Wohnen statt Fußball: Für die "Neue Mitte" könnte der Sportplatz verschwinden Oliver Plöger Petershagen. Während in Lahde zusätzliche Sportangebote entstehen sollen, könnte der so genannte B-Sportplatz an der Nachtigallenstraße in Petershagen wegfallen. So sieht es die vom Land geförderte Rahmenplanung vor, für die allerdings – so beteuern es Planungsbüro und Stadt – noch keine Fakten geschaffen sind. Vorgeschlagen wird, dass der vom TuS Petershagen-Ovenstädt genutzte Sportplatz aufgegeben wird. Ziel sei es hier, durch einen „privaten Dritten“ ein „generationenoffenes Wohnquartier mit Versorgungssicherheit“ zu errichten. Auf dem Areal könnten 89 Wohneinheiten vor allem für Familien entstehen. Gesucht wird ein Bauträger, ein Investor oder eine Genossenschaft, die das Gebiet nach den Vorgaben der Stadt entwickeln. Eigens dazu, so der Vorschlag des beauftragten Planungsbüros Complan, solle ein Gremium aus Verwaltung, Politik und externen Experten gebildet werden. Dieses Gremium solle die eingereichten Konzepte bewerten. Zu den Beteiligten sollen auch die Anlieger gehören. Transparenz ist auch für den TuS Petershagen-Ovenstädt wichtig, der nicht ohne Weiteres auf den B-Platz verzichten kann. „So einfach ist das nicht“, sagte Geschäftsführer Frederik Aumann. Besonders im Jugend- und Seniorenbereich werde der Platz in den Sommermonaten gebraucht. Ansonsten finde der Betrieb auf Plätzen statt, die auch über Flutlicht verfügen. Für den B-Platz brauche es auf jeden Fall einen Ersatz. Doch bei der Neuen Mitte geht es nicht nur um den Sportplatz. Attraktiv könne das Areal laut Complan durch die „Neuordnung und Umgestaltung“ des Marktplatzes werden. Der sei „als zentrale Stellfläche im Ortskern aktuell und im Blick auf den fusionierten Verwaltungsstandort auch perspektivisch unabkömmlich.“ Die Fläche sei als Busbahnhof zwar wichtig, wirke aber ungeordnet, sehr versiegelt und habe nur wenig Orientierungs- und Aufenthaltsqualität. Das soll sich ändern. Hin zum Jugendgästehaus soll der hier angrenzende und noch immer rege genutzte Wohnmobilstellplatz verlagert werden, für den es am alten Standort weder Dusche, Waschmaschine oder einen Trockenraum gibt. Bleibt die Frage nach der Zeitschiene: Bei der Realisierung des Verwaltungsstandortes hat sich die Stadt die Jahre 2023 bis 2025 vorgenommen, kalkuliert werden Kosten von 6,9 Millionen Euro. Erst in der vorigen Woche sei der Planungsauftrag rausgegangen, bestätigte Tatjana Brast als Pressesprecherin der Stadtverwaltung gestern. Zum Erweiterungsbau Rathaus (die Schule allein würde für die Verwaltung nicht ausreichen) soll es 2022 einen Architektur-Wettbewerb geben, Kosten: etwa 30.000 Euro. Für die Konzeptvergabe der Sportplätze sind 25.000 Euro vorgesehen, auch hier werden die Jahre 2022 bis 2023 genannt. Bis 2027 soll das Wohnkonzept auf dem B-Platz vollendet sein. Kosten in Euro werden nicht angegeben, da hier auf private Investoren gesetzt wird. Wilm Quaß vom Planungsbüro Complan hatte bereits öffentliche Veranstaltungen angekündigt. Das müsse allerdings die Corona-Situation erlauben. Die Pläne seien aber als „integrierte Handlungskonzepte“ zu verstehen, die neben einer Sicherung der Versorgungsfunktion der Ortsteile auch der städtebaulichen Aufwertung dienen sollen.

Wohnen statt Fußball: Für die "Neue Mitte" könnte der Sportplatz verschwinden

Diese Sportfläche gehört zur Neuen Mitte und könnte künftig für Wohnungen genutzt werden. © MT-Foto: Oliver Plöger

Petershagen. Während in Lahde zusätzliche Sportangebote entstehen sollen, könnte der so genannte B-Sportplatz an der Nachtigallenstraße in Petershagen wegfallen. So sieht es die vom Land geförderte Rahmenplanung vor, für die allerdings – so beteuern es Planungsbüro und Stadt – noch keine Fakten geschaffen sind.

Vorgeschlagen wird, dass der vom TuS Petershagen-Ovenstädt genutzte Sportplatz aufgegeben wird. Ziel sei es hier, durch einen „privaten Dritten“ ein „generationenoffenes Wohnquartier mit Versorgungssicherheit“ zu errichten. Auf dem Areal könnten 89 Wohneinheiten vor allem für Familien entstehen. Gesucht wird ein Bauträger, ein Investor oder eine Genossenschaft, die das Gebiet nach den Vorgaben der Stadt entwickeln.

Eigens dazu, so der Vorschlag des beauftragten Planungsbüros Complan, solle ein Gremium aus Verwaltung, Politik und externen Experten gebildet werden. Dieses Gremium solle die eingereichten Konzepte bewerten. Zu den Beteiligten sollen auch die Anlieger gehören.

Transparenz ist auch für den TuS Petershagen-Ovenstädt wichtig, der nicht ohne Weiteres auf den B-Platz verzichten kann. „So einfach ist das nicht“, sagte Geschäftsführer Frederik Aumann. Besonders im Jugend- und Seniorenbereich werde der Platz in den Sommermonaten gebraucht. Ansonsten finde der Betrieb auf Plätzen statt, die auch über Flutlicht verfügen. Für den B-Platz brauche es auf jeden Fall einen Ersatz.

Doch bei der Neuen Mitte geht es nicht nur um den Sportplatz. Attraktiv könne das Areal laut Complan durch die „Neuordnung und Umgestaltung“ des Marktplatzes werden. Der sei „als zentrale Stellfläche im Ortskern aktuell und im Blick auf den fusionierten Verwaltungsstandort auch perspektivisch unabkömmlich.“

Die Fläche sei als Busbahnhof zwar wichtig, wirke aber ungeordnet, sehr versiegelt und habe nur wenig Orientierungs- und Aufenthaltsqualität. Das soll sich ändern. Hin zum Jugendgästehaus soll der hier angrenzende und noch immer rege genutzte Wohnmobilstellplatz verlagert werden, für den es am alten Standort weder Dusche, Waschmaschine oder einen Trockenraum gibt.

Bleibt die Frage nach der Zeitschiene: Bei der Realisierung des Verwaltungsstandortes hat sich die Stadt die Jahre 2023 bis 2025 vorgenommen, kalkuliert werden Kosten von 6,9 Millionen Euro. Erst in der vorigen Woche sei der Planungsauftrag rausgegangen, bestätigte Tatjana Brast als Pressesprecherin der Stadtverwaltung gestern. Zum Erweiterungsbau Rathaus (die Schule allein würde für die Verwaltung nicht ausreichen) soll es 2022 einen Architektur-Wettbewerb geben, Kosten: etwa 30.000 Euro. Für die Konzeptvergabe der Sportplätze sind 25.000 Euro vorgesehen, auch hier werden die Jahre 2022 bis 2023 genannt. Bis 2027 soll das Wohnkonzept auf dem B-Platz vollendet sein. Kosten in Euro werden nicht angegeben, da hier auf private Investoren gesetzt wird.

Wilm Quaß vom Planungsbüro Complan hatte bereits öffentliche Veranstaltungen angekündigt. Das müsse allerdings die Corona-Situation erlauben. Die Pläne seien aber als „integrierte Handlungskonzepte“ zu verstehen, die neben einer Sicherung der Versorgungsfunktion der Ortsteile auch der städtebaulichen Aufwertung dienen sollen.

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