Singend bis zum eisernen Fest: Irmgard und Wilhelm Dilewski sind seit 65 Jahren verheiratet Petershagen-Friedewalde (Wes). Vor 65 Jahren läuteten in der Friedewalder Kirche für Wilhelm und Irmgard Dilewski die Hochzeitsglocken. Nun wird das eiserne Ehejubiläum mit der Familie gefeiert. Dazu gehören drei Enkel und vier Urenkel. Die Einsegnung des Paares nimmt Pfarrer Thomas Salberg vor. Noch gut kann sich der Jubilar an die erste Begegnung mit seiner späteren Ehefrau erinnern: „Es war im im Oktober 1955. Ich bin damals mit dem Fahrrad von Hille nach Friedewalde gefahren. Im Saal der Gaststätte Borcherding fand das Gluckenfest des Geflügelvereins statt. Beim Tanzabend haben wir uns dann kennengelernt.“Wilhelm Dilewski wurde 1933 in Buer-Erle (Kreis Gelsenkirchen) geboren. Die Evakuierung führte ihn im Kriegsjahr 1944 mit seiner Mutter und vier Geschwistern nach Hille. Dort kam es 1946 zum Wiedersehen mit dem Vater. „Er war aus der Kriegsgefangenschaft entlassen worden. Plötzlich stand er bei uns vor der Tür. Da war die Freude natürlich groß.“Seinem Volksschulabschluss 1949 folgte eine dreijährige Malerlehre bei Hans Bähre in Hille. Nach der Gesellenprüfung arbeitete er in Minden und Bielefeld. Da er den Malerberuf zwischenzeitlich aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste, stand im Jahr 1968 in Minden die Umschulung zum Großhandelskaufmann an. In den folgenden sechs Jahren war Wilhelm Dilewski in der Floristenbranche tätig, bevor er bis zum Ruhestand in seinen alten Beruf als Maler zurückkehrte.Irmgard Dilewski, geborene Kruse, erblickte 1934 in Groß-Lonk (Kreis Schwetz/Westpreußen) das Licht der Welt. In den Wirren des Zweiten Weltkrieges musste sie im Januar 1945 mit der Mutter und zwei Geschwistern die Heimat verlassen. Die Flucht führte durch Pommern und Mecklenburg, bis im Juli 1945 Friedewalde erreicht war.In ihrem neuen Wohnort besuchte Irmgard Dilewski bei den Lehrern Neitmann und Siebel die Dorfschule. Konfirmation wurde mit Pfarrer Hartmann gefeiert. Die Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau begann 1949 bei der Firma Franke in Minden. Nachdem sie ihre Lehrzeit erfolgreich abgeschlossen hatte, arbeitete die Jubilarin zwölf Jahre lang im Lebensmittelbereich (Hill/Bäckerstraße in Minden). Nach ihrer Hochzeit wohnten die Jungvermählten zwei Jahre lang in einem Fachwerkgebäude in Friedewalde, dem späteren Landgasthaus Eichenhain. Danach wurde das neue Haus, Förthofstraße 41 (früher Nr. 269), bezogen. Irmgard Dilewski brachte drei Kinder zur Welt, eine Tochter und zwei Söhne. Das „eiserne Paar“ ist eng mit dem Chorgesang verbunden. Zunächst gehörte Wilhelm Dilewski dem MGV Hille an. „Es war ein großartiges Erlebnis, als die Sänger aus der Nachbargemeinde 1956 bei unserer Hochzeit auftraten und mit einem Ständchen gratulierten“, erinnerte sich seine Ehefrau. Später war der Gemischte Chor Friedewalde die musikalische Heimat der beiden Jubilare. Er kam bis zur Auflösung des Chores auf 56, sie auf 28 Jahre Mitgliedschaft.Nach wie vor gehören beide dem Altenclub Friedewalde/Stemmer an, zudem hält Irmgard Dilewski der Frauenhilfe Friedewalde/Stemmer die Treue. Für ihren Ehemann spielte in früheren Jahren auch der Sport eine wichtige Rolle. Im Feldhandball vertrat er die Farben von Sachsenross Hille. Später war Wilhelm Dilewski als Handballer im Senioren- und Altherrenbereich sowie im Faustball für TuS Freya Friedewalde aktiv. Zudem war er über 30 Jahre lang Angler im Fischereiverein Minden.

Singend bis zum eisernen Fest: Irmgard und Wilhelm Dilewski sind seit 65 Jahren verheiratet

Wilhelm und Irmgard Dilewski aus Friedewalde sind seit 65 Jahren miteinander verheiratet. Die Eiserne Hochzeit wird mit der Familie gefeiert. Foto: Ulrich Westermann

Petershagen-Friedewalde (Wes). Vor 65 Jahren läuteten in der Friedewalder Kirche für Wilhelm und Irmgard Dilewski die Hochzeitsglocken. Nun wird das eiserne Ehejubiläum mit der Familie gefeiert. Dazu gehören drei Enkel und vier Urenkel. Die Einsegnung des Paares nimmt Pfarrer Thomas Salberg vor.

Noch gut kann sich der Jubilar an die erste Begegnung mit seiner späteren Ehefrau erinnern: „Es war im im Oktober 1955. Ich bin damals mit dem Fahrrad von Hille nach Friedewalde gefahren. Im Saal der Gaststätte Borcherding fand das Gluckenfest des Geflügelvereins statt. Beim Tanzabend haben wir uns dann kennengelernt.“

Wilhelm Dilewski wurde 1933 in Buer-Erle (Kreis Gelsenkirchen) geboren. Die Evakuierung führte ihn im Kriegsjahr 1944 mit seiner Mutter und vier Geschwistern nach Hille. Dort kam es 1946 zum Wiedersehen mit dem Vater. „Er war aus der Kriegsgefangenschaft entlassen worden. Plötzlich stand er bei uns vor der Tür. Da war die Freude natürlich groß.“

Seinem Volksschulabschluss 1949 folgte eine dreijährige Malerlehre bei Hans Bähre in Hille. Nach der Gesellenprüfung arbeitete er in Minden und Bielefeld. Da er den Malerberuf zwischenzeitlich aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste, stand im Jahr 1968 in Minden die Umschulung zum Großhandelskaufmann an. In den folgenden sechs Jahren war Wilhelm Dilewski in der Floristenbranche tätig, bevor er bis zum Ruhestand in seinen alten Beruf als Maler zurückkehrte.

Irmgard Dilewski, geborene Kruse, erblickte 1934 in Groß-Lonk (Kreis Schwetz/Westpreußen) das Licht der Welt. In den Wirren des Zweiten Weltkrieges musste sie im Januar 1945 mit der Mutter und zwei Geschwistern die Heimat verlassen. Die Flucht führte durch Pommern und Mecklenburg, bis im Juli 1945 Friedewalde erreicht war.

In ihrem neuen Wohnort besuchte Irmgard Dilewski bei den Lehrern Neitmann und Siebel die Dorfschule. Konfirmation wurde mit Pfarrer Hartmann gefeiert. Die Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau begann 1949 bei der Firma Franke in Minden. Nachdem sie ihre Lehrzeit erfolgreich abgeschlossen hatte, arbeitete die Jubilarin zwölf Jahre lang im Lebensmittelbereich (Hill/Bäckerstraße in Minden). Nach ihrer Hochzeit wohnten die Jungvermählten zwei Jahre lang in einem Fachwerkgebäude in Friedewalde, dem späteren Landgasthaus Eichenhain. Danach wurde das neue Haus, Förthofstraße 41 (früher Nr. 269), bezogen. Irmgard Dilewski brachte drei Kinder zur Welt, eine Tochter und zwei Söhne.

Das „eiserne Paar“ ist eng mit dem Chorgesang verbunden. Zunächst gehörte Wilhelm Dilewski dem MGV Hille an. „Es war ein großartiges Erlebnis, als die Sänger aus der Nachbargemeinde 1956 bei unserer Hochzeit auftraten und mit einem Ständchen gratulierten“, erinnerte sich seine Ehefrau. Später war der Gemischte Chor Friedewalde die musikalische Heimat der beiden Jubilare. Er kam bis zur Auflösung des Chores auf 56, sie auf 28 Jahre Mitgliedschaft.

Nach wie vor gehören beide dem Altenclub Friedewalde/Stemmer an, zudem hält Irmgard Dilewski der Frauenhilfe Friedewalde/Stemmer die Treue. Für ihren Ehemann spielte in früheren Jahren auch der Sport eine wichtige Rolle. Im Feldhandball vertrat er die Farben von Sachsenross Hille. Später war Wilhelm Dilewski als Handballer im Senioren- und Altherrenbereich sowie im Faustball für TuS Freya Friedewalde aktiv. Zudem war er über 30 Jahre lang Angler im Fischereiverein Minden.

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