Straßen, Brücken, Radwege: Kreis plant diverse große Sanierungsprojekte für Petershagen Sebastian Radermacher Petershagen. Der Kreis Minden-Lübbecke plant einige größere Sanierungsprojekte in Petershagen im Laufe dieses Jahres. Welche Maßnahmen drankommen, regelt eine Prioritätenliste. K36/Brücke in Ilvese Die Sanierung des Brückenbauwerks an der Ilveser Straße (K36), das über die Bahnstrecke führt, begann im vergangenen Herbst. Der Kreis nutzte die Gleissperrung durch die Bahn für die Instandsetzung. Die Arbeiten haben sich ins neue Jahr gezogen, das Projekt soll im April beendet werden, sagt Beatrix Aden, Leiterin des Bau- und Planungsamtes. Die Gesamtkosten liegen bei rund 350.000 Euro, für 2021 sind noch die Restarbeiten (etwa 25.000 Euro) veranschlagt. K5/Buchholz Die Kreisstraße 5 erhält eine grundhafte Sanierung: Die oberen beiden Asphaltschichten werden erneuert, erklärt Frank Jäkel, zuständiger Arbeitsgruppenleiter aus dem Fachamt. Konkret geht es um einen etwa 700 Meter langen Abschnitt im Bereich Buchholzer Straße/Buchholzer Eck. Der Baubeginn ist laut Kreis für Ende März/Anfang April vorgesehen, die Sanierung soll etwa einen Monat dauern. In dieser Zeit muss die Straße aus Arbeitsschutzgründen vollgesperrt werden, da sie nicht breit genug ist, um den Verkehr einspurig an der Baustelle vorbeileiten zu können, erklärt Aden. In etwa 80 Prozent der Fälle müsse der Kreis bei solchen Projekten eine Vollsperrung anordnen. Die Gesamtkosten für die Arbeiten an der K5 liegen bei rund 170.000 Euro. K36/Ilvese/Heimsen Die Kreisstraße 36 zwischen Ilvese und Heimsen (Ilveser Straße/An der Nodewehr) wird auf einer Länge von 1,5 Kilometern saniert. Die Bauarbeiten dauern etwa einen Monat und sollen im Juni/Juli über die Bühne gehen. Kosten: rund 450.000 Euro. K1/Schlüsselburg Im Bereich vom Stauwehr bis zur Einmündung zur K3 (Neuhof) wird der Brückenweg (Kreisstraße 1) auf einer Länge von knapp einem Kilometer instandgesetzt. Auch hier erfolgt eine sogenannte zweilagige Sanierung, was die Lebensdauer der Straße deutlich verlängert, so Jäkel. Der Auftrag ist vergeben, die Arbeiten sollen im Juni beginnen und etwa zwei bis drei Wochen dauern. Kosten: etwa 182.000 Euro. Der Zeitplan sei allerdings mit Vorsicht zu genießen. „Wir sind abhängig von einer Baumaßnahme auf der B441 im angrenzenden Niedersachsen", berichtet Jäkel. Wegen der Umleitungsstrecken seien beide Baustellen gleichzeitig nicht möglich. „Unser Zeitfenster ist deshalb begrenzt." K4/Neuenknick/Rosenhagen Die Kreisstraße 4 wird in zwei Abschnitten saniert. Zum einen die Quinheider Staße, zwischen den Einmündungen Depenbrock und Ilsberg, und dann noch einmal im weiteren Verlauf der Straße (Rosenhäger Ecke) bis zur Einmündung Rosenhäger Straße. Zwischen diesen beiden Sanierungsbereichen ist die Straße vor einigen Jahren bereits erneuert worden, sagt Beatrix Aden. Zusammen sind beide Abschnitte rund 2,9 Kilometer lang, die Kosten liegen bei rund 800.000 Euro. Die Bauarbeiten sollen im Juni beginnen und etwa einen Monat dauern. Über die Verkehrsführung in dieser Zeit wird aktuell noch diskutiert, man befinde sich in Abstimmungsgesprächen mit den Verkehrsbehörden, berichtet Jäkel. Voraussichtlich werde die beauftragte Firma die Sanierung in zwei oder drei Abschnitte aufteilen, kündigt er an. Kreisradweg/Ösperbrücke Der Kreis setzt die Sanierung des Kreisradwanderweges fort. In diesem Jahr ist eine Länge von rund 2,2 Kilometer vorgesehen, von der L770 nach Süden bis zur Einmündung Mindener Straße. Die Baukosten liegen bei rund 120.000 Euro. Die Maßnahme ist gekoppelt mit der dringend erforderlichen Modernisierung der dortigen Ösperbrücke. Der genaue Ablauf müsse noch koordiniert werden, erklärt Jäkel. Fest steht aber, dass die Arbeiten am Brückenbauwerk erst im Herbst beginnen können, weshalb der Kreis entschieden hat, auch den Radwanderweg erst in dieser Zeit anzugehen. Die Sanierung der Brücke – laut Aden „bautechnisch nicht ganz unproblematisch" – soll rund 350.000 Euro kosten. Beginn der beiden Maßnahmen ist für September/Oktober vorgesehen. Die Erneuerung des Radwanderweges wird etwa drei bis vier Wochen dauern, der genaue Zeitplan für die Brückensanierung steht noch nicht. Die Sanierungsliste des Kreises Minden-Lübbecke Rund vier Millionen Euro stehen jedes Jahr im Haushalt für die Sanierung der Straßen, Brücken und Radwege des Kreises zur Verfügung, das Bau- und Planungsamt muss mit diesem Budget auskommen und die dringendsten Maßnahmen auswählen. Bei diesen Projekten spricht man von grundhaften Sanierungen: Dabei wird der gesamte Oberbau einer Straße entfernt und erneuert. Kleinere, kurzfristig aufgetretene Mängel, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigen, werden durch die Straßenmeistereien im Rahmen der Straßenunterhaltung behoben. Wie landen ausgewählte Straßen letztlich auf der Sanierungsliste für das bevorstehende Jahr? Dazu hat die Kreisverwaltung 2017 ein Konzept ausgearbeitet. Dabei geht es nicht nur um erfasste Schäden, sondern um den allgemeinen Zustand einer Straße. Um diesen bewerten zu können, werden in dem Konzept verschiedene Faktoren berücksichtigt und darauf basierend eine Prioritätenliste erstellt. Eine Rolle spielen zum Beispiel die Verkehrsbelastung einer Straße, die Verkehrssicherheit und auch Ergebnisse einer Straßenzustandserfassung, die der Kreis mit der Landesbehörde Straßen NRW in Angriff nimmt. Alle fünf Jahre wird der Zustand neu erfasst. Momentan erarbeitet die Kreisverwaltung anhand des aktualisierten Datenmaterials eine neue Prioritätenliste – erstmals auch für die Radwege, berichtet Amtsleiterin Beatrix Aden. Die Liste werde bald der Kreispolitik vorgestellt.

