Vandalen verwüsten Hoffis Autoklinik in Lahde Carsten Korfesmeyer Petershagen-Lahde (mt). Die Frontscheibe des Lastwagen-Oldtimers ist eingeschlagen und die Scherben liegen meterweit auf dem Betriebsgelände verstreut. „Ersatzglas kriegt man für den nicht mehr so leicht", sagt Michael Hoffmann. Bedrückt blickt er auf seinen 47 Jahre alten Hanomag-Henschel, den er trotz eines maroden Zustands ein Schmuckstück nennt und irgendwann einmal restaurieren möchte. Allenfalls auf Tauschbörsen könne er noch fündig werden, aber eine passende Scheibe werde sicherlich ein paar Tausend Euro kosten. Der Chef von Hoffis Autoklinik ist mächtig sauer auf die Vandalen, die irgendwann am Pfingstwochenende auf seinem Firmengelände in der Industriestraße unterwegs waren. Sie zertrümmerten weitere Scheiben von älteren Lastwagen, zerschlugen Rückleuchten oder sprühten Graffiti an das Gebäude. Mehrfach müssen sie auch auf die Spurhalteleuchte eines Anhängers eingetreten haben, die jetzt völlig schief hängt. „Das ist blinde Zerstörungswut", sagt der 57-Jährige am Mittwochmorgen gegenüber dem MT. Der oder die Täter hätten einfach nur Lust darauf gehabt, etwas kaputt zu machen. „Ich hoffe so sehr, dass man die schnappt", spricht Hoffmann mit einer unüberhörbaren Wut in der Stimme. Es fällt dem Kfz-Meister spürbar schwer, in dieser Situation sachlich zu bleiben. Mehr als drei Jahrzehnte betreibt er seine Fachwerkstatt für Lkw und noch nie ist bei ihm etwas Vergleichbares passiert. Deshalb war er auch völlig überrumpelt, als er Dienstagfrüh sah, was geschehen ist. Hoffmann ging sofort über das Gelände und entdeckte immer mehr Schäden am Gebäude und an den abgestellten Fahrzeugen. Zwei eingeschlagene Garagenfenster hat er inzwischen notdürftig mit Metall gesichert. „Die müssen sich hier wohl länger aufgehalten haben", sagt er. Ins Haus sind die Unbekannten allerdings nicht eingedrungen. Sofort stellte er Anzeige, setzt neben den Ermittlungen der Polizei aber auch auf die Mithilfe aus der Bevölkerung. Kurzerhand postete der Firmeninhaber den Vorfall auf Facebook und veröffentlichte Fotos. Dass er häufig im Netz unterwegs ist und eine Menge Freunde in den sozialen Netzwerken hat, kommt ihm zugute. Bis Mittwochmittag ist der Beitrag mehr als 330 Mal geteilt worden und mehr als 50 Nutzer hinterließen eindeutige Kommentare. „Was für Vollpfosten", schreibt beispielsweise Charley Kamlah. Eine Frau will außerdem beobachtet haben, dass am Dienstag um 4.50 Uhr Licht in der Werkstatt brannte. „Eine Riesensauerei", nennt Marco Pirrung das, was passiert ist. Vor allem aber bekommt Hoffmann moralische Unterstützung und erlebt eine Welle der Solidarität. Möglicherweise haben sich die selben Täter auch auf dem Firmengelände einer in der Nähe liegenden Spedition ausgetobt. Dort will man sich gegenüber dem MT dazu nicht äußern, doch Polizei-Pressesprecher Thomas Bensch bestätigt den Vandalismus. Zwei Sattelzugmaschinen, zwei Anhänger, ein Kompressorhäuschen sowie eine Lagerhalle wurden mit gelber Farbe besprüht. „Wir haben Dosen gefunden." Dieser Vandalismus wurde schon am Montagabend angezeigt. Hoffmann ist gespannt, welche Hinweise noch kommen. Dass er den Fall ins Netz gestellt hat, findet er richtig. „Nur die Sache mit der Belohnung hätte ich nicht schreiben dürfen", sagt er. Denn das dürfe er nicht. Wer dazu beiträgt, die Täter zu schnappen, erhält von ihm aber trotzdem etwas. „Zum Beispiel eine Einladung auf ein Bier.

Vandalen verwüsten Hoffis Autoklinik in Lahde

Michael Hoffmann (57) betreibt seine KFZ-Meisterwerkstatt seit mehr als 30 Jahren im Lahder Gewerbegebiet. Den Vorfall auf seinem Firmengelände hat er auf Facebook gepostet. Der Beitrag wurde schon mehr als 300 Mal geteilt. MT- © Foto: Carsten Korfesmeyer

Petershagen-Lahde (mt). Die Frontscheibe des Lastwagen-Oldtimers ist eingeschlagen und die Scherben liegen meterweit auf dem Betriebsgelände verstreut. „Ersatzglas kriegt man für den nicht mehr so leicht", sagt Michael Hoffmann. Bedrückt blickt er auf seinen 47 Jahre alten Hanomag-Henschel, den er trotz eines maroden Zustands ein Schmuckstück nennt und irgendwann einmal restaurieren möchte. Allenfalls auf Tauschbörsen könne er noch fündig werden, aber eine passende Scheibe werde sicherlich ein paar Tausend Euro kosten.

Der Chef von Hoffis Autoklinik ist mächtig sauer auf die Vandalen, die irgendwann am Pfingstwochenende auf seinem Firmengelände in der Industriestraße unterwegs waren. Sie zertrümmerten weitere Scheiben von älteren Lastwagen, zerschlugen Rückleuchten oder sprühten Graffiti an das Gebäude. Mehrfach müssen sie auch auf die Spurhalteleuchte eines Anhängers eingetreten haben, die jetzt völlig schief hängt. „Das ist blinde Zerstörungswut", sagt der 57-Jährige am Mittwochmorgen gegenüber dem MT. Der oder die Täter hätten einfach nur Lust darauf gehabt, etwas kaputt zu machen. „Ich hoffe so sehr, dass man die schnappt", spricht Hoffmann mit einer unüberhörbaren Wut in der Stimme.

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Es fällt dem Kfz-Meister spürbar schwer, in dieser Situation sachlich zu bleiben. Mehr als drei Jahrzehnte betreibt er seine Fachwerkstatt für Lkw und noch nie ist bei ihm etwas Vergleichbares passiert. Deshalb war er auch völlig überrumpelt, als er Dienstagfrüh sah, was geschehen ist. Hoffmann ging sofort über das Gelände und entdeckte immer mehr Schäden am Gebäude und an den abgestellten Fahrzeugen. Zwei eingeschlagene Garagenfenster hat er inzwischen notdürftig mit Metall gesichert. „Die müssen sich hier wohl länger aufgehalten haben", sagt er. Ins Haus sind die Unbekannten allerdings nicht eingedrungen.

Sofort stellte er Anzeige, setzt neben den Ermittlungen der Polizei aber auch auf die Mithilfe aus der Bevölkerung. Kurzerhand postete der Firmeninhaber den Vorfall auf Facebook und veröffentlichte Fotos. Dass er häufig im Netz unterwegs ist und eine Menge Freunde in den sozialen Netzwerken hat, kommt ihm zugute. Bis Mittwochmittag ist der Beitrag mehr als 330 Mal geteilt worden und mehr als 50 Nutzer hinterließen eindeutige Kommentare. „Was für Vollpfosten", schreibt beispielsweise Charley Kamlah. Eine Frau will außerdem beobachtet haben, dass am Dienstag um 4.50 Uhr Licht in der Werkstatt brannte. „Eine Riesensauerei", nennt Marco Pirrung das, was passiert ist. Vor allem aber bekommt Hoffmann moralische Unterstützung und erlebt eine Welle der Solidarität.

Möglicherweise haben sich die selben Täter auch auf dem Firmengelände einer in der Nähe liegenden Spedition ausgetobt. Dort will man sich gegenüber dem MT dazu nicht äußern, doch Polizei-Pressesprecher Thomas Bensch bestätigt den Vandalismus. Zwei Sattelzugmaschinen, zwei Anhänger, ein Kompressorhäuschen sowie eine Lagerhalle wurden mit gelber Farbe besprüht. „Wir haben Dosen gefunden." Dieser Vandalismus wurde schon am Montagabend angezeigt.

Hoffmann ist gespannt, welche Hinweise noch kommen. Dass er den Fall ins Netz gestellt hat, findet er richtig. „Nur die Sache mit der Belohnung hätte ich nicht schreiben dürfen", sagt er. Denn das dürfe er nicht. Wer dazu beiträgt, die Täter zu schnappen, erhält von ihm aber trotzdem etwas. „Zum Beispiel eine Einladung auf ein Bier.

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