Ziar Niazy eröffnet im Alten Bahnhof bald Gastronomie und Eventlocation Claudia Hyna Petershagen. Die Gerüchteküche brodelt schon länger, nun schafft der neue Geschäftsführer des Alten Bahnhofs klare Verhältnisse. Ja, er betreibt auch eine Pizzeria in Minden, in Petershagen wird es aber keine italienische Küche geben. Und natürlich sind die Handwerker aktiv, die Mulde vor dem historischen Gebäude füllt sich zusehends – aber dem Denkmalschutz wird kein Härchen gekrümmt, versichert er. Die Geschichte der Gastronomie im Alten Bahnhof ist erst 38 Jahre jung. Im Moment erfindet sie sich völlig neu. Statt in die Jahre zu kommen, gibt es ein Rundum-Lifting. Das ist aber mit der Stadt Petershagen und dem Landschaftsverband abgestimmt. „Alles in Ordnung, es bleibt, wie es muss“, sagt Bauamtsleiter Kay Busche, der bei einer Ortsbegehung dabei war. Die Fassade steht unter Denkmalschutz und bleibt erhalten, das betrifft auch eine 200 Quadratmeter große Kassettendecke im Inneren des historischen Gebäudes. Das Denkmalamt hätte sogar ein Abhängen der Decke erlaubt. Doch was sinnvoll und schön ist – wie auch die historischen Balken – soll die Renovierung überdauern, hat der Neue beschlossen. Auch eine gemauerte Innenwand wird gesäubert und dient als Stilelement.Stammgäste werden das Aussehen der Räume im Innenbereich nicht wiedererkennen. Der Eingangsbereich bleibt an gleicher Stelle, von dort steuern die Gäste auf eine Theke zu. Die neue Bar wird mit Fasanenfedern verziert, der alte raumfüllende Tresen ist jedoch Geschichte, sagt der neue Geschäftsführer Ziar Niazy (31), der sein halbes Leben in der Gastronomie tätig ist.„Kupfersaal im Alten Bahnhof Petershagen“ soll das neue Lokal heißen, das vor allem als Eventlocation auf sich aufmerksam machen möchte. Besonders Hochzeiten, aber auch Firmenfeste, Weihnachtsfeiern oder Geburtstage können hier mit bis zu 180 Gästen gefeiert werden. Ab Mai können Termine reserviert werden. Im Juni oder Juli soll Eröffnung sein. Niazy hofft, dass die Corona-Pandemie bis dahin auch größere Feiern wieder ermöglicht. „Der Bedarf ist jedenfalls da.“ Bis zur Eröffnung ist noch eine Menge zu tun. Die Gaststätte stand nicht lange leer, erst im März 2021 nahm der letzte Betreiber den Hut. Momentan haben heimische Handwerker das Gebäude fest in der Hand. Wände, Böden, Decken, Infrastruktur, Außenanlagen, Elektro, Sanitäranlagen – alles wird seit November letzten Jahres neu gemacht. Auch Tische und Stühle, drinnen und draußen, sind neu.Eine mit Kupfersteinen verkleidete Decke im neuen Festsaal gibt der neuen Räumlichkeit ihren Namen. Es soll einerseits rustikal wirken, dazu gesellen sich aber besondere Elemente wie Stuckverzierungen und italienische Handdrucktapeten. Das neue Ambiente beschreibt Niazy als eine Mischung aus Boho, Shabby Chic und Hygge. Eine Architekturbeleuchtung soll das Haus „stadtweit einmalig in Szene setzen“, verspricht er. Es sei schließlich eines der schönsten Denkmäler in Petershagen. Insgesamt werde rund eine halbe Million Euro investiert.Wie die Speisekarte im einzelnen aussieht, steht noch nicht fest. Wie von vielen Petershägern vermutet, wird hier jedoch keine Pizzeria Einzug halten. Die Küche möchte regional und frisch zubereitete Speisen, auch Saisonales, servieren, darunter Hausmannskost. In einem Raum mit rund sechs Metern Deckenhöhe soll künftig ein Buffet aufgebaut werden. Der Fokus soll auf der Sommersaison liegen – und damit auf den Radfahrern und anderen Touristen, aber auch den Besuchern aus Petershagen und Umgebung.Noch ist unklar, ob das Ausflugslokal nur in der Zeit von Ostern bis zum Herbstanfang geöffnet hat. „Das hängt auch von Corona und den möglichen Einschränkungen in der Herbst- und Winterzeit ab“, so der Geschäftsführer, der täglich vor Ort ist. Gedacht ist an Kaffee und Kuchen und Abendbetrieb. Auch der Außenbereich wird erneuert. Eine Eiche, die bis 2015 vor dem Gebäude stand, hatte die gesamten Steine hochgedrückt, das wird geebnet und mit neuem Mobiliar gestaltet.

Ziar Niazy eröffnet im Alten Bahnhof bald Gastronomie und Eventlocation

Ziar Niazy hat den Alten Bahnhof in Petershagen übernommen. MT-Foto: Claudia Hyna © hy

Petershagen. Die Gerüchteküche brodelt schon länger, nun schafft der neue Geschäftsführer des Alten Bahnhofs klare Verhältnisse. Ja, er betreibt auch eine Pizzeria in Minden, in Petershagen wird es aber keine italienische Küche geben. Und natürlich sind die Handwerker aktiv, die Mulde vor dem historischen Gebäude füllt sich zusehends – aber dem Denkmalschutz wird kein Härchen gekrümmt, versichert er.

Die Geschichte der Gastronomie im Alten Bahnhof ist erst 38 Jahre jung. Im Moment erfindet sie sich völlig neu. Statt in die Jahre zu kommen, gibt es ein Rundum-Lifting. Das ist aber mit der Stadt Petershagen und dem Landschaftsverband abgestimmt. „Alles in Ordnung, es bleibt, wie es muss“, sagt Bauamtsleiter Kay Busche, der bei einer Ortsbegehung dabei war. Die Fassade steht unter Denkmalschutz und bleibt erhalten, das betrifft auch eine 200 Quadratmeter große Kassettendecke im Inneren des historischen Gebäudes. Das Denkmalamt hätte sogar ein Abhängen der Decke erlaubt. Doch was sinnvoll und schön ist – wie auch die historischen Balken – soll die Renovierung überdauern, hat der Neue beschlossen. Auch eine gemauerte Innenwand wird gesäubert und dient als Stilelement.

Stammgäste werden das Aussehen der Räume im Innenbereich nicht wiedererkennen. Der Eingangsbereich bleibt an gleicher Stelle, von dort steuern die Gäste auf eine Theke zu. Die neue Bar wird mit Fasanenfedern verziert, der alte raumfüllende Tresen ist jedoch Geschichte, sagt der neue Geschäftsführer Ziar Niazy (31), der sein halbes Leben in der Gastronomie tätig ist.

„Kupfersaal im Alten Bahnhof Petershagen“ soll das neue Lokal heißen, das vor allem als Eventlocation auf sich aufmerksam machen möchte. Besonders Hochzeiten, aber auch Firmenfeste, Weihnachtsfeiern oder Geburtstage können hier mit bis zu 180 Gästen gefeiert werden. Ab Mai können Termine reserviert werden. Im Juni oder Juli soll Eröffnung sein. Niazy hofft, dass die Corona-Pandemie bis dahin auch größere Feiern wieder ermöglicht. „Der Bedarf ist jedenfalls da.“

Das Lokal wird komplett entkernt. - © Foto: privat
Das Lokal wird komplett entkernt. - © Foto: privat

Bis zur Eröffnung ist noch eine Menge zu tun. Die Gaststätte stand nicht lange leer, erst im März 2021 nahm der letzte Betreiber den Hut. Momentan haben heimische Handwerker das Gebäude fest in der Hand. Wände, Böden, Decken, Infrastruktur, Außenanlagen, Elektro, Sanitäranlagen – alles wird seit November letzten Jahres neu gemacht. Auch Tische und Stühle, drinnen und draußen, sind neu.

Eine mit Kupfersteinen verkleidete Decke im neuen Festsaal gibt der neuen Räumlichkeit ihren Namen. Es soll einerseits rustikal wirken, dazu gesellen sich aber besondere Elemente wie Stuckverzierungen und italienische Handdrucktapeten. Das neue Ambiente beschreibt Niazy als eine Mischung aus Boho, Shabby Chic und Hygge. Eine Architekturbeleuchtung soll das Haus „stadtweit einmalig in Szene setzen“, verspricht er. Es sei schließlich eines der schönsten Denkmäler in Petershagen. Insgesamt werde rund eine halbe Million Euro investiert.

Wie die Speisekarte im einzelnen aussieht, steht noch nicht fest. Wie von vielen Petershägern vermutet, wird hier jedoch keine Pizzeria Einzug halten. Die Küche möchte regional und frisch zubereitete Speisen, auch Saisonales, servieren, darunter Hausmannskost. In einem Raum mit rund sechs Metern Deckenhöhe soll künftig ein Buffet aufgebaut werden. Der Fokus soll auf der Sommersaison liegen – und damit auf den Radfahrern und anderen Touristen, aber auch den Besuchern aus Petershagen und Umgebung.

Noch ist unklar, ob das Ausflugslokal nur in der Zeit von Ostern bis zum Herbstanfang geöffnet hat. „Das hängt auch von Corona und den möglichen Einschränkungen in der Herbst- und Winterzeit ab“, so der Geschäftsführer, der täglich vor Ort ist. Gedacht ist an Kaffee und Kuchen und Abendbetrieb. Auch der Außenbereich wird erneuert. Eine Eiche, die bis 2015 vor dem Gebäude stand, hatte die gesamten Steine hochgedrückt, das wird geebnet und mit neuem Mobiliar gestaltet.

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