Reisebloggerin über Petershagen: "Die reinste Idylle" Claudia Hyna Petershagen/Berlin. Martina Schäfer hat viel von der Welt gesehen. Die Reisebloggerin war von Berufs wegen in Südeuropa, im Alpenraum, in vielen Städten und richtig weit weg: in Kanada, Costa Rica und auf den Seychellen. Petershagen war bisher ein weißer Fleck auf ihrer Landkarte. Das hat sich geändert. Was sie erlebt hat, ist nun in ihrem Reiseblog unter dem Titel „Zwischen Glaskunst und Störchen“ nachzulesen. Auf Einladung der Teuto Blogger machte die 49-Jährige in Paderborn Station. Von dort reiste sie mit dem Zug nach Petershagen an und nahm sich vor Ort einen Mietwagen. Immer an ihrer Seite war die Leiterin der Stabstelle für Wirtschaftsförderung und Tourismus, Evelyn Hotze. Sie hatte sich für die Bloggerreise beworben und ein Programm ausgearbeitet. „Wir hatten Glück und wurden ausgewählt“, kommentiert Stadtpressesprecherin Tatjana Brast. Einen halben Tag nahmen sich die beiden Frauen Zeit für die Erkundung. Ihr erster Anlaufpunkt war die Glashütte Gernheim. Erinnerungen an ihre Kindheit, als sie mit ihren Eltern zum ersten Mal eine Glasbläserei besichtigte, wurden wach., berichtet die Bloggerin. Von der Größe des Glasturms war sie beeindruckt, aus Urlaubsorten kannte sie das völlig anders. „Das war richtig spannend.“ Sie schreibt von der Gründung, den Arbeiterhäusern, den Bestandteilen für die Herstellung und gibt in einem Servicekasten rund um das LWL-Industriemuseum. Von dort führte ihr Weg ins Storchenmuseum nach Windheim. „Dort wurde diesen faszinierenden Vögeln eigens ein Museum gewidmet“, schreibt sie. Beeindruckt war sie vom Standort im imposanten Fachwerkhaus aus dem Jahr 1701. Sie erfuhr, das sie Hausnummer 2 daher stammt, dass die Häuser früher durchnummeriert wurden und die 2 für den zweitgrößten Hof im Ort stand. Zu Gesicht bekam sie leider keinen Storch, denn die waren zu de Jahreszeit auf dem Weg Richtung Süden. Das Wetter sei an dem Tag nicht so schön gewesen, berichtet Martina Schäfer. Aber sie fand, die Region hatte einiges zu bieten. Sie schreibt: Es lohnt sich wirklich, auf Reisen immer mal wieder die üblichen Pfade zu verlassen. Interessante und manchmal auch außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten warten oft gerade in den kleinen Städtchen und Dörfern darauf, entdeckt zu werden. Mit dem Wagen sei sie durch einige Orte gefahren. Ihr Kommentar: eine sehr heimelige Gegend mit viel Natur. „Die reinste Idylle“, sagt sie im Gespräch. Auch die Weser hat ihr gefallen, denn: Ich bin ein Typ fürs Wasser. Im vergangenen Jahr war die gebürtige Rheinländerin coronabedingt nicht wie sonst in der Ferne. „In Deutschland gibt es viel zu entdecken“, so Martina Schäfer. Deutschland sei für sie vor allem deshalb so schön, weil es sehr vielfältig ist und viel Geschichte mitbringt. Im Grunde ist hierzulande für jeden Reisetyp etwas dabei: Hochgebirge im Süden für Bergtouren oder anspruchsvolle Wanderungen, Mittelgebirge für gemütliche Touren und auch die Nord- und Ostsee für Strandlieber. Wunderschöne Natur und abwechslungsreiche Landschaft laden zum Entspannen und Genießen ein, sagt sie. Dazu gibt es quirlige Großstädte. Genauso schön findet Schäfer die kleineren Städte – vor allem wenn sie so idyllisch sind und zum Beispiel hübsche Fachwerkhäuser zu bieten haben, wie in Petershagen. In der Regel werde die Stadt Petershagen von Bloggern nicht zu ihren Recherchen vor Ort eingeladen, da sie autark unterwegs sind, teilt die Pressesprecherin mit. Der ein oder andere hole sich aber im Vorfeld Tipps. „Oftmals entstehen Blogs oder Videos aber ganz ohne unser Wissen.“ Die Stabstelle Wirtschaftsförderung und Tourismus nutze diese Form der Werbung sehr gerne, da so eine breite Öffentlichkeit erreicht werden könne. Gerade mit dem Einsatz neuer Medien, ungewöhnlichen Blickwinkeln und manchmal „unkonventionellen“ Herangehensweisen werden unterschiedliche Zielgruppen angesprochen. Brast: „Dieses ist gerade mit Blick auf die jungen Erwachsenen interessant.“ Wegen der Pandemie sei in den Blogs allerdings weniger los gewesen als sonst, berichtet die Bloggerin. Reaktionen auf den Beitrag über Petershagen habe sie noch nicht bekommen, er ist aber auch erst seit Dezember im Netz. Martina Schäfer stammt aus Frechen bei Köln und wohnt seit 15 Jahren in Berlin. Ihr Geld verdient die Betriebswirtschaftlerin nicht allein mit der Bloggerei, sondern auch mit Text und Beratung in Sachen Social Media sowie Marketing.

