Rothe Mühle gesperrt: Kröten haben Vorfahrt Petershagen-Lahde/Frille (Wes). Schon seit Jahren setzten sich die Tierschützer dafür ein, dass die Kröten, Frösche und Molche bei ihrer Wanderung von den Winterquartieren zu den Laichgewässern unversehrt bleiben. Eine besondere Gefahr stellt der Straßenverkehr dar. Die Amphibien bevorzugen bei ihrem Ortswechsel neben der Dämmerung und Feuchtigkeit eine Bodentemperatur, die bei mindestens vier Grad über dem Gefrierpunkt liegen sollte. Um eine sichere Ankunft an den Laichgewässern zu gewährleisten, sind im Kreis Minden-Lübbecke und in der Nachbarregion Schutzzäune aufgestellt worden. Dabei handelt es sich um bis zu 50 Zentimeter hohe Barrieren. Dieses Zaungewebe wurde mit Stützpfählen stabilisiert. Zudem sind auf der Innenseite dieser für die Amphibien unüberwindbaren Hindernisse im Abstand von einigen Metern Erdlöcher ausgehoben und mit Eimern gefüllt worden. Am Zaungewebe angekommen, weichen die Kröten nach links oder rechts aus und purzeln bei der geringen Falltiefe unversehrt in die Behälter. Diese Auffangeimer werden regelmäßig von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern kontrolliert. Nach dem Einsammeln geht es im „Lufttaxi“ dann sicher über die Straße. Der Transport in Eimern oder anderen Behältern führt in die Nähe der Laichgewässer. Eine andere Maßnahme zum Amphibienschutz hat sich in der Stadt Petershagen südlich der Freizeit- und Erholungsanlage Badesee Lahde bewährt. Dort haben die Kröten „Vorfahrt“, denn in diesem Bereich ist die nahezu schnurgerade verlaufende Straße Rothe Mühle vorübergehend für den Durchgangsverkehr gesperrt worden. Dieser drei Meter breite Asphaltweg wird auf einer Länge von etwa 300 Metern auf der Süd- (Landesfischereiverband Westfalen und Lippe) und der Nordseite (Badesee) von Grünstreifen und Gehölz begleitet. Straßensperren und Verbotsschilder weisen auf die aktuelle Situation hin. Allerdings besteht für Radler und Spaziergänger ein Durchlass.

Rothe Mühle gesperrt: Kröten haben Vorfahrt

Vorübergehend: Nur Radler und Spaziergänger dürfen hier durch. Foto: Ulrich Westermann © Ulrich Westermann

Petershagen-Lahde/Frille (Wes). Schon seit Jahren setzten sich die Tierschützer dafür ein, dass die Kröten, Frösche und Molche bei ihrer Wanderung von den Winterquartieren zu den Laichgewässern unversehrt bleiben. Eine besondere Gefahr stellt der Straßenverkehr dar.

Die Amphibien bevorzugen bei ihrem Ortswechsel neben der Dämmerung und Feuchtigkeit eine Bodentemperatur, die bei mindestens vier Grad über dem Gefrierpunkt liegen sollte. Um eine sichere Ankunft an den Laichgewässern zu gewährleisten, sind im Kreis Minden-Lübbecke und in der Nachbarregion Schutzzäune aufgestellt worden. Dabei handelt es sich um bis zu 50 Zentimeter hohe Barrieren. Dieses Zaungewebe wurde mit Stützpfählen stabilisiert. Zudem sind auf der Innenseite dieser für die Amphibien unüberwindbaren Hindernisse im Abstand von einigen Metern Erdlöcher ausgehoben und mit Eimern gefüllt worden. Am Zaungewebe angekommen, weichen die Kröten nach links oder rechts aus und purzeln bei der geringen Falltiefe unversehrt in die Behälter. Diese Auffangeimer werden regelmäßig von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern kontrolliert. Nach dem Einsammeln geht es im „Lufttaxi“ dann sicher über die Straße. Der Transport in Eimern oder anderen Behältern führt in die Nähe der Laichgewässer.

Eine andere Maßnahme zum Amphibienschutz hat sich in der Stadt Petershagen südlich der Freizeit- und Erholungsanlage Badesee Lahde bewährt. Dort haben die Kröten „Vorfahrt“, denn in diesem Bereich ist die nahezu schnurgerade verlaufende Straße Rothe Mühle vorübergehend für den Durchgangsverkehr gesperrt worden. Dieser drei Meter breite Asphaltweg wird auf einer Länge von etwa 300 Metern auf der Süd- (Landesfischereiverband Westfalen und Lippe) und der Nordseite (Badesee) von Grünstreifen und Gehölz begleitet. Straßensperren und Verbotsschilder weisen auf die aktuelle Situation hin.

Allerdings besteht für Radler und Spaziergänger ein Durchlass.

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