Stadt Petershagen will Verwaltung im ehemaligen Grundschulgebäude zusammenlegen Oliver Plöger Petershagen. Wird die Verwaltung in Petershagen künftig nur noch an der Nachtigallenstraße residieren? So legt es das Ergebnis der städtebaulichen Rahmenplanung für den Ortskern Petershagen nahe. Von einem Standort „mit zukunftsweisendem Anspruch“ ist im Abschlussbericht der Bielefelder Kommunalplanung „Complan“ die Rede. Und tatsächlich: „Wir werden vorschlagen, das Gebäude für die Verwaltung zu nutzen“, so gestern Lisa Rast, die bei der Stadt Petershagen Ansprechpartnerin für die Städtebau-Projekte ist. Die weitere Nutzung des ehemaligen Schulgebäudes stehe aber noch nicht abschließend fest und müsse erst noch geprüft werden. Auch was aus den beiden bisherigen Rathäusern wird, sei offen. Rast verwies dazu auf die notwendigen politischen Entscheidungen. Darauf legt auch Kay Busche als Bauamtsleiter Wert: „Wir reden momentan von einer Vorzugsvariante.“ Abhängig sei die auch von Kosten und möglichen Förderungen. Umgesetzt werden sollen die Vorschläge in den kommenden Jahren. Natürlich sei es nach Worten von Lisa Rast ein Knackpunkt, dass die Öffentlichkeit nicht – wie ursprünglich geplant – die Konzepte für die Ortskerne von Lahde und Petershagen beim „Tag der Städtebauförderung“ kennenlernen konnte. Auch diese Veranstaltung musste wegen Corona gestrichen werden. Offiziell vorgestellt wird die Rahmenplanung deshalb in der Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses am Dienstag, 9. Juni, um 17 Uhr in der Aula der Sekundarschule. Weil die Abstandsregelungen im Rathaus Lahde nicht einzuhalten wären, wie es vom Bürgermeister hieß. Nachteil: Während der Abhandlung der Tagesordnungspunkte sind Fragen von Sitzungsbesuchern nicht erlaubt – eine Forderung der Gemeindeordnung. Die Unterlagen zur Städtebauplanung in Petershagen und Lahde-Nord, so Lisa Rast, sind allerdings unter www.petershagen.de komplett ins Internet eingestellt worden. „Wir sind hier in der Stadtverwaltung auch gerne bereit, alle Fragen zum Thema zu beantworten“, hieß es gestern. Laut Kay Busche dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass die Öffentlichkeit beim Thema Rahmenplanung außen vor sei. Er erinnerte an die Auftaktveranstaltung und den eigens veranstalteten Workshop. Im Juni und September vorigen Jahres hatte es zudem Vor-Ort-Begehungen gegeben (das MT berichtete), moderiert hatten die Veranstaltungen Vertreter der Stadt und des beauftragten Planungsbüros. Noch im Vorjahr hatte die Stadt versucht, das 1925 und 1926 gebaute Schulgebäude auf Internet-Plattformen wie Immobilienscout 24 oder über die städtische Homepage zu veräußern. Ohne Erfolg. Bereits im Zusammenhang mit dem Integrierten kommunalem Entwicklungskonzept (Ikek), mit dem die Gesamtstadt 2017 in die Zukunftsplanung eingestiegen war, war von der Restaurierung durch eine Baugenossenschaft die Rede, ebenso von einem städtischen Museum, das hier untergebracht werden könnte. Frühe Option war aber auch der Vorschlag, den Ort Petershagen verstärkt zum Verwaltungsstandort zu machen. Wörtlich heißt es im jetzt vorgelegten Konzept: „Eine effiziente fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit, bürgernahe Verwaltungsarbeit und transparenter Bürgerservice werden am gemeinsamen Standort realisiert.“ Die ehemalige Schulhoffläche könne gezielt entsiegelt werden und würde als Aufenthaltsort aufgewertet. Geplant ist danach auch ein Erweiterungsbau, der, so heißt es wörtlich, den Standort verdichtet. Wunschziel der Stadt ist es, in der ehemaligen Grundschule Petershagen ein gemeinsames Dach für die Verwaltungsstandorte Petershagen und Lahde zu finden. Wie das konkret aussehen kann, ist allerdings noch nicht klar – ebenso wie die Frage, was aus den beiden bisherigen Verwaltungsgebäuden in Petershagen und Lahde wird. Umnutzungen aber wären grundsätzlich denkbar, wie es gestern aus der Verwaltung hieß. Im Konzept ist davon die Rede, dass etwa das Rathaus in Petershagen zum Ort für Stadtgesellschaft und Gäste avanciert. Die Tourist-Information im Erdgeschoss sei in zentraler Lage sinnvoll, im Obergeschoss könnten Veranstaltungen und Seminare stattfinden, der Rathaus-Vorplatz könne auch außerhalb der Marktzeiten zum Treffpunkt werden. Dazu müsste der aktuell noch etwas langweilig wirkende Platz allerdings umgestaltet werden. Der Autor ist erreichbar unter (0571) 882 264 oder Oliver.Ploeger@MT.de

Stadt Petershagen will Verwaltung im ehemaligen Grundschulgebäude zusammenlegen

Früher Schule, künftig Verwaltung? Für das Gebäude an der Nachtigallenstraße gibt es nun konkrete Vorschläge. Ob die umgesetzt werden, muss allerdings die Politik entscheiden. MT- © Foto: Oliver Plöger

Petershagen. Wird die Verwaltung in Petershagen künftig nur noch an der Nachtigallenstraße residieren? So legt es das Ergebnis der städtebaulichen Rahmenplanung für den Ortskern Petershagen nahe. Von einem Standort „mit zukunftsweisendem Anspruch“ ist im Abschlussbericht der Bielefelder Kommunalplanung „Complan“ die Rede. Und tatsächlich: „Wir werden vorschlagen, das Gebäude für die Verwaltung zu nutzen“, so gestern Lisa Rast, die bei der Stadt Petershagen Ansprechpartnerin für die Städtebau-Projekte ist.

Die weitere Nutzung des ehemaligen Schulgebäudes stehe aber noch nicht abschließend fest und müsse erst noch geprüft werden. Auch was aus den beiden bisherigen Rathäusern wird, sei offen. Rast verwies dazu auf die notwendigen politischen Entscheidungen. Darauf legt auch Kay Busche als Bauamtsleiter Wert: „Wir reden momentan von einer Vorzugsvariante.“ Abhängig sei die auch von Kosten und möglichen Förderungen. Umgesetzt werden sollen die Vorschläge in den kommenden Jahren.

Natürlich sei es nach Worten von Lisa Rast ein Knackpunkt, dass die Öffentlichkeit nicht – wie ursprünglich geplant – die Konzepte für die Ortskerne von Lahde und Petershagen beim „Tag der Städtebauförderung“ kennenlernen konnte. Auch diese Veranstaltung musste wegen Corona gestrichen werden. Offiziell vorgestellt wird die Rahmenplanung deshalb in der Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses am Dienstag, 9. Juni, um 17 Uhr in der Aula der Sekundarschule. Weil die Abstandsregelungen im Rathaus Lahde nicht einzuhalten wären, wie es vom Bürgermeister hieß. Nachteil: Während der Abhandlung der Tagesordnungspunkte sind Fragen von Sitzungsbesuchern nicht erlaubt – eine Forderung der Gemeindeordnung.

Die Unterlagen zur Städtebauplanung in Petershagen und Lahde-Nord, so Lisa Rast, sind allerdings unter www.petershagen.de komplett ins Internet eingestellt worden. „Wir sind hier in der Stadtverwaltung auch gerne bereit, alle Fragen zum Thema zu beantworten“, hieß es gestern. Laut Kay Busche dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass die Öffentlichkeit beim Thema Rahmenplanung außen vor sei. Er erinnerte an die Auftaktveranstaltung und den eigens veranstalteten Workshop. Im Juni und September vorigen Jahres hatte es zudem Vor-Ort-Begehungen gegeben (das MT berichtete), moderiert hatten die Veranstaltungen Vertreter der Stadt und des beauftragten Planungsbüros.

Noch im Vorjahr hatte die Stadt versucht, das 1925 und 1926 gebaute Schulgebäude auf Internet-Plattformen wie Immobilienscout 24 oder über die städtische Homepage zu veräußern. Ohne Erfolg. Bereits im Zusammenhang mit dem Integrierten kommunalem Entwicklungskonzept (Ikek), mit dem die Gesamtstadt 2017 in die Zukunftsplanung eingestiegen war, war von der Restaurierung durch eine Baugenossenschaft die Rede, ebenso von einem städtischen Museum, das hier untergebracht werden könnte. Frühe Option war aber auch der Vorschlag, den Ort Petershagen verstärkt zum Verwaltungsstandort zu machen. Wörtlich heißt es im jetzt vorgelegten Konzept: „Eine effiziente fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit, bürgernahe Verwaltungsarbeit und transparenter Bürgerservice werden am gemeinsamen Standort realisiert.“

Die ehemalige Schulhoffläche könne gezielt entsiegelt werden und würde als Aufenthaltsort aufgewertet. Geplant ist danach auch ein Erweiterungsbau, der, so heißt es wörtlich, den Standort verdichtet. Wunschziel der Stadt ist es, in der ehemaligen Grundschule Petershagen ein gemeinsames Dach für die Verwaltungsstandorte Petershagen und Lahde zu finden. Wie das konkret aussehen kann, ist allerdings noch nicht klar – ebenso wie die Frage, was aus den beiden bisherigen Verwaltungsgebäuden in Petershagen und Lahde wird. Umnutzungen aber wären grundsätzlich denkbar, wie es gestern aus der Verwaltung hieß. Im Konzept ist davon die Rede, dass etwa das Rathaus in Petershagen zum Ort für Stadtgesellschaft und Gäste avanciert. Die Tourist-Information im Erdgeschoss sei in zentraler Lage sinnvoll, im Obergeschoss könnten Veranstaltungen und Seminare stattfinden, der Rathaus-Vorplatz könne auch außerhalb der Marktzeiten zum Treffpunkt werden. Dazu müsste der aktuell noch etwas langweilig wirkende Platz allerdings umgestaltet werden.

Der Autor ist erreichbar unter (0571) 882 264 oder Oliver.Ploeger@MT.de

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