Verfallene Immobilie in Quetzen: Das tut sich im Abbruchhaus Claudia Hyna Petershagen-Quetzen. Immer wieder hatten Anwohner sich über Müll beschwert, einmal war sogar der Kampfmittelräumdienst vor Ort. Zuletzt war es still geworden um das Haus an der Bückeburger Straße in Quetzen, nun ist Bewegung in die Sache gekommen. Nachdem der Eigentümer vor einigen Jahren gestorben war, gestalteten sich die Besitzverhältnisse schwierig. Ein Nachlasspfleger wurde eingesetzt. Nun gibt es offenbar einen neuen Eigentümer, da ein Antrag auf Neubau vorliegt. Seit mittlerweile mehr als 30 Jahren bereitet die leerstehende Immobilie Probleme. Eine große Mulde vor dem Objekt machte einem Anwohner Hoffnung, dass sich an dem Abbruchhaus etwas tut. Der Giebel ist schon seit längerem teilweise eingestürzt, ein großer Schutthaufen liegt auf dem Areal. Da eine Zeit lang keine Arbeiten auf dem Grundstück zu beobachten waren, war gerüchteweise von einem Baustopp die Rede, sagt Ortsbürgermeister Marvin Waidmann (CDU). Das habe sich jedoch nicht bestätigt. Auch habe das Umweltamt nicht eingreifen müssen, wie von einigen wegen in der Nähe brütender geschützter Vögel befürchtet.Vielmehr hat die städtische Bauverwaltung kürzlich den Abriss und späteren Neubau genehmigt. Zwar sei ein Abriss heute nicht mehr genehmigungspflichtig, sagt Bauamtsleiter Kay Busche. Daher bekäme die Verwaltung nicht jeden Fall mit. Ein Neubau aber muss zwingend beantragt werden. Die Behörde hatte das Grundstück in Quetzen all die Jahre durchaus im Blick, so Busche. Langfristig habe auf jeden Fall etwas passieren müssen. Anwohner berichten, dass die Abrissarbeiten wieder voranschreiten.Schon lange ist das Objekt nicht mehr bewohnt und wird als Ablageplatz für Schrott und Müll genutzt. Gartenzäune, Autoreifen, Fässer, Fernseher und Wohnwagen standen und stehen auf dem Grundstück. Ende des Jahres 2015 war dann der Kampfmittelräumdienst vor Ort, weil der frühere Eigentümer erwähnt hatte, dass sich dort Munition aus dem Zweiten Weltkrieg befinde. Letztlich fanden die Mitarbeiter aber nur eine leere Granathülse.2019 wurde dann das Ordnungsamt der Stadt Petershagen tätig, sagt der Bauamtsleiter. Damals war das Haus offen zugänglich und beim – wenn auch unbefugten – Betreten habe Gefahr bestanden. Auch gab es immer wieder Fälle von Vandalismus. Die Stadt habe daraufhin das Gebäude so gesichert, dass keiner mehr ins Innere gelangte. „Ein Haus muss nicht in einem Zustand sein, wie ihn die Nachbarn erwarten“, erklärt Busche. Im Klartext: Es reicht nicht, wenn jemand sich beschwert, es sehe nicht gut aus. Bei einem Schnatgang hatten Bürger protestiert, weil weder Stadt noch Kreis tätig wurden.Wichtig sei, dass keine öffentliche Gefahr bestehe – erst wenn ein Risiko besteht, werde die Stadt tätig. Es müsse einen Anlass geben, dass sie das Gebäude betreten würden. Dieser sei mehrmals gegeben gewesen, Türen und Fenster wurden dabei verschlossen. Solche Einsätze seien aber eher selten. Das sei etwa bei der ehemaligen Gaststätte Deutsches Haus in Petershagen der Fall. Das Objekt musste gesichert werden, damit die Gefache nicht heraus fallen. Bei diesem Gebäude kommt dazu, dass es an der Hauptstraße in Petershagen und damit einem öffentlichen Bereich steht.Ortsbürgermeister Marvin Waidmann ist jedenfalls froh, dass es an der Bückeburger Straße endlich voran geht. Zwar gebe es in Quetzen nicht viele Leerstände, aber jeder weniger sei auf jeden Fall positiv. Von Zeit zu Zeit sei er von Interessenten darauf angesprochen worden, schließlich handelt es sich bei der Immobilie um Bauland. Doch er konnte keinen Ansprechpartner bieten, da der verstorbene Eigentümer keine Angehörigen hatte. Von den direkten Anliegern habe er ebenfalls gehört, dass diese erleichtert seien, wenn das Kapitel geschlossen wird.