Reisebloggerin über Petershagen: "Die reinste Idylle"

Das Fachwerkhaus Windheim No 2 ist ein Dreiständerhaus. Im Jahr 2005 wurde hier das Westfälische Storchenmuseum eröffnet. © lehn

Petershagen/Berlin. Martina Schäfer hat viel von der Welt gesehen. Die Reisebloggerin war von Berufs wegen in Südeuropa, im Alpenraum, in vielen Städten und richtig weit weg: in Kanada, Costa Rica und auf den Seychellen. Petershagen war bisher ein weißer Fleck auf ihrer Landkarte. Das hat sich geändert. Was sie erlebt hat, ist nun in ihrem Reiseblog unter dem Titel „Zwischen Glaskunst und Störchen“ nachzulesen.

Auf Einladung der Teuto Blogger machte die 49-Jährige in Paderborn Station. Von dort reiste sie mit dem Zug nach Petershagen an und nahm sich vor Ort einen Mietwagen. Immer an ihrer Seite war die Leiterin der Stabstelle für Wirtschaftsförderung und Tourismus, Evelyn Hotze. Sie hatte sich für die Bloggerreise beworben und ein Programm ausgearbeitet. „Wir hatten Glück und wurden ausgewählt“, kommentiert Stadtpressesprecherin Tatjana Brast. Einen halben Tag nahmen sich die beiden Frauen Zeit für die Erkundung. Ihr erster Anlaufpunkt war die Glashütte Gernheim. Erinnerungen an ihre Kindheit, als sie mit ihren Eltern zum ersten Mal eine Glasbläserei besichtigte, wurden wach., berichtet die Bloggerin. Von der Größe des Glasturms war sie beeindruckt, aus Urlaubsorten kannte sie das völlig anders. „Das war richtig spannend.“ Sie schreibt von der Gründung, den Arbeiterhäusern, den Bestandteilen für die Herstellung und gibt in einem Servicekasten rund um das LWL-Industriemuseum.

Die Bloggerin hat nicht nur den Glasturm besichtigt, sondern sich auch Herrenhaus, Arbeiterhäuser und Produktionsbereich angeschaut. MT-Archivfotos: Alex Lehn - © lehn
Die Bloggerin hat nicht nur den Glasturm besichtigt, sondern sich auch Herrenhaus, Arbeiterhäuser und Produktionsbereich angeschaut. MT-Archivfotos: Alex Lehn - © lehn

Von dort führte ihr Weg ins Storchenmuseum nach Windheim. „Dort wurde diesen faszinierenden Vögeln eigens ein Museum gewidmet“, schreibt sie. Beeindruckt war sie vom Standort im