Ruhige Kugel: In Großenheerse freuen sich die Einwohner über einen neuen Bouleplatz Claudia Hyna Petershagen-Großenheerse. Sport wird in der kleinsten Ortschaft Petershagens ab sofort noch größer geschrieben. Die neue Boulebahn ist bereits von den Einwohnern getestet und für gut befunden worden. Ortsbürgermeister Thorsten Hormann (CDU) freut sich über den Treffpunkt mitten im Dorf. „Boule ist ein Sport, bei dem Jung und Alt zusammenkommen.“ Eigentlich hatte die Kulturgemeinschaft die Eröffnung des Platzes bereits im Frühjahr geplant. Die Corona-Pandemie machte den Bewohnern aber einen Strich durch die Rechnung. Nun gab es nur eine kleine Feierstunde zur Übergabe der Bahn. Die beiden Boulegruppen in Großenheerse, die in der Liga Petershagen spielen, treffen sich bereits seit dem Sommer regelmäßig zum Üben. Vorher stand ihnen nur ein privater Platz zur Verfügung. Im Winter ruht zwar der Ligabetrieb, doch solange das Wetter es zulässt, wollen die Aktiven trainieren. Auch Vereine aus Nachbarorten haben bereits Interesse an der sieben mal 13 Meter großen Doppel-Bahn mit Flutlichtanlage signalisiert. „Am Sonntag kam eine Gruppe aus Gorspen-Vahlsen, die eine Runde gespielt hat“, berichtet Kulturgemeinschaftsvorsitzender Heinrich Pohlmeier. Es gibt eine Ü-60-Gruppe in Großenheerse, die sich jeden ersten Donnerstag im Monat im Gerätehaus trifft. Sie planen, künftig einen Spieltag an der Hesterfeldstraße einzulegen. Eine Zählanlage ist auf Wunsch der Bouler ebenfalls installiert worden. Die Idee zu dem Platz unmittelbar am Feuerwehrgerätehaus stammt aus einer Bürgerversammlung. Dort überlegten die Einwohner, den Platz am Feuerwehrgerätehaus zu stärken. Im Zuge des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzeptes (Ikek) wurde das Konzept auf Förderwürdigkeit überprüft. Hier ging Großenheerse allerdings leer aus. Über den Weg der Kleinen Dorferneuerung gelang es der Verwaltung – „großes Lob an Bauamtsleiter Kay Busche und sein Team“ –, doch noch, die Boulebahn samt Remise zu verwirklichen. Sie trägt den Namen Rottbach-Arena, nach dem gleichnamigen Nebengewässer der Weser. Zwei Anträge von jeweils 5.000 Euro wurden genehmigt. Damit verbunden war die Zusage der Ortsgemeinschaft, jeweils 5.000 Euro an Arbeitsleistung zu erbringen. Die Kulturgemeinschaft hatte die Hand drauf, mitgeholfen haben Bouleverein und viele Freiwillige aus dem Dorf. Hervorgetan hat sich besonders ein Bautrupp von etwa sieben Rentnern, unter ihnen auch Heinrich Pohlmeier (69), der seit rund zehn Jahren Vorsitzender der Kulturgemeinschaft ist. Die Vorarbeiten für den Platz begannen im Jahr 2018. Von 2019 bis 2020 leisteten die Freiwilligen 342 Stunden für den Anbau/die Remise und 368 Stunden für den Bau der Bahn. Beim Anbau half ihnen ein Zimmermann, dieser wurde aus der Kasse der Kulturgemeinschaft bezahlt. Die Bahn ist für jeden offen. Eigene Kugeln sollten mitgebracht werden. Wenn Heinrich Pohlmeier Gäste dort sieht und gerade zuhause ist, schließt er ihnen auch schon mal die Toiletten auf. „Gerade in einer kleinen Ortschaft ist ein Treffpunkt wichtig“, erklärt Thorsten Hormann (50). Der Zusammenhalt im 78-Einwohner-Dorf sei sei sehr gut. Das Schöne an Boule sei, dass er Menschen jeden Alters zusammenbringe, das unterscheide ihn von den meisten anderen Sportarten. In Zeiten des Abstandhaltens ist Boule ideal, da es ausschließlich draußen ausgeübt wird. Vom Platz schweift der Blick in die Häverner Marsch.

Ruhige Kugel: In Großenheerse freuen sich die Einwohner über einen neuen Bouleplatz

Petershagen-Großenheerse. Sport wird in der kleinsten Ortschaft Petershagens ab sofort noch größer geschrieben. Die neue Boulebahn ist bereits von den Einwohnern getestet und für gut befunden worden. Ortsbürgermeister Thorsten Hormann (CDU) freut sich über den Treffpunkt mitten im Dorf. „Boule ist ein Sport, bei dem Jung und Alt zusammenkommen.“

Eigentlich hatte die Kulturgemeinschaft die Eröffnung des Platzes bereits im Frühjahr geplant. Die Corona-Pandemie machte den Bewohnern aber einen Strich durch die Rechnung. Nun gab es nur eine kleine Feierstunde zur Übergabe der Bahn. Die beiden Boulegruppen in Großenheerse, die in der Liga Petershagen spielen, treffen sich bereits seit dem Sommer regelmäßig zum Üben. Vorher stand ihnen nur ein privater Platz zur Verfügung.

Im Winter ruht zwar der Ligabetrieb, doch solange das Wetter es zulässt, wollen die Aktiven trainieren. Auch Vereine aus Nachbarorten haben bereits Interesse an der sieben mal 13 Meter großen Doppel-Bahn mit Flutlichtanlage signalisiert. „Am Sonntag kam eine Gruppe aus Gorspen-Vahlsen, die eine Runde gespielt hat“, berichtet Kulturgemeinschaftsvorsitzender Heinrich Pohlmeier. Es gibt eine Ü-60-Gruppe in Großenheerse, die sich jeden ersten Donnerstag im Monat im Gerätehaus trifft. Sie planen, künftig einen Spieltag an der Hesterfeldstraße einzulegen. Eine Zählanlage ist auf Wunsch der Bouler ebenfalls installiert worden.

Die Idee zu dem Platz unmittelbar am Feuerwehrgerätehaus stammt aus einer Bürgerversammlung. Dort überlegten die Einwohner, den Platz am Feuerwehrgerätehaus zu stärken. Im Zuge des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzeptes (Ikek) wurde das Konzept auf Förderwürdigkeit überprüft. Hier ging Großenheerse allerdings leer aus. Über den Weg der Kleinen Dorferneuerung gelang es der Verwaltung – „großes Lob an Bauamtsleiter Kay Busche und sein Team“ –, doch noch, die Boulebahn samt Remise zu verwirklichen. Sie trägt den Namen Rottbach-Arena, nach dem gleichnamigen Nebengewässer der Weser.

Zwei Anträge von jeweils 5.000 Euro wurden genehmigt. Damit verbunden war die Zusage der Ortsgemeinschaft, jeweils 5.000 Euro an Arbeitsleistung zu erbringen. Die Kulturgemeinschaft hatte die Hand drauf, mitgeholfen haben Bouleverein und viele Freiwillige aus dem Dorf. Hervorgetan hat sich besonders ein Bautrupp von etwa sieben Rentnern, unter ihnen auch Heinrich Pohlmeier (69), der seit rund zehn Jahren Vorsitzender der Kulturgemeinschaft ist. Die Vorarbeiten für den Platz begannen im Jahr 2018. Von 2019 bis 2020 leisteten die Freiwilligen 342 Stunden für den Anbau/die Remise und 368 Stunden für den Bau der Bahn. Beim Anbau half ihnen ein Zimmermann, dieser wurde aus der Kasse der Kulturgemeinschaft bezahlt.

Die Bahn ist für jeden offen. Eigene Kugeln sollten mitgebracht werden. Wenn Heinrich Pohlmeier Gäste dort sieht und gerade zuhause ist, schließt er ihnen auch schon mal die Toiletten auf. „Gerade in einer kleinen Ortschaft ist ein Treffpunkt wichtig“, erklärt Thorsten Hormann (50). Der Zusammenhalt im 78-Einwohner-Dorf sei sei sehr gut. Das Schöne an Boule sei, dass er Menschen jeden Alters zusammenbringe, das unterscheide ihn von den meisten anderen Sportarten. In Zeiten des Abstandhaltens ist Boule ideal, da es ausschließlich draußen ausgeübt wird. Vom Platz schweift der Blick in die Häverner Marsch.

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