Verfallene Immobilie in Quetzen: Das tut sich im Abbruchhaus

Die Abrissarbeiten an dem Objekt an der Bückeburger Straße hatten begonnen. Nun ist wieder Ruhe eingekehrt. MT-Foto: Claudia Hyna © hy

Petershagen-Quetzen. Immer wieder hatten Anwohner sich über Müll beschwert, einmal war sogar der Kampfmittelräumdienst vor Ort. Zuletzt war es still geworden um das Haus an der Bückeburger Straße in Quetzen, nun ist Bewegung in die Sache gekommen.

Nachdem der Eigentümer vor einigen Jahren gestorben war, gestalteten sich die Besitzverhältnisse schwierig. Ein Nachlasspfleger wurde eingesetzt. Nun gibt es offenbar einen neuen Eigentümer, da ein Antrag auf Neubau vorliegt. Seit mittlerweile mehr als 30 Jahren bereitet die leerstehende Immobilie Probleme.

Eine große Mulde vor dem Objekt machte einem Anwohner Hoffnung, dass sich an dem Abbruchhaus etwas tut. Der Giebel ist schon seit längerem teilweise eingestürzt, ein großer Schutthaufen liegt auf dem Areal. Da eine Zeit lang keine Arbeiten auf dem Grundstück zu beobachten waren, war gerüchteweise von einem Baustopp die Rede, sagt Ortsbürgermeister Marvin Waidmann (CDU). Das habe sich jedoch nicht bestätigt. Auch habe das Umweltamt nicht eingreifen müssen, wie von einigen wegen in der Nähe brütender geschützter Vögel befürchtet.

Vielmehr hat die städtische Bauverwaltung kürzlich den Abriss und späteren Neubau genehmigt. Zwar sei ein Abriss heute nicht mehr genehmigungspflichtig, sagt Bauamtsleiter Kay Busche. Daher bekäme die Verwaltung nicht jeden Fall mit. Ein Neubau aber muss zwingend beantragt werden. Die Behörde hatte das Grundstück in Quetzen all die Jahre durchaus im Blick, so Busche. Langfristig habe auf jeden Fall etwas passieren müssen. Anwohner berichten, dass die Abrissarbeiten wieder voranschreiten.

Schon lange ist das Objekt nicht mehr bewohnt und wird als Ablageplatz für Schrott und Müll genutzt. Gartenzäune, Autoreifen, Fässer, Fernseher und Wohnwagen standen und stehen auf dem Grundstück. Ende des Jahres 2015 war dann der Kampfmittelräumdienst vor Ort, weil der frühere Eigentümer erwähnt hatte, dass sich dort Munition aus dem Zweiten Weltkrieg befinde. Letztlich fanden die Mitarbeiter aber nur eine leere Granathülse.

2019 wurde dann das Ordnungsamt der Stadt Petershagen tätig, sagt der Bauamtsleiter. Damals war das Haus offen zugänglich und beim – wenn auch unbefugten – Betreten habe Gefahr bestanden. Auch gab es immer wieder Fälle von Vandalismus. Die Stadt habe daraufhin das Gebäude so gesichert, dass keiner mehr ins Innere gelangte. „Ein Haus muss nicht in einem Zustand sein, wie ihn die Nachbarn erwarten“, erklärt Busche. Im Klartext: Es reicht nicht, wenn jemand sich beschwert, es sehe nicht gut aus. Bei einem Schnatgang hatten Bürger protestiert, weil weder Stadt noch Kreis tätig wurden.

Wichtig sei, dass keine öffentliche Gefahr bestehe – erst wenn ein Risiko besteht, werde die Stadt tätig. Es müsse einen Anlass geben, dass sie das Gebäude betreten würden. Dieser sei mehrmals gegeben gewesen, Türen und Fenster wurden dabei verschlossen. Solche Einsätze seien aber eher selten. Das sei etwa bei der ehemaligen Gaststätte Deutsches Haus in Petershagen der Fall. Das Objekt musste gesichert werden, damit die Gefache nicht heraus fallen. Bei diesem Gebäude kommt dazu, dass es an der Hauptstraße in Petershagen und damit einem öffentlichen Bereich steht.

Ortsbürgermeister Marvin Waidmann ist jedenfalls froh, dass es an der Bückeburger Straße endlich voran geht. Zwar gebe es in Quetzen nicht viele Leerstände, aber jeder weniger sei auf jeden Fall positiv. Von Zeit zu Zeit sei er von Interessenten darauf angesprochen worden, schließlich handelt es sich bei der Immobilie um Bauland. Doch er konnte keinen Ansprechpartner bieten, da der verstorbene Eigentümer keine Angehörigen hatte. Von den direkten Anliegern habe er ebenfalls gehört, dass diese erleichtert seien, wenn das Kapitel geschlossen wird.

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