Straßen, Brücken, Radwege: Kreis plant diverse große Sanierungsprojekte für Petershagen

Der Kreis Minden-Lübbecke plant für Petershagen einige Sanierungsprojekte. © imago images/Jochen Eckel

Petershagen. Der Kreis Minden-Lübbecke plant einige größere Sanierungsprojekte in Petershagen im Laufe dieses Jahres. Welche Maßnahmen drankommen, regelt eine Prioritätenliste.

K36/Brücke in Ilvese

Die Sanierung des Brückenbauwerks an der Ilveser Straße (K36), das über die Bahnstrecke führt, begann im vergangenen Herbst. Der Kreis nutzte die Gleissperrung durch die Bahn für die Instandsetzung. Die Arbeiten haben sich ins neue Jahr gezogen, das Projekt soll im April beendet werden, sagt Beatrix Aden, Leiterin des Bau- und Planungsamtes. Die Gesamtkosten liegen bei rund 350.000 Euro, für 2021 sind noch die Restarbeiten (etwa 25.000 Euro) veranschlagt.

Die Sanierungen im Überblick. - © Mindener Tageblatt
Die Sanierungen im Überblick. - © Mindener Tageblatt

K5/Buchholz

Die Kreisstraße 5 erhält eine grundhafte Sanierung: Die oberen beiden Asphaltschichten werden erneuert, erklärt Frank Jäkel, zuständiger Arbeitsgruppenleiter aus dem Fachamt. Konkret geht es um einen etwa 700 Meter langen Abschnitt im Bereich Buchholzer Straße/Buchholzer Eck. Der Baubeginn ist laut Kreis für Ende März/Anfang April vorgesehen, die Sanierung soll etwa einen Monat dauern. In dieser Zeit muss die Straße aus Arbeitsschutzgründen vollgesperrt werden, da sie nicht breit genug ist, um den Verkehr einspurig an der Baustelle vorbeileiten zu können, erklärt Aden. In etwa 80 Prozent der Fälle müsse der Kreis bei solchen Projekten eine Vollsperrung anordnen. Die Gesamtkosten für die Arbeiten an der K5 liegen bei rund 170.000 Euro.

K36/Ilvese/Heimsen

Die Kreisstraße 36 zwischen Ilvese und Heimsen (Ilveser Straße/An der Nodewehr) wird auf einer Länge von 1,5 Kilometern saniert. Die Bauarbeiten dauern etwa einen Monat und sollen im Juni/Juli über die Bühne gehen. Kosten: rund 450.000 Euro.

