SPD-Antrag verärgert: Mangel an Führerscheinen bei der Feuerwehr nicht bekannt Oliver Plöger Petershagen. Als „nicht nachvollziehbar“ wertet Karl-Heinz Schwier (CDU) den Antrag der SPD-Fraktion, die „Führerscheine für Angehörige der Aktivenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr zu fördern.“ „Darüber habe ich mich sehr geärgert“, so Schwier , der auch Vorsitzender des Feuerschutzausschusses ist, jetzt im Haupt- und Finanzausschuss. Bürgermeister Dieter Blume (CDU) konnte sich ebenfalls nicht erklären, warum sich die SPD ausgerechnet mit diesem Antrag an den Rat gewandt hatte. Blume habe sich bei Wehrführer Karl Jungcurt über den Bedarf an Führerscheinen informiert – und dieser Bedarf sei nicht vorhanden: „Ein akuter Mangel an Führerscheinen ist momentan nicht bekannt“, zitierte Blume. „Vermutlich“, so auch CDU-Fraktionsvorsitzender Hermann Humcke, habe sich die SPD nicht informiert, es habe in dieser Hinsicht keinerlei Probleme bei den Wehren gegeben. Auch Günter Wehmeyer (FDP) machte deutlich: „Ich vertraue dem Stadtbrandmeister.“ Dass die Reaktionen auf den SPD-Antrag dann doch recht heftig waren, wunderte in der Sitzung wiederum den SPD-Fraktionsvorsitzenden Ingo Ellerkamp: „Die Schärfe besonders aus der CDU-Fraktion lässt mich vermuten, dass doch etwas dran ist.“ Seiner Fraktion hätten andere Informationen vorgelegen. Ob es ein mögliches Kommunikationsproblem gegeben hat, soll geklärt werden. Der Antrag selbst wird aber wohl im Rat am Donnerstag nicht mehr behandelt. Die SPD hatte gefordert, dass der Bedarf an zukünftig notwendigen Führerscheinen für die Löschgruppen ermittelt werden und die Möglichkeit einer Förderung erarbeitet werden soll. Die Verwaltung sei zu beauftragen, die verlässliche Ausstattung mit Führerscheinen zu gewährleisten. Wörtlich heißt es im SPD-Antrag: „Nachdem ältere Fahrerinnen und Fahrer der freiwilligen Feuerwehren aus Altersgründen allmählich nicht mehr zur Verfügung stehen, muss jüngeres Personal nachrücken. Das verfügt jedoch nicht mehr über die erforderliche Fahrerlaubnis für die mittlerweile aus technischen Gründen schwerer gewordenen Einsatzfahrzeuge.“

SPD-Antrag verärgert: Mangel an Führerscheinen bei der Feuerwehr nicht bekannt

Bestens mit Führerschein-Inhabern ausgestattet: die Feuerwehr hat aktuell keine Probleme. MT- © Foto: Plöger

Petershagen. Als „nicht nachvollziehbar“ wertet Karl-Heinz Schwier (CDU) den Antrag der SPD-Fraktion, die „Führerscheine für Angehörige der Aktivenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr zu fördern.“ „Darüber habe ich mich sehr geärgert“, so Schwier , der auch Vorsitzender des Feuerschutzausschusses ist, jetzt im Haupt- und Finanzausschuss. Bürgermeister Dieter Blume (CDU) konnte sich ebenfalls nicht erklären, warum sich die SPD ausgerechnet mit diesem Antrag an den Rat gewandt hatte. Blume habe sich bei Wehrführer Karl Jungcurt über den Bedarf an Führerscheinen informiert – und dieser Bedarf sei nicht vorhanden: „Ein akuter Mangel an Führerscheinen ist momentan nicht bekannt“, zitierte Blume. „Vermutlich“, so auch CDU-Fraktionsvorsitzender Hermann Humcke, habe sich die SPD nicht informiert, es habe in dieser Hinsicht keinerlei Probleme bei den Wehren gegeben. Auch Günter Wehmeyer (FDP) machte deutlich: „Ich vertraue dem Stadtbrandmeister.“

Dass die Reaktionen auf den SPD-Antrag dann doch recht heftig waren, wunderte in der Sitzung wiederum den SPD-Fraktionsvorsitzenden Ingo Ellerkamp: „Die Schärfe besonders aus der CDU-Fraktion lässt mich vermuten, dass doch etwas dran ist.“ Seiner Fraktion hätten andere Informationen vorgelegen. Ob es ein mögliches Kommunikationsproblem gegeben hat, soll geklärt werden. Der Antrag selbst wird aber wohl im Rat am Donnerstag nicht mehr behandelt.

Die SPD hatte gefordert, dass der Bedarf an zukünftig notwendigen Führerscheinen für die Löschgruppen ermittelt werden und die Möglichkeit einer Förderung erarbeitet werden soll.

Die Verwaltung sei zu beauftragen, die verlässliche Ausstattung mit Führerscheinen zu gewährleisten. Wörtlich heißt es im SPD-Antrag: „Nachdem ältere Fahrerinnen und Fahrer der freiwilligen Feuerwehren aus Altersgründen allmählich nicht mehr zur Verfügung stehen, muss jüngeres Personal nachrücken. Das verfügt jedoch nicht mehr über die erforderliche Fahrerlaubnis für die mittlerweile aus technischen Gründen schwerer gewordenen Einsatzfahrzeuge.“

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