Zwischenlager: Initiative "Biss Leese" fordert Messungen in der Halle Eckert & Ziegler: „Wir nehmen Sorgen ernst“ Oliver Plöger Leese/Petershagen (mt). Die Bürgerinitiative Biss Leese fordert Strahlenmessungen nicht nur am Zaun des Zwischenlagers. Das macht Biss-Sprecher Holger Grossmann jetzt deutlich. „Wir wollen, dass nicht nur am Zaun gemessen wird, sondern auch in den Hallen“, so Grossmann nach der gestrigen MT-Berichterstattung. Vor allem sei auch die Abluft, die in etwa 15 Metern Höhe entsorgt werde, zu messen. Grossmann: „Vielleicht kommt am Zaun auch gar nichts mehr runter.“ Außerdem: Wie verhält es sich mit der Strahlung, wenn die Türen zum Ein- und Auslagern geöffnet werden?“„Wir nehmen die Sorgen der Anwohner ernst“, reagierte Karolin Riehle, Sprecherin der Firma Eckert & Ziegler, die das Zwischenlager in Leese betreibt. Jedoch: „Selbst wenn wir die Grenzwerte voll ausschöpften, wäre die Strahlung noch immer niedriger als die natürliche Strahlung in den meisten Teilen von Bayern, Baden-Württemberg oder Sachsen.“Das Messverfahren erklärt die Firmensprecherin so: „Die Dosis am Anlagenzaun in Leese wird in mehreren vorab definierten Segmenten mit Dosimetern gemessen. In jedem Segment hängt ein Dosimeter, das über einen Zeitraum eines Quartals die Dosis integriert. Die Dosimeter werden anschließend von einer unabhängigen Messstelle ausgewertet.“Die zu messenden Werte seien so gering, dass sie sich kaum von der natürlichen Untergrundstrahlung abheben. Riehle: „Somit ist es nicht möglich, tagesaktuell mit der erforderlichen Genauigkeit zu messen.“ Und weiter: „Innerhalb des Geländes führen wir selbstverständlich bei jeder Ein-/Aus- oder Umlagerung prozessbegleitende Dosisleistungsmessungen durch.“ Dabei handele es sich um Echtzeitmessungen.Die Bürgerinitiative, die von der Petershäger Gruppe „Stoppt den Giftmüll“ unterstützt wird, bleibt skeptisch. Holger Grossmann wünscht sich insgesamt eine bessere Transparenz.

Zwischenlager: Initiative "Biss Leese" fordert Messungen in der Halle

Leese/Petershagen (mt). Die Bürgerinitiative Biss Leese fordert Strahlenmessungen nicht nur am Zaun des Zwischenlagers. Das macht Biss-Sprecher Holger Grossmann jetzt deutlich.

„Wir wollen, dass nicht nur am Zaun gemessen wird, sondern auch in den Hallen“, so Grossmann nach der gestrigen MT-Berichterstattung. Vor allem sei auch die Abluft, die in etwa 15 Metern Höhe entsorgt werde, zu messen. Grossmann: „Vielleicht kommt am Zaun auch gar nichts mehr runter.“ Außerdem: Wie verhält es sich mit der Strahlung, wenn die Türen zum Ein- und Auslagern geöffnet werden?“

„Wir nehmen die Sorgen der Anwohner ernst“, reagierte Karolin Riehle, Sprecherin der Firma Eckert & Ziegler, die das Zwischenlager in Leese betreibt. Jedoch: „Selbst wenn wir die Grenzwerte voll ausschöpften, wäre die Strahlung noch immer niedriger als die natürliche Strahlung in den meisten Teilen von Bayern, Baden-Württemberg oder Sachsen.“

Das Messverfahren erklärt die Firmensprecherin so: „Die Dosis am Anlagenzaun in Leese wird in mehreren vorab definierten Segmenten mit Dosimetern gemessen. In jedem Segment hängt ein Dosimeter, das über einen Zeitraum eines Quartals die Dosis integriert. Die Dosimeter werden anschließend von einer unabhängigen Messstelle ausgewertet.“

Die zu messenden Werte seien so gering, dass sie sich kaum von der natürlichen Untergrundstrahlung abheben. Riehle: „Somit ist es nicht möglich, tagesaktuell mit der erforderlichen Genauigkeit zu messen.“ Und weiter: „Innerhalb des Geländes führen wir selbstverständlich bei jeder Ein-/Aus- oder Umlagerung prozessbegleitende Dosisleistungsmessungen durch.“ Dabei handele es sich um Echtzeitmessungen.

Die Bürgerinitiative, die von der Petershäger Gruppe „Stoppt den Giftmüll“ unterstützt wird, bleibt skeptisch. Holger Grossmann wünscht sich insgesamt eine bessere Transparenz.

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