K1/Schlüsselburg

Im Bereich vom Stauwehr bis zur Einmündung zur K3 (Neuhof) wird der Brückenweg (Kreisstraße 1) auf einer Länge von knapp einem Kilometer instandgesetzt. Auch hier erfolgt eine sogenannte zweilagige Sanierung, was die Lebensdauer der Straße deutlich verlängert, so Jäkel. Der Auftrag ist vergeben, die Arbeiten sollen im Juni beginnen und etwa zwei bis drei Wochen dauern. Kosten: etwa 182.000 Euro.

Der Zeitplan sei allerdings mit Vorsicht zu genießen. „Wir sind abhängig von einer Baumaßnahme auf der B441 im angrenzenden Niedersachsen", berichtet Jäkel. Wegen der Umleitungsstrecken seien beide Baustellen gleichzeitig nicht möglich. „Unser Zeitfenster ist deshalb begrenzt."

K4/Neuenknick/Rosenhagen

Die Kreisstraße 4 wird in zwei Abschnitten saniert. Zum einen die Quinheider Staße, zwischen den Einmündungen Depenbrock und Ilsberg, und dann noch einmal im weiteren Verlauf der Straße (Rosenhäger Ecke) bis zur Einmündung Rosenhäger Straße. Zwischen diesen beiden Sanierungsbereichen ist die Straße vor einigen Jahren bereits erneuert worden, sagt Beatrix Aden. Zusammen sind beide Abschnitte rund 2,9 Kilometer lang, die Kosten liegen bei rund 800.000 Euro.

Die Bauarbeiten sollen im Juni beginnen und etwa einen Monat dauern. Über die Verkehrsführung in dieser Zeit wird aktuell noch diskutiert, man befinde sich in Abstimmungsgesprächen mit den Verkehrsbehörden, berichtet Jäkel. Voraussichtlich werde die beauftragte Firma die Sanierung in zwei oder drei Abschnitte aufteilen, kündigt er an.

Kreisradweg/Ösperbrücke

Der Kreis setzt die Sanierung des Kreisradwanderweges fort. In diesem Jahr ist eine Länge von rund 2,2 Kilometer vorgesehen, von der L770 nach Süden bis zur Einmündung Mindener Straße. Die Baukosten liegen bei rund 120.000 Euro. Die Maßnahme ist gekoppelt mit der dringend erforderlichen Modernisierung der dortigen Ösperbrücke. Der genaue Ablauf müsse noch koordiniert werden, erklärt Jäkel. Fest steht aber, dass die Arbeiten am Brückenbauwerk erst im Herbst beginnen können, weshalb der Kreis entschieden hat, auch den Radwanderweg erst in dieser Zeit anzugehen. Die Sanierung der Brücke – laut Aden „bautechnisch nicht ganz unproblematisch" – soll rund 350.000 Euro kosten. Beginn der beiden Maßnahmen ist für September/Oktober vorgesehen. Die Erneuerung des Radwanderweges wird etwa drei bis vier Wochen dauern, der genaue Zeitplan für die Brückensanierung steht noch nicht.

Die Sanierungsliste des Kreises Minden-Lübbecke

Rund vier Millionen Euro stehen jedes Jahr im Haushalt für die Sanierung der Straßen, Brücken und Radwege des Kreises zur Verfügung, das Bau- und Planungsamt muss mit diesem Budget auskommen und die dringendsten Maßnahmen auswählen.

Bei diesen Projekten spricht man von grundhaften Sanierungen: Dabei wird der gesamte Oberbau einer Straße entfernt und erneuert. Kleinere, kurzfristig aufgetretene Mängel, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigen, werden durch die Straßenmeistereien im Rahmen der Straßenunterhaltung behoben.

Wie landen ausgewählte Straßen letztlich auf der Sanierungsliste für das bevorstehende Jahr? Dazu hat die Kreisverwaltung 2017 ein Konzept ausgearbeitet. Dabei geht es nicht nur um erfasste Schäden, sondern um den allgemeinen Zustand einer Straße. Um diesen bewerten zu können, werden in dem Konzept verschiedene Faktoren berücksichtigt und darauf basierend eine Prioritätenliste erstellt. Eine Rolle spielen zum Beispiel die Verkehrsbelastung einer Straße, die Verkehrssicherheit und auch Ergebnisse einer Straßenzustandserfassung, die der Kreis mit der Landesbehörde Straßen NRW in Angriff nimmt.

Alle fünf Jahre wird der Zustand neu erfasst. Momentan erarbeitet die Kreisverwaltung anhand des aktualisierten Datenmaterials eine neue Prioritätenliste – erstmals auch für die Radwege, berichtet Amtsleiterin Beatrix Aden. Die Liste werde bald der Kreispolitik vorgestellt.

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