Wer erhält den Zuschlag? Landgasthaus Eichenhain wird versteigert Claudia Hyna Petershagen-Friedewalde. Es zählt zu den „Highlights“ der Immobilien-Herbstversteigerung der Westdeutsche Grundstücksauktionen. Am 17. September soll das Landgasthaus Eichenhain in Friedewalde unter den Hammer kommen. Vor gut fünf Jahren, am 1. Juli 2016, gingen in dem Traditionsgasthaus die Lichter aus. Damit schloss die letzte von einst sechs Gaststätten (Deutsches Haus, Waldschänke, Kohlbaum, Endstation, Friedewalder Hof) in Friedewalde für immer. 1983 hatten es die Eltern des damaligen Pächters Torsten Kujat gegründet. Dieser hatte es 2007 mit seiner Frau übernommen. Die idyllisch gelegene Gaststätte war Treffpunkt und Versammlungsort zahlreicher Vereine, unter anderem der Landfrauen, des Sportvereins, des Heimatvereins und landwirtschaftlichen Ortsvereins sowie der Jäger. Zahlreiche Konfirmationen, Beerdigungskaffeetrinken, private Feiern oder einfach gesellige Abende fanden hier statt. Aus gesundheitlichen Gründen schloss der Betreiber schließlich. Seit 1995 sei es in der Gastronomie deutschlandweit bergab gegangen, sagte er damals dem MT. Und mit der Einführung des Rauchverbots 2013 sei der Getränkekonsum drastisch eingebrochen. Außerdem seien die Menschen nicht mehr bereit oder finanziell in der Lage, so viel Geld fürs Ausgehen auszugeben. Der ehemalige, heute leerstehende Landgasthof – Baujahr um 1800 – steht auf einem etwa 10.000 Quadratmeter großen Grundstück, das aus sechs zusammenhängenden Flurstücken besteht. Die Wohn- und Nutzfläche der Immobilie, Rieheweg 1, beträgt circa 450 Quadratmeter, heißt es auf der Seite des Auktionshauses. Neben den gewerblich genutzten Flächen verfügt das Gebäude über eine Betreiberwohnung. Auf dem Grundstück befindet sich ein ehemaliges Backhaus, das ebenfalls versteigert wird. Das Mobiliar bleibt im Objekt. Die Immobilie befinde sich in einem renovierungs-, teilweise sanierungsbedürftigen Zustand. Das Mindestgebot beläuft sich auf 250.000 Euro. „Mit überschaubaren Investitionen dürfte es dem neuen Eigentümer gelingen, sich ein echtes Schmuckstück herzurichten“, so der Originalton. Seit der Schließung hatte sich der Eigentümer um eine gastronomische Weiternutzung bemüht, schließlich versuchte er, das Objekt in idyllischer Randlage zu verkaufen. Nun soll es an den Meistbietenden versteigert werden. Kaufinteressenten können sowohl an der Präsenzveranstaltung im Kölner „Hilton Cologne Hotel“ teilnehmen oder via Live Streaming dabei sein. Einen Tag vor der Veranstaltung finden Interessierte einen Link unter www.wdga-ag.de.

Wer erhält den Zuschlag? Landgasthaus Eichenhain wird versteigert

Das Landgasthaus Eichenhain war Treffpunkt zahlreicher Vereine, einheimischer und auswärtiger Gäste. MT-Foto: Oliver Plöger © plö

Petershagen-Friedewalde. Es zählt zu den „Highlights“ der Immobilien-Herbstversteigerung der Westdeutsche Grundstücksauktionen. Am 17. September soll das Landgasthaus Eichenhain in Friedewalde unter den Hammer kommen.

Vor gut fünf Jahren, am 1. Juli 2016, gingen in dem Traditionsgasthaus die Lichter aus. Damit schloss die letzte von einst sechs Gaststätten (Deutsches Haus, Waldschänke, Kohlbaum, Endstation, Friedewalder Hof) in Friedewalde für immer. 1983 hatten es die Eltern des damaligen Pächters Torsten Kujat gegründet. Dieser hatte es 2007 mit seiner Frau übernommen. Die idyllisch gelegene Gaststätte war Treffpunkt und Versammlungsort zahlreicher Vereine, unter anderem der Landfrauen, des Sportvereins, des Heimatvereins und landwirtschaftlichen Ortsvereins sowie der Jäger. Zahlreiche Konfirmationen, Beerdigungskaffeetrinken, private Feiern oder einfach gesellige Abende fanden hier statt. Aus gesundheitlichen Gründen schloss der Betreiber schließlich. Seit 1995 sei es in der Gastronomie deutschlandweit bergab gegangen, sagte er damals dem MT. Und mit der Einführung des Rauchverbots 2013 sei der Getränkekonsum drastisch eingebrochen. Außerdem seien die Menschen nicht mehr bereit oder finanziell in der Lage, so viel Geld fürs Ausgehen auszugeben.

Der ehemalige, heute leerstehende Landgasthof – Baujahr um 1800 – steht auf einem etwa 10.000 Quadratmeter großen Grundstück, das aus sechs zusammenhängenden Flurstücken besteht. Die Wohn- und Nutzfläche der Immobilie, Rieheweg 1, beträgt circa 450 Quadratmeter, heißt es auf der Seite des Auktionshauses. Neben den gewerblich genutzten Flächen verfügt das Gebäude über eine Betreiberwohnung.

Auf dem Grundstück befindet sich ein ehemaliges Backhaus, das ebenfalls versteigert wird. Das Mobiliar bleibt im Objekt. Die Immobilie befinde sich in einem renovierungs-, teilweise sanierungsbedürftigen Zustand. Das Mindestgebot beläuft sich auf 250.000 Euro. „Mit überschaubaren Investitionen dürfte es dem neuen Eigentümer gelingen, sich ein echtes Schmuckstück herzurichten“, so der Originalton. Seit der Schließung hatte sich der Eigentümer um eine gastronomische Weiternutzung bemüht, schließlich versuchte er, das Objekt in idyllischer Randlage zu verkaufen. Nun soll es an den Meistbietenden versteigert werden.

Kaufinteressenten können sowohl an der Präsenzveranstaltung im Kölner „Hilton Cologne Hotel“ teilnehmen oder via Live Streaming dabei sein.

Einen Tag vor der Veranstaltung finden Interessierte einen Link unter www.wdga-ag.de.

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