Sperrstunde für Feiern und Gastwirtschaft: Um 4 Uhr ist in Petershagen Schluss Petershagen (plö). Festivitäten sind angesichts von Corona ausgefallen, nachts war es entsprechend ruhig in Petershagen. Dennoch musste sich der Rat jetzt mit der Sperrzeit für Schank- und Speisewirtschaften „an bestimmten Tagen“ auseinandersetzen. Grund war die Geltungsdauer der Verfügung, die auf insgesamt 20 Jahre festgelegt ist. Für Petershagen war die Verordnung im Jahr 2000 erlassen worden. Und ganz offenbar hat sie sich bewährt – ohne Diskussionen und einstimmig hat der Rat den neuen Regelungen zugestimmt. Wirklich neu sind die allerdings nicht. In Petershagen bleibt es beim Beginn der Sperrzeit bei 4 Uhr. Diese Zeit, so hieß es von Bürgermeister Dieter Blume (CDU), habe in der Vergangenheit zu keinen ordnungsrechtlichen Problemen geführt. Die Sperrstunde gilt an „bestimmten Tagen“, hier von Fastnachts-Samstag bis Fastnachts-Dienstag, vom 30. April auf den 1. Mai und an den Markttagen. Weiter gilt sie bei Schützenfesten, Volksfesten Heimatfesten, Sportfesten, Reiterfesten, Erntefesten, Seemannsfesten und, so heißt es weiter bei „ähnlichen Veranstaltungen“. Und doch wurde der alte Verordnungstext nicht „eins zu eins“ übernommen. Neu eingeführt hat die Verwaltung in der aktuellen Auflage die Ausnahmeregelung. Wörtlich heißt es jetzt: „Bei Vorliegen eines öffentlichen Bedürfnisses oder besonderer örtlicher Verhältnisse kann im Einzelfall die Sperrzeit verlängert, verkürzt oder aufgehoben werden. Die Verkürzung oder Aufhebung der Sperrzeit kann befristet oder widerruflich erteilt und jederzeit mit Auflagen versehen werden.“ Wer sich ansonsten vorsätzlich oder fahrlässig nicht an die Sperrstunde hält, riskiert eine Geldbuße bis zu 5.000 Euro. Die Verordnung soll in der aktuellen Fassung erneut 20 Jahre gelten, auch das wird ausdrücklich betont. Gleiches gilt übrigens für die Nachruhe auf dem Gebiet der Stadt Petershagen. Auch hier war nach 20 Jahren wieder ein offizieller Ratsbeschluss notwendig. Ab vier Uhr darf in den Zeiträumen, für die die Sperrstunden gelten, keine Ruhestörung stattfinden. Auch hier drohen bei Nichtbeachtung bis zu 5.000 Euro Bußgeld. Auch hier habe es in der Vergangenheit keine Probleme gegeben, teilte der Bürgermeister mit. Ein Ende der Sperrpflichten geben die beiden aktualisierten Verordnungen übrigens nicht an. Hier verweist das Innenministerium des Landes allerdings auf eine „Allgemeine Sperrzeit“, die generell um 6 Uhr endet. Dann aber dürften die meisten müde sein.

Sperrstunde für Feiern und Gastwirtschaft: Um 4 Uhr ist in Petershagen Schluss

Feiern ohne Ende? Nicht ganz. Um 4 Uhr ist bei den meisten Festen Schluss. Symbolfoto: Frank Leonhardt/dpa © Frank Leonhardt

Petershagen (plö). Festivitäten sind angesichts von Corona ausgefallen, nachts war es entsprechend ruhig in Petershagen. Dennoch musste sich der Rat jetzt mit der Sperrzeit für Schank- und Speisewirtschaften „an bestimmten Tagen“ auseinandersetzen. Grund war die Geltungsdauer der Verfügung, die auf insgesamt 20 Jahre festgelegt ist. Für Petershagen war die Verordnung im Jahr 2000 erlassen worden. Und ganz offenbar hat sie sich bewährt – ohne Diskussionen und einstimmig hat der Rat den neuen Regelungen zugestimmt.

Wirklich neu sind die allerdings nicht. In Petershagen bleibt es beim Beginn der Sperrzeit bei 4 Uhr. Diese Zeit, so hieß es von Bürgermeister Dieter Blume (CDU), habe in der Vergangenheit zu keinen ordnungsrechtlichen Problemen geführt. Die Sperrstunde gilt an „bestimmten Tagen“, hier von Fastnachts-Samstag bis Fastnachts-Dienstag, vom 30. April auf den 1. Mai und an den Markttagen. Weiter gilt sie bei Schützenfesten, Volksfesten Heimatfesten, Sportfesten, Reiterfesten, Erntefesten, Seemannsfesten und, so heißt es weiter bei „ähnlichen Veranstaltungen“.

Und doch wurde der alte Verordnungstext nicht „eins zu eins“ übernommen. Neu eingeführt hat die Verwaltung in der aktuellen Auflage die Ausnahmeregelung. Wörtlich heißt es jetzt: „Bei Vorliegen eines öffentlichen Bedürfnisses oder besonderer örtlicher Verhältnisse kann im Einzelfall die Sperrzeit verlängert, verkürzt oder aufgehoben werden. Die Verkürzung oder Aufhebung der Sperrzeit kann befristet oder widerruflich erteilt und jederzeit mit Auflagen versehen werden.“

Wer sich ansonsten vorsätzlich oder fahrlässig nicht an die Sperrstunde hält, riskiert eine Geldbuße bis zu 5.000 Euro. Die Verordnung soll in der aktuellen Fassung erneut 20 Jahre gelten, auch das wird ausdrücklich betont.

Gleiches gilt übrigens für die Nachruhe auf dem Gebiet der Stadt Petershagen. Auch hier war nach 20 Jahren wieder ein offizieller Ratsbeschluss notwendig. Ab vier Uhr darf in den Zeiträumen, für die die Sperrstunden gelten, keine Ruhestörung stattfinden. Auch hier drohen bei Nichtbeachtung bis zu 5.000 Euro Bußgeld. Auch hier habe es in der Vergangenheit keine Probleme gegeben, teilte der Bürgermeister mit.

Ein Ende der Sperrpflichten geben die beiden aktualisierten Verordnungen übrigens nicht an. Hier verweist das Innenministerium des Landes allerdings auf eine „Allgemeine Sperrzeit“, die generell um 6 Uhr endet. Dann aber dürften die meisten müde sein.

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