fasziniert, sobald ihre Großmutter von Namibia berichtet. Wenn sie zusammen sind, kommt oft die Aufforderung der Enkel: „Ommo, erzähl uns von Afrika!“

Mit Liv und Paul, die am Buch mitarbeiten, sollen sich die jungen Leser identifizieren. Das Fotobuch, das wie ein Kalender an die Wand gehängt werden kann, soll auf mehr als hundert Seiten Geschichten, Bastelideen, Rezepte und mehr bündeln und überdies Touristen, die eine Namibia-Reise planen, wertvolle Tipps geben. Solch eine für Kinder und Erwachsene gleichermaßen geeignete Mischung aus Information, Unterhaltung und schönen Bildern gebe es bislang nicht, sagt Meier-Mundhenke.

Noch bleibt viel Arbeit, damit das Buch möglichst vor Weihachten fertig wird. Die Autorin plant eine Auflage von etwa 500 Stück, der Verkaufspreis steht noch nicht fest, Meier-Mundhenke sucht Sponsoren, die sich an den Druckkosten beteiligen.

Ideen für eine Weiterentwicklung des Benefizprojektes hat Birgit Meier-Mundhenke längst. Sie träumt von einem interaktiven Fotobuch, „weil sich Kinder nun einmal besonders stark für die neuen Medien interessieren“. Doch zunächst einmal werden die Reiseabenteuer der Autorin, betrachtet durch Kinderaugen, ganz klassisch in Papierform erscheinen.

Weitere Informationen: www.afrikaskinder.com

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Porta Westfalica