Stadt will auf LED umstellen Petershagen (hy). Die gesamte Straßenbeleuchtung in der Stadt Petershagen soll auf LED umgestellt werden. Das hat der Infrastrukturausschuss beschlossen. Die SPD setzt sich dafür ein, dass auch kostenneutrale Ausweitungen der Brennzeiten insbesondere unter dem Aspekt der Lichtemissionen (Lichtverschmutzung) geprüft werden. Aktuell betreibt die Stadt rund 4.000 Lichtpunkte. 2016 war der Beschluss gefasst worden, möglichst viele Leuchtenköpfe mit Quecksilber-Leuchtmitteln auf LED umzurüsten. Das ist mittlerweile bei rund 300 Leuchten geschehen. Die Brennzeiten sind 2010 auf die Zeit von 6 bis 23 Uhr reduziert worden. In den Monaten Juni und Juli ist die Straßenbeleuchtung außer Betrieb. Inzwischen sei vermehrt der Wunsch einer Ausweitung der Brennzeiten zur Wahrung der Verkehrssicherheit und um das individuelle Sicherheitsgefühl zu erhöhen an die Verwaltung herangetragen worden. Es bestehe keine generelle Pflicht, Straßen zu beleuchten, heißt es in der Präsentation im Ausschuss. Dazu hat das Oberlandesgericht München 2010 geurteilt: „In Anbetracht des ausgedehnten Straßen- und Wegenetzes der öffentlich-rechtlichen Gebietskörperschaften und deren beschränkter Mittel sind nur solche Beleuchtungsmaßnahmen zu treffen, für die ein wirkliches Sicherungsbedürfnis besteht.“ Verstärkte Straßenbeleuchtung führe auf der anderen Seite zu Lichtverschmutzung, die per Antrag der SPD künftig vermieden werden sollen, so die Verwaltung. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz habe Kriterien für eine umweltgerechte Außenbeleuchtung erarbeitet, unter anderem soll die Beleuchtung während der nächtlichen Ruhezeiten in der Leistung reduziert oder ausgeschaltet werden. Damit sollen Störeinflüsse auf Insekten, Vögel und Fledermäuse minimiert werden. Der Stromverbrauch in Petershagen lag 2020 bei 558.000 kWh (2016: 632.000), die mittlere Leistung je Leuchtpunkt beträgt 88 Watt. Mit der Umstellung auf LED kann dies auf rund 30 Watt im Durchschnitt reduziert werden. Die Stromkosten lagen 2020 bei gut 141.000 Euro, die Unterhaltungskosten bei knapp 69.000 Euro. Letztere sind seit 2013 kontinuierlich gestiegen. Die Vorteile neuer Leuchten mit LED-Technik sind: Absenken des Energieverbrauchs, größere Wartungsabstände und Einsparung von Wartungskosten, Verbesserung der Beleuchtungssituation (Ausleuchtung). Auf Rückfrage erklärte Bauamtsleiter Kay Busche, dass nicht nur das Leuchtmittel, sondern immer der ganze Leuchtenkopf ausgetauscht werden müsse. Die Kosten dafür betragen rund 500 Euro. Nötig ist dafür eine neue Technik am Verteiler.

Stadt will auf LED umstellen

Petershagen will alle Straßenlampen auf LED-Technik umrüsten. Archivfoto: Uwe Anspach/dpa © Uwe Anspach

Petershagen (hy). Die gesamte Straßenbeleuchtung in der Stadt Petershagen soll auf LED umgestellt werden. Das hat der Infrastrukturausschuss beschlossen. Die SPD setzt sich dafür ein, dass auch kostenneutrale Ausweitungen der Brennzeiten insbesondere unter dem Aspekt der Lichtemissionen (Lichtverschmutzung) geprüft werden.

Aktuell betreibt die Stadt rund 4.000 Lichtpunkte. 2016 war der Beschluss gefasst worden, möglichst viele Leuchtenköpfe mit Quecksilber-Leuchtmitteln auf LED umzurüsten. Das ist mittlerweile bei rund 300 Leuchten geschehen. Die Brennzeiten sind 2010 auf die Zeit von 6 bis 23 Uhr reduziert worden. In den Monaten Juni und Juli ist die Straßenbeleuchtung außer Betrieb.

Inzwischen sei vermehrt der Wunsch einer Ausweitung der Brennzeiten zur Wahrung der Verkehrssicherheit und um das individuelle Sicherheitsgefühl zu erhöhen an die Verwaltung herangetragen worden. Es bestehe keine generelle Pflicht, Straßen zu beleuchten, heißt es in der Präsentation im Ausschuss. Dazu hat das Oberlandesgericht München 2010 geurteilt: „In Anbetracht des ausgedehnten Straßen- und Wegenetzes der öffentlich-rechtlichen Gebietskörperschaften und deren beschränkter Mittel sind nur solche Beleuchtungsmaßnahmen zu treffen, für die ein wirkliches Sicherungsbedürfnis besteht.“

Verstärkte Straßenbeleuchtung führe auf der anderen Seite zu Lichtverschmutzung, die per Antrag der SPD künftig vermieden werden sollen, so die Verwaltung. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz habe Kriterien für eine umweltgerechte Außenbeleuchtung erarbeitet, unter anderem soll die Beleuchtung während der nächtlichen Ruhezeiten in der Leistung reduziert oder ausgeschaltet werden. Damit sollen Störeinflüsse auf Insekten, Vögel und Fledermäuse minimiert werden.

Der Stromverbrauch in Petershagen lag 2020 bei 558.000 kWh (2016: 632.000), die mittlere Leistung je Leuchtpunkt beträgt 88 Watt. Mit der Umstellung auf LED kann dies auf rund 30 Watt im Durchschnitt reduziert werden. Die Stromkosten lagen 2020 bei gut 141.000 Euro, die Unterhaltungskosten bei knapp 69.000 Euro. Letztere sind seit 2013 kontinuierlich gestiegen.

Die Vorteile neuer Leuchten mit LED-Technik sind: Absenken des Energieverbrauchs, größere Wartungsabstände und Einsparung von Wartungskosten, Verbesserung der Beleuchtungssituation (Ausleuchtung). Auf Rückfrage erklärte Bauamtsleiter Kay Busche, dass nicht nur das Leuchtmittel, sondern immer der ganze Leuchtenkopf ausgetauscht werden müsse. Die Kosten dafür betragen rund 500 Euro. Nötig ist dafür eine neue Technik am Verteiler.

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