Sekundarschule Lahde freut sich über 15 gesponserte Laptops Oliver Plöger Petershagen. Das klingt ja erstmal gut: Wenn die Schüler wegen Corona nicht in die Schule kommen können, werden sie online im Home-Schooling unterrichtet. Dazu müssen allerdings die Voraussetzungen passen: eine nutzbare Bandbreite und das nötige Kleingeld für die passende Ausstattung mit Computern. Eine Umfrage der Sekundarschule in Lahde hatte ergeben, dass knapp 60 von 700 Lernenden ihre Aufgaben nicht hinreichend digital abrufen und bearbeiten können. Als „dramatisch“ bezeichnete die Schulleitung das Problem, auch Schulsozialarbeiter Markus Gornik sah Handlungsbedarf. „Sicher, die eine oder andere Aufgabe kann man vielleicht auch am Smartphone erledigen. Aber wenn die Schüler mal einen längeren Text oder eine Power-Point-Präsentation erarbeiten möchten, ist das schwierig bis unmöglich.“ Gornik wandte sich an den Verein „Wirtschaft in Petershagen“, der die Sekundarschule auch in der Vergangenheit (etwa beim Gewächshaus auf dem Schulgelände) schon unterstützt hatte, und wunderte sich über die kurze Reaktionszeit. Erster Vorsitzender Jörg Berning und Helmut Klaas aus der WIP-Geschäftsstelle übergaben in dieser Woche acht Laptops an Sekundarschule und Schulverein. „Bildung ist das Kapital unserer Zukunft“, sagte Berning, dessen Verein auch den „Anstoß an die Politik geben will“, mehr in die Bildung zu investieren.“ Schulleiter Albert Südbeck bedankte sich für das Engagement aus der Wirtschaft und hofft, dass die Spende auch eine Signalwirkung hat: Nachahmer seien willkommen. Wer die Geräte konkret bekommt, wird noch entschieden, wie Informatik–Lehrer Dirk Riemann betonte. Um den Wert der PC-Ausstattung darzustellen, soll auch eine kleine Leihkaution erhoben werden – auf jeden Fall eine, die leistbar ist. Die neuen Computer seien auch nach der Corona-Krise noch sinnvoll einsetzbar, wie Südbeck und Riemann meinten. „Unser Schüler haben online tolle Leistungen abgeliefert“, sagt Albert Südbeck, Der eigens eingerichtete Lernkiosk auf der Schul-Homeage arbeite hervorragend, die analoge Material-Ausgabe von Schulbüchern finde am Gebäude statt. Dirk Riemann betonte den Zusammenhang zur Mint-Schule, die bekanntlich Schwerpute in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik legt. Die Sekundarschule Lahde sei bereits mehrfach entsprechend ausgezeichnet worden. Dem Förderverein Wirtschaft in Petershagen, der die acht Laptops finanziert hat, gehören 16 Unternehmen an. Auf eigene Rechnung kamen zweiweitere Geräte der Firma Wiese-Fahrzeugbau, ebenfalls WIP-Mitglied, fünf Geräte steuerte die Firma West-Wood-Kunststofftechnik bei. Insgesamt freute sich die Schule somit über 15 neue Laptops. Lobend erwähnte Helmut Klaas die Firma HSE Computersysteme Schulte aus Porta Westfalica, die sich „mehr als erhofft großzügig bei der Ausgestaltung der Einkaufspreise für uns eingebracht hatten“. Noch nicht gelöst ist indes die teilweise schwache Breitbandverbindung in Petershagen. Da braucht nicht nur die Schule, sondern auch die heimische Wirtschaft noch Hilfe.

Sekundarschule Lahde freut sich über 15 gesponserte Laptops

Mit Sicherheitsabstand: Die Vertreter von Wirtschaft in Petershagen mit Vorsitzendem Jörg Berning (zweiter von links) übergaben die Gerte. MT- © Foto: Oliver Plöger

Petershagen. Das klingt ja erstmal gut: Wenn die Schüler wegen Corona nicht in die Schule kommen können, werden sie online im Home-Schooling unterrichtet. Dazu müssen allerdings die Voraussetzungen passen: eine nutzbare Bandbreite und das nötige Kleingeld für die passende Ausstattung mit Computern.

Eine Umfrage der Sekundarschule in Lahde hatte ergeben, dass knapp 60 von 700 Lernenden ihre Aufgaben nicht hinreichend digital abrufen und bearbeiten können. Als „dramatisch“ bezeichnete die Schulleitung das Problem, auch Schulsozialarbeiter Markus Gornik sah Handlungsbedarf. „Sicher, die eine oder andere Aufgabe kann man vielleicht auch am Smartphone erledigen. Aber wenn die Schüler mal einen längeren Text oder eine Power-Point-Präsentation erarbeiten möchten, ist das schwierig bis unmöglich.“

Gornik wandte sich an den Verein „Wirtschaft in Petershagen“, der die Sekundarschule auch in der Vergangenheit (etwa beim Gewächshaus auf dem Schulgelände) schon unterstützt hatte, und wunderte sich über die kurze Reaktionszeit. Erster Vorsitzender Jörg Berning und Helmut Klaas aus der WIP-Geschäftsstelle übergaben in dieser Woche acht Laptops an Sekundarschule und Schulverein.

„Bildung ist das Kapital unserer Zukunft“, sagte Berning, dessen Verein auch den „Anstoß an die Politik geben will“, mehr in die Bildung zu investieren.“ Schulleiter Albert Südbeck bedankte sich für das Engagement aus der Wirtschaft und hofft, dass die Spende auch eine Signalwirkung hat: Nachahmer seien willkommen.

Wer die Geräte konkret bekommt, wird noch entschieden, wie Informatik–Lehrer Dirk Riemann betonte. Um den Wert der PC-Ausstattung darzustellen, soll auch eine kleine Leihkaution erhoben werden – auf jeden Fall eine, die leistbar ist. Die neuen Computer seien auch nach der Corona-Krise noch sinnvoll einsetzbar, wie Südbeck und Riemann meinten. „Unser Schüler haben online tolle Leistungen abgeliefert“, sagt Albert Südbeck, Der eigens eingerichtete Lernkiosk auf der Schul-Homeage arbeite hervorragend, die analoge Material-Ausgabe von Schulbüchern finde am Gebäude statt.

Dirk Riemann betonte den Zusammenhang zur Mint-Schule, die bekanntlich Schwerpute in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik legt. Die Sekundarschule Lahde sei bereits mehrfach entsprechend ausgezeichnet worden.

Dem Förderverein Wirtschaft in Petershagen, der die acht Laptops finanziert hat, gehören 16 Unternehmen an. Auf eigene Rechnung kamen zweiweitere Geräte der Firma Wiese-Fahrzeugbau, ebenfalls WIP-Mitglied, fünf Geräte steuerte die Firma West-Wood-Kunststofftechnik bei. Insgesamt freute sich die Schule somit über 15 neue Laptops.

Lobend erwähnte Helmut Klaas die Firma HSE Computersysteme Schulte aus Porta Westfalica, die sich „mehr als erhofft großzügig bei der Ausgestaltung der Einkaufspreise für uns eingebracht hatten“.

Noch nicht gelöst ist indes die teilweise schwache Breitbandverbindung in Petershagen. Da braucht nicht nur die Schule, sondern auch die heimische Wirtschaft noch Hilfe.

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