Stadt Petershagen prüft Einbau von Luftfiltern in Klassenräumen Oliver Plöger Petershagen. Die Stadt Petershagen will Maßnahmen zur Verbesserung der Raumluft in den Klassenräumen der Schulen im Stadtgebiet prüfen. Das kündigte Bürgermeister Dirk Breves (CDU) an. Eine entsprechende Anfrage hatte zuvor Benjamin Schmidt (SPD) mit Verweis auf ein soeben verlängertes Förderprogramm des Bundes gestellt. „Wir wissen ja, dass die Kinder bis in den Herbst hinein noch nicht geimpft sind“, betonte Benjamin Schmidt, der eine Verschärfung der Coronalage für realistisch hält. In der Tat sei das Förderprogramm des Bundes nicht nur verlängert, sondern auch erweitert worden, wie Dirk Breves betonte. „Auch der Bund hat erkannt, dass es mit der Impfung der unter Zwölfjährigen noch nicht so schnell klappen wird. Von daher werden auch stationäre raumlufttechnische Anlagen gefördert.“ Anträge seien bis zum Ende des Jahres zu stellen, dann habe die Stadt ein Jahr Zeit für die Umsetzung. „Wir werden uns das im Detail angucken und fragen: Wo macht es Sinn“, kündigte der Bürgermeister an. Breves erinnerte aber auch an die noch aktuelle Empfehlung des Städte- und Gemeindebundes, der lediglich dann zu einer technischen Aufrüstung riet, wenn eine natürliche Belüftung von Schulräumen aus baulichen Gründen nicht möglich sei. Fachliche Grundlage für diese Empfehlung sei eine Veröffentlichung des Bundesumweltamts unter dem Titel „Infektiöse Aerosole in Innenräumen“. Breves: „Unser Bundesumweltamt sagt immer noch: Lüften sticht raumtechnische Anlagen.“ Im Winter sei das möglicherweise ein bisschen unangenehm, kurzes Stoßlüften aber sei das Effektivste überhaupt. Dennoch werde die Stadt im Rahmen des ausgeweiteten Bundesförderprogramms den Einsatz von stationären raumlufttechnischen Anlagen in Schulen prüfen. Ursprünglich hatte der Bund lediglich den Einbau von Luftfilteranlagen in öffentlichen Gebäuden, Museen oder auch Schulaulen mitfinanziert. Mittlerweile gibt es die Hilfen auch für Schulen und Kitas. Anträge werden beim Bundesamt für Wirtschaft gestellt.

Stadt Petershagen prüft Einbau von Luftfiltern in Klassenräumen

Die Ansteckungsgefahr kann durch Stoßlüften in den Klassenräumen minimiert werden, heißt es vom Bund. Wo das nicht geht, werden Filteranlagen gefördert. Petershagen prüft derzeit die Möglichkeiten. Symbolfoto: Daniel Reinhardt/dpa © Daniel Reinhardt

Petershagen. Die Stadt Petershagen will Maßnahmen zur Verbesserung der Raumluft in den Klassenräumen der Schulen im Stadtgebiet prüfen. Das kündigte Bürgermeister Dirk Breves (CDU) an. Eine entsprechende Anfrage hatte zuvor Benjamin Schmidt (SPD) mit Verweis auf ein soeben verlängertes Förderprogramm des Bundes gestellt.

„Wir wissen ja, dass die Kinder bis in den Herbst hinein noch nicht geimpft sind“, betonte Benjamin Schmidt, der eine Verschärfung der Coronalage für realistisch hält.

In der Tat sei das Förderprogramm des Bundes nicht nur verlängert, sondern auch erweitert worden, wie Dirk Breves betonte. „Auch der Bund hat erkannt, dass es mit der Impfung der unter Zwölfjährigen noch nicht so schnell klappen wird. Von daher werden auch stationäre raumlufttechnische Anlagen gefördert.“ Anträge seien bis zum Ende des Jahres zu stellen, dann habe die Stadt ein Jahr Zeit für die Umsetzung. „Wir werden uns das im Detail angucken und fragen: Wo macht es Sinn“, kündigte der Bürgermeister an.

Breves erinnerte aber auch an die noch aktuelle Empfehlung des Städte- und Gemeindebundes, der lediglich dann zu einer technischen Aufrüstung riet, wenn eine natürliche Belüftung von Schulräumen aus baulichen Gründen nicht möglich sei. Fachliche Grundlage für diese Empfehlung sei eine Veröffentlichung des Bundesumweltamts unter dem Titel „Infektiöse Aerosole in Innenräumen“. Breves: „Unser Bundesumweltamt sagt immer noch: Lüften sticht raumtechnische Anlagen.“ Im Winter sei das möglicherweise ein bisschen unangenehm, kurzes Stoßlüften aber sei das Effektivste überhaupt. Dennoch werde die Stadt im Rahmen des ausgeweiteten Bundesförderprogramms den Einsatz von stationären raumlufttechnischen Anlagen in Schulen prüfen.

Ursprünglich hatte der Bund lediglich den Einbau von Luftfilteranlagen in öffentlichen Gebäuden, Museen oder auch Schulaulen mitfinanziert. Mittlerweile gibt es die Hilfen auch für Schulen und Kitas. Anträge werden beim Bundesamt für Wirtschaft gestellt.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Petershagen