Unbeirrt: Petershagen investiert in Breitband, Schulen und Feuerwehr Oliver Plöger Petershagen. Mehr als 43 Millionen Euro sollen in den nächsten fünf Jahren in den Breitbandausbau, die Digitalisierung bei den Schulen, in die Schulgebäude selbst, in die Lahder Mehrzweckhalle und in die Freiwillige Feuerwehr gesteckt werden. Außerdem fließen Gelder für die Sanierung der Straßen, den Hochwasserschutz und den Grunderwerb von Gewerbe- und Wohnraumflächen. Das macht Bürgermeister Dirk Breves (CDU) zum neuen Entwurf des Doppelhaushalts der Stadt Petershagen deutlich. Breves sieht trotz Corona „nie dagewesene Investitionen in die Zukunft“. Zwar sei der Haushalt „infiziert“, er sei aber trotzdem oder gerade deswegen auch ein Mutmacher. Beim ersten Durchblättern wird deutlich: Vielfach helfen Fördergelder. Gigabit für alle bis zum Jahr 2025 In Petershagen profitieren rund 4.600 Haushalte vom Ausbau der sogenannten weißen Flecken, Bereiche also, an denen weniger als 30 Mbit/s ankommen. Der Ausbau wird zu 90 Prozent von Bund und Land gefördert, Petershagen steuert zwei Millionen Euro bei, im laufenden Jahr 800.000, 2022 dann 500.000. Die Arbeiten sind bis 2023 geplant. In diesem Frühjahr startet ein Förderprogramm zum Ausbau der so genannten grauen Flecken, wobei bis Ende 2022 der Ausbau von Haushalten mit weniger als 100 Mbit/s gefördert wird, ab 2023 auch von Adressen mit weniger als einem Gbit/s. Davon sollen noch einmal rund 5.000 Haushalte profitieren. Die Stadt rechnet mit einem Zuschuss von 2,5 Millionen Euro und wieder einer Förderung von 90 Prozent. Ziel ist es, dass bis 2025 alle Haushalte über einen Gigabitanschluss verfügen. Gutes Lernen in guten Häusern Zu den „dringlichsten Aufgaben der nächsten zwei Jahre“ gehöre die weitere Digitalisierung der Schulen, heißt es im Entwurf. Vom Digitalpakt des Bundes fließen etwa 907.000 Euro nach Petershagen, das Land stellt für die Sofortausstattung 152.000 Euro zur Verfügung, für die der Lehrer 103.500 Euro. Weiter gibt es Fördermittel für den Breitbandanschluss des Gymnasiums, der Sekundarschule und der Grundschulstandorte Petershagen und Eldagsen – hier ist von 180.000 Euro die Rede, der städtische Eigenanteil beträgt zehn Prozent. Bei den Lehrkräften muss die Stadt nur die Kosten tragen, die 500 Euro je Endgerät übersteigen. Der größte Kostenblock soll aber auf die Ausstattung der rund 140 Klassen- und Fachräume mit interaktiven Monitoren und Touchscreens entfallen. Die Fördermittel für die Erweiterung des Ganztags sollen nach jetziger Planung an der Grundschule in Frille verwendet werden. Petershagen bekommt dazu rund 242.000 Euro. Auch der Altbau der Grundschule in Lahde soll weiter saniert werden. Im letzten Bauabschnitt 2021 soll die WC-Anlage erneuert werden, es gibt Restarbeiten beim Brandschutz, Baukosten 2021: 585.000 Euro. Aus den Investitionen für finanzschwache Kommunen – ein Fördergesetz des Landes – fließen weitere Gelder in die Sanierung des naturwissenschaftlichen Trakts am Gymnasium, hier 1,8 Millionen Euro. Restmittel sollen zur Erneuerung der Wärmeversorgung am Freibad genutzt werden. Sanierungsstau bei denFeuerwehr-Gerätehäusern Zwischen 2021 und 2027 benötigt die Freiwillige Feuerwehr Petershagen jährlich 600.000 Euro. Davon entfallen durchschnittlich etwa 400.000 Euro jährlich auf die Ersatzbeschaffung von Großfahrzeugen. Gleichzeitig ist der Sanierungsstau bei den Feuerwehrgerätehäusern groß. Deshalb, so der Vorschlag aus der Kämmerei, solle die Anschaffung der Fahrzeuge zeitlich gestreckt werden, konkret: alle zwei Jahre ein Großfahrzeug. In den nächsten fünf Jahren würden so 2,5 Millionen Euro (durchschnittlich 500.000 Euro pro Jahr) für Fahrzeuge und Ausrüstung bereitgestellt. Das seien knapp 50 Prozent mehr als in den Jahren 2019 und 2020, die Summe hier: 370.000 Euro. Für die in diesem Jahr geplante Anschaffung eines Löschgruppenfahrzeugs für Bierde seien 310.000 Euro zu Lasten des Haushaltsjahres 2022 veranschlagt worden. Die beiden Kernorte sollen hübscher werden Auch das vor über einem Jahr gestartete Haus- und Hofprogramm geht weiter. Für Zuschüsse an Private stehen 2021 und 2022 jeweils 130.000 Euro zur Verfügung. Innerhalb der Kernorte Petershagen und Lahde können Eigentümer Zuschüsse für die Sanierung von Fassaden, Dächern oder Freiflächen erhalten. Damit soll, so das Bauamt, eine nachhaltige Aufwertung des Stadtbilds erreicht werden. Weiter geplant wird auch der städtebauliche Fachbeitrag für Petershagen und Lahde, wobei die Zuwendungen im Doppelhaushalt bei 83.000 und 117.000 Euro liegen, die Kosten für Begleitmaßnahmen bei 138.000 und 195.000 Euro. Weitere Baukosten sind ab 2022 für die Außenanlagen im Bereich Sekundarschule/Grundschule geplant. Was die Zukunft der ehemaligen Grundschule an der Nachtigallenstraße in Petershagen angeht, ist zunächst nur von „Vorplanungen“ die Rede. Zu den bislang entwickelten Ideen der im Zuge der Stadtentwicklung vorgelegten Rahmenplanung gehört aber die Nutzung als Verwaltungsstandort. Bereits seit Oktober vorigen Jahres ist es bekannt: Die 8,4 Millionen Euro teure Mehrzweckhalle in Lahde wird zu hundert Prozent vom Land gefördert. Baubeginn soll frühestens im Herbst dieses Jahres sein, es wird mit einer Bauzeit von zwei Jahren gerechnet. Bessere Straßen und besseres Licht 2021 sollen 750.000 Euro für die Straßen in Petershagen ausgegeben werden, im Jahr drauf sogar 1,2 Millionen. Dann ist neben dem laufenden Programm (dem jährlichen Einsatz von 600.000 Euro) die Erneuerung der Dingbreite für 300.000 Euro geplant . Die Straßenbeleuchtung in Petershagen soll komplett auf LED umgerüstet werden. Bei den Brücken sind ebenfalls Sanierungen geplant. Für den städtischen Bauhof stehen Ersatzbeschaffungen an, darunter ein Lkw mit Kran und zwei Transporter :500.000 Euro sind in 2021und 2022 Jahr insgesamt eingeplant. Schlüsselburg schützt sich vor den Weserfluten Für die Sanierung der Weserdeiche und andere Maßnahmen zum Hochwasserschutz wird mittelfristig mit Baukosten von rund zehn Millionen. Euro gerechnet. Das Land fördert bis zu 80 Prozent. Schwerpunkt ist die Deichanlage in Schlüsselburg. Baukosten hier: 5,8 Millionen Euro. 2021 und 2022 sind jeweils 490.000 Euro eingeplant. Beginn, Dauer und Umfang der Maßnahme stehe nicht exakt fest, so die Stadt.

Unbeirrt: Petershagen investiert in Breitband, Schulen und Feuerwehr

Wenn die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Petershagen ihre Leistungsfähigkeit erhalten soll, muss es ein spezielles Finanzierungsprogramm geben. Symbolfoto: Oliver Plöger © Plöger

Petershagen. Mehr als 43 Millionen Euro sollen in den nächsten fünf Jahren in den Breitbandausbau, die Digitalisierung bei den Schulen, in die Schulgebäude selbst, in die Lahder Mehrzweckhalle und in die Freiwillige Feuerwehr gesteckt werden. Außerdem fließen Gelder für die Sanierung der Straßen, den Hochwasserschutz und den Grunderwerb von Gewerbe- und Wohnraumflächen. Das macht Bürgermeister Dirk Breves (CDU) zum neuen Entwurf des Doppelhaushalts der Stadt Petershagen deutlich. Breves sieht trotz Corona „nie dagewesene Investitionen in die Zukunft“. Zwar sei der Haushalt „infiziert“, er sei aber trotzdem oder gerade deswegen auch ein Mutmacher. Beim ersten Durchblättern wird deutlich: Vielfach helfen Fördergelder.

Gigabit für alle bis zum Jahr 2025

In Petershagen profitieren rund 4.600 Haushalte vom Ausbau der sogenannten weißen Flecken, Bereiche also, an denen weniger als 30 Mbit/s ankommen. Der Ausbau wird zu 90 Prozent von Bund und Land gefördert, Petershagen steuert zwei Millionen Euro bei, im laufenden Jahr 800.000, 2022 dann 500.000. Die Arbeiten sind bis 2023 geplant. In diesem Frühjahr startet ein Förderprogramm zum Ausbau der so genannten grauen Flecken, wobei bis Ende 2022 der Ausbau von Haushalten mit weniger als 100 Mbit/s gefördert wird, ab 2023 auch von Adressen mit weniger als einem Gbit/s. Davon sollen noch einmal rund 5.000 Haushalte profitieren. Die Stadt rechnet mit einem Zuschuss von 2,5 Millionen Euro und wieder einer Förderung von 90 Prozent. Ziel ist es, dass bis 2025 alle Haushalte über einen Gigabitanschluss verfügen.

Gutes Lernen in guten Häusern

Zu den „dringlichsten Aufgaben der nächsten zwei Jahre“ gehöre die weitere Digitalisierung der Schulen, heißt es im Entwurf. Vom Digitalpakt des Bundes fließen etwa 907.000 Euro nach Petershagen, das Land stellt für die Sofortausstattung 152.000 Euro zur Verfügung, für die der Lehrer 103.500 Euro. Weiter gibt es Fördermittel für den Breitbandanschluss des Gymnasiums, der Sekundarschule und der Grundschulstandorte Petershagen und Eldagsen – hier ist von 180.000 Euro die Rede, der städtische Eigenanteil beträgt zehn Prozent. Bei den Lehrkräften muss die Stadt nur die Kosten tragen, die 500 Euro je Endgerät übersteigen. Der größte Kostenblock soll aber auf die Ausstattung der rund 140 Klassen- und Fachräume mit interaktiven Monitoren und Touchscreens entfallen.

Die Fördermittel für die Erweiterung des Ganztags sollen nach jetziger Planung an der Grundschule in Frille verwendet werden. Petershagen bekommt dazu rund 242.000 Euro. Auch der Altbau der Grundschule in Lahde soll weiter saniert werden. Im letzten Bauabschnitt 2021 soll die WC-Anlage erneuert werden, es gibt Restarbeiten beim Brandschutz, Baukosten 2021: 585.000 Euro. Aus den Investitionen für finanzschwache Kommunen – ein Fördergesetz des Landes – fließen weitere Gelder in die Sanierung des naturwissenschaftlichen Trakts am Gymnasium, hier 1,8 Millionen Euro. Restmittel sollen zur Erneuerung der Wärmeversorgung am Freibad genutzt werden.

Sanierungsstau bei denFeuerwehr-Gerätehäusern

Zwischen 2021 und 2027 benötigt die Freiwillige Feuerwehr Petershagen jährlich 600.000 Euro. Davon entfallen durchschnittlich etwa 400.000 Euro jährlich auf die Ersatzbeschaffung von Großfahrzeugen. Gleichzeitig ist der Sanierungsstau bei den Feuerwehrgerätehäusern groß. Deshalb, so der Vorschlag aus der Kämmerei, solle die Anschaffung der Fahrzeuge zeitlich gestreckt werden, konkret: alle zwei Jahre ein Großfahrzeug. In den nächsten fünf Jahren würden so 2,5 Millionen Euro (durchschnittlich 500.000 Euro pro Jahr) für Fahrzeuge und Ausrüstung bereitgestellt. Das seien knapp 50 Prozent mehr als in den Jahren 2019 und 2020, die Summe hier: 370.000 Euro. Für die in diesem Jahr geplante Anschaffung eines Löschgruppenfahrzeugs für Bierde seien 310.000 Euro zu Lasten des Haushaltsjahres 2022 veranschlagt worden.

Die beiden Kernorte sollen hübscher werden

Auch das vor über einem Jahr gestartete Haus- und Hofprogramm geht weiter. Für Zuschüsse an Private stehen 2021 und 2022 jeweils 130.000 Euro zur Verfügung. Innerhalb der Kernorte Petershagen und Lahde können Eigentümer Zuschüsse für die Sanierung von Fassaden, Dächern oder Freiflächen erhalten. Damit soll, so das Bauamt, eine nachhaltige Aufwertung des Stadtbilds erreicht werden. Weiter geplant wird auch der städtebauliche Fachbeitrag für Petershagen und Lahde, wobei die Zuwendungen im Doppelhaushalt bei 83.000 und 117.000 Euro liegen, die Kosten für Begleitmaßnahmen bei 138.000 und 195.000 Euro. Weitere Baukosten sind ab 2022 für die Außenanlagen im Bereich Sekundarschule/Grundschule geplant. Was die Zukunft der ehemaligen Grundschule an der Nachtigallenstraße in Petershagen angeht, ist zunächst nur von „Vorplanungen“ die Rede. Zu den bislang entwickelten Ideen der im Zuge der Stadtentwicklung vorgelegten Rahmenplanung gehört aber die Nutzung als Verwaltungsstandort. Bereits seit Oktober vorigen Jahres ist es bekannt: Die 8,4 Millionen Euro teure Mehrzweckhalle in Lahde wird zu hundert Prozent vom Land gefördert. Baubeginn soll frühestens im Herbst dieses Jahres sein, es wird mit einer Bauzeit von zwei Jahren gerechnet.

Bessere Straßen und besseres Licht

2021 sollen 750.000 Euro für die Straßen in Petershagen ausgegeben werden, im Jahr drauf sogar 1,2 Millionen. Dann ist neben dem laufenden Programm (dem jährlichen Einsatz von 600.000 Euro) die Erneuerung der Dingbreite für 300.000 Euro geplant . Die Straßenbeleuchtung in Petershagen soll komplett auf LED umgerüstet werden. Bei den Brücken sind ebenfalls Sanierungen geplant. Für den städtischen Bauhof stehen Ersatzbeschaffungen an, darunter ein Lkw mit Kran und zwei Transporter :500.000 Euro sind in 2021und 2022 Jahr insgesamt eingeplant.

Schlüsselburg schützt sich vor den Weserfluten

Für die Sanierung der Weserdeiche und andere Maßnahmen zum Hochwasserschutz wird mittelfristig mit Baukosten von rund zehn Millionen. Euro gerechnet. Das Land fördert bis zu 80 Prozent. Schwerpunkt ist die Deichanlage in Schlüsselburg. Baukosten hier: 5,8 Millionen Euro. 2021 und 2022 sind jeweils 490.000 Euro eingeplant. Beginn, Dauer und Umfang der Maßnahme stehe nicht exakt fest, so die Stadt.

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