Zu Fuß und per Rad: Tag des offenen Denkmals rund um den Schaumburger Wald Petershagen-Frille (mt/hy). Der Tag des offenen Denkmals wird von der Schaumburger Landschaft alle sieben Jahren wechselnd in Schwerpunktregionen angeboten – in diesem Jahr rund um den Schaumburger Wald. Im vergangenen Jahr wurde er wegen Corona abgesagt, in diesem Jahr sind am Sonntag, 12. September, von 10 bis 18 Uhr die gültigen Hygieneregeln einzuhalten – so auch bei diesen Veranstaltungen im Raum Petershagen. Die evangelische Kirche in Frille, Freithof 1, ist ab 12 Uhr geöffnet. Um 12.30 und 15.30 Uhr finden Führungen statt. Gemeindemitglieder servieren Getränke. Ein geschichtlicher Informationsstand wird ab 12 Uhr im Foyer zu sehen sein. Dort präsentiert Horst Kiekhäfer großflächig eine neue Karte, wie der Urwald in den Kreisen Schaumburg und Minden-Lübbecke vor mehr als 800 Jahren ausgesehen haben könnte. Außerdem wird eine Fahrradroute angeboten, die seit 25 Jahren von Horst Kiekhäfer aus Minden geplant und ausgeschildert wird. Sie führt von Denkmal zu Denkmal, zum Beispiel zum Mausoleum von Graf Wilhelm im Schaumburger Wald mit umgestaltetem Ruhegarten, zum mittelalterlichen Landwehrwall und zum jüdischen Friedhof. Am jüdischen Friedhof, Friller Brink, werden zwischen 10 und 18 Uhr Führungen und Informationen zur Geschichte nach Bedarf angeboten. Gerade bei den Denkmalen im und um den Schaumburger Wald wird die enge Beziehung zwischen Landschaft und Gebäuden deutlich sowie der ständige Wandel, dem beide unterliegen, heißt es in der Ankündigung zum Tag des offenen Denkmals. Dies zeigt sich insbesondere bei der Umnutzung von Bauernhöfen. Der Reiz vieler Denkmale liegt gerade im Zusammenspiel der Bauphasen mehrerer Epochen und auch neuer Nutzungen. Auch in der landschaftsgestaltenden Land- und Forstwirtschaft haben sich die Bewirtschaftungsformen ständig weiterentwickelt. So hat sich der Wald durch menschliches Zutun vom Urwald über den Hudewald mit landwirtschaftlicher Prägung bis zum heutigen Wirtschaftswald in vielfältigster Weise gewandelt, und dies trifft auch auf die bei ihm liegenden Dörfer zu. Auch in anderen Ortschaften von Meinsen bis Wiedensahl und Hülshagen gibt es viel zu entdecken. Museen, Ausstellungen, Fachwerkhäuser, Kirchen können besichtigt werden. Offen ist von 10 bis 18 Uhr die Alte Schule Wietersheim von 1780, hier ist eine Ausstellung mit alten Ansichtskarten aus den 1920er Jahren zu sehen. Weitere Landartstationen sind offen: Ilser Webstube, Alte Synagoge, Glashütte Gernheim (16 bis 18 Uhr Gartenfest mit italienischen Schlagern zum Ausstellungsende). schaumburgerlandschaft.de, muehlenkreis.de

Zu Fuß und per Rad: Tag des offenen Denkmals rund um den Schaumburger Wald

Das Mausoleum ließ Graf-Wilhelm zu Schaumburg-Lippe 1776 errichten. MT-Foto: Claudia Hyna © hy

Petershagen-Frille (mt/hy). Der Tag des offenen Denkmals wird von der Schaumburger Landschaft alle sieben Jahren wechselnd in Schwerpunktregionen angeboten – in diesem Jahr rund um den Schaumburger Wald. Im vergangenen Jahr wurde er wegen Corona abgesagt, in diesem Jahr sind am Sonntag, 12. September, von 10 bis 18 Uhr die gültigen Hygieneregeln einzuhalten – so auch bei diesen Veranstaltungen im Raum Petershagen.

Die evangelische Kirche in Frille, Freithof 1, ist ab 12 Uhr geöffnet. Um 12.30 und 15.30 Uhr finden Führungen statt. Gemeindemitglieder servieren Getränke.

Ein geschichtlicher Informationsstand wird ab 12 Uhr im Foyer zu sehen sein. Dort präsentiert Horst Kiekhäfer großflächig eine neue Karte, wie der Urwald in den Kreisen Schaumburg und Minden-Lübbecke vor mehr als 800 Jahren ausgesehen haben könnte. Außerdem wird eine Fahrradroute angeboten, die seit 25 Jahren von Horst Kiekhäfer aus Minden geplant und ausgeschildert wird. Sie führt von Denkmal zu Denkmal, zum Beispiel zum Mausoleum von Graf Wilhelm im Schaumburger Wald mit umgestaltetem Ruhegarten, zum mittelalterlichen Landwehrwall und zum jüdischen Friedhof. Am jüdischen Friedhof, Friller Brink, werden zwischen 10 und 18 Uhr Führungen und Informationen zur Geschichte nach Bedarf angeboten.

Gerade bei den Denkmalen im und um den Schaumburger Wald wird die enge Beziehung zwischen Landschaft und Gebäuden deutlich sowie der ständige Wandel, dem beide unterliegen, heißt es in der Ankündigung zum Tag des offenen Denkmals. Dies zeigt sich insbesondere bei der Umnutzung von Bauernhöfen. Der Reiz vieler Denkmale liegt gerade im Zusammenspiel der Bauphasen mehrerer Epochen und auch neuer Nutzungen.

Auch in der landschaftsgestaltenden Land- und Forstwirtschaft haben sich die Bewirtschaftungsformen ständig weiterentwickelt. So hat sich der Wald durch menschliches Zutun vom Urwald über den Hudewald mit landwirtschaftlicher Prägung bis zum heutigen Wirtschaftswald in vielfältigster Weise gewandelt, und dies trifft auch auf die bei ihm liegenden Dörfer zu.

Auch in anderen Ortschaften von Meinsen bis Wiedensahl und Hülshagen gibt es viel zu entdecken. Museen, Ausstellungen, Fachwerkhäuser, Kirchen können besichtigt werden.

Offen ist von 10 bis 18 Uhr die Alte Schule Wietersheim von 1780, hier ist eine Ausstellung mit alten Ansichtskarten aus den 1920er Jahren zu sehen. Weitere Landartstationen sind offen: Ilser Webstube, Alte Synagoge, Glashütte Gernheim (16 bis 18 Uhr Gartenfest mit italienischen Schlagern zum Ausstellungsende).

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