Schiffsanleger im Heisterholz vor Teilsperrung Oliver Plöger Petershagen-Heisterholz (mt). Der Schiffsanleger im Heisterholz hat bessere Zeiten erlebt - zumindest, was die Spundwand angeht. Die ist seit mehreren Jahren in kritischem Zustand und: Es wurde immer schlimmer. Löcher und Rostfraß setzen der Anlage zu. „Möglicherweise kommt es im kommenden Jahr zu einer Teilsperrung oder sogar zu einer kompletten Sperrung für die Sportboote“, erklärte Evelyn Hotze aus dem Amt für Wirtschaftsförderung und Tourismus auf MT-Anfrage.Thema war der Schiffsanleger auch im jüngsten Fachausschuss, schließlich ist die Stadt als Eignerin für die Anlage zuständig. Bekannt ist in der Verwaltung auch, dass das Wasser- und Schifffahrtsamt den Zustand der Spundwand ausgesprochen kritisch sieht.Das bestätigte WSA-Leiter Henning Buchholz. „Es gibt Mängel an dem Bauwerk, die Spundwand ist kaputt. Und wir haben diese Mängel der Stadt in den vergangenen Jahren häufiger mitgeteilt.“ Das WSA, das den Anleger regelmäßig auf Sicherheit überprüft, habe von einer Sperrung bislang abgesehen, hält sich diese Option aber offen. „Wir werden nicht erst sperren, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist“, so Buchholz.Das Problem aus Sicht der Stadt sind die Finanzen. „Die Instandsetzung der Spundwand samt Slipanlage liegt im sechsstelligen Kostenrahmen“, so Evelyn Hotze. Eine Summe, so hieß es am Rande der Sitzung, die im künftigen Haushalt wohl kaum finanziert werden kann. Ganz im Gegenteil, die Stadt steht bekanntlich vor der Haushaltssicherung.In diesem Jahr habe es bereits einen „kostengünstigen Abhilfeversuch“ gegeben, dieser Versuch sei jedoch gescheitert, so Hotze. Pächter Friedhelm Kottmeier, dem der Zustand der Anlage ebenfalls bekannt ist, würde eine Schließung des Anlegers bedauern. „Ich fände das traurig.“ Gäste kämen von weither, der Anleger sei für Bootsfahrer nach wie vor interessant.Evelyn Hotze legt Wert darauf, dass keinesfalls ein Abriss der gesamten Anlage hier geplant sei, es gehe lediglich um die Spundwand.Auf der Internetseite der Stadt Petershagen wird weiter für den Schiffsanleger geworben, der ansonsten durch einen ausgesprochen guten Pflegezustand auffällt: „Die Freizeit- und Erholungsanlage Schiffsanleger Heisterholz ist ein Treffpunkt für Sportbootfahrer und Wasserskiläufer und bietet aber auch Kanuten einen Anlaufpunkt“, heißt es dort. Einer breiteren Öffentlichkeit ist die Anlage auch durch den hier zeitweise veranstalteten „Big Jump“ ein Begriff, der auf die Bedeutung der Flüsse hinweisen will, als Anlegepunkt der Weißen Flotte oder von Laborschiffen, die die Wasserqualität privater Brunnen testen. Am Schiffsanleger befindet sich auch ein Parkplatz. Campen, Lagern oder Zelten ist aber ausdrücklich nicht erlaubt.

Schiffsanleger im Heisterholz vor Teilsperrung

Guter Pflegezustand mit Ausnahme: Die Spundwand auf dem Schiffsanleger Heisterholz ist in schlechtem Zustand. Das Wasser- und Schifffahrtsamt drängt auf Sanierung, der Stadt fehlt das Geld. © MT-Foto: Oliver Plöger

Petershagen-Heisterholz (mt). Der Schiffsanleger im Heisterholz hat bessere Zeiten erlebt - zumindest, was die Spundwand angeht. Die ist seit mehreren Jahren in kritischem Zustand und: Es wurde immer schlimmer. Löcher und Rostfraß setzen der Anlage zu. „Möglicherweise kommt es im kommenden Jahr zu einer Teilsperrung oder sogar zu einer kompletten Sperrung für die Sportboote“, erklärte Evelyn Hotze aus dem Amt für Wirtschaftsförderung und Tourismus auf MT-Anfrage.

Thema war der Schiffsanleger auch im jüngsten Fachausschuss, schließlich ist die Stadt als Eignerin für die Anlage zuständig. Bekannt ist in der Verwaltung auch, dass das Wasser- und Schifffahrtsamt den Zustand der Spundwand ausgesprochen kritisch sieht.

Das bestätigte WSA-Leiter Henning Buchholz. „Es gibt Mängel an dem Bauwerk, die Spundwand ist kaputt. Und wir haben diese Mängel der Stadt in den vergangenen Jahren häufiger mitgeteilt.“ Das WSA, das den Anleger regelmäßig auf Sicherheit überprüft, habe von einer Sperrung bislang abgesehen, hält sich diese Option aber offen. „Wir werden nicht erst sperren, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist“, so Buchholz.

Das Problem aus Sicht der Stadt sind die Finanzen. „Die Instandsetzung der Spundwand samt Slipanlage liegt im sechsstelligen Kostenrahmen“, so Evelyn Hotze. Eine Summe, so hieß es am Rande der Sitzung, die im künftigen Haushalt wohl kaum finanziert werden kann. Ganz im Gegenteil, die Stadt steht bekanntlich vor der Haushaltssicherung.

In diesem Jahr habe es bereits einen „kostengünstigen Abhilfeversuch“ gegeben, dieser Versuch sei jedoch gescheitert, so Hotze. Pächter Friedhelm Kottmeier, dem der Zustand der Anlage ebenfalls bekannt ist, würde eine Schließung des Anlegers bedauern. „Ich fände das traurig.“ Gäste kämen von weither, der Anleger sei für Bootsfahrer nach wie vor interessant.

Evelyn Hotze legt Wert darauf, dass keinesfalls ein Abriss der gesamten Anlage hier geplant sei, es gehe lediglich um die Spundwand.

Auf der Internetseite der Stadt Petershagen wird weiter für den Schiffsanleger geworben, der ansonsten durch einen ausgesprochen guten Pflegezustand auffällt: „Die Freizeit- und Erholungsanlage Schiffsanleger Heisterholz ist ein Treffpunkt für Sportbootfahrer und Wasserskiläufer und bietet aber auch Kanuten einen Anlaufpunkt“, heißt es dort. Einer breiteren Öffentlichkeit ist die Anlage auch durch den hier zeitweise veranstalteten „Big Jump“ ein Begriff, der auf die Bedeutung der Flüsse hinweisen will, als Anlegepunkt der Weißen Flotte oder von Laborschiffen, die die Wasserqualität privater Brunnen testen. Am Schiffsanleger befindet sich auch ein Parkplatz. Campen, Lagern oder Zelten ist aber ausdrücklich nicht erlaubt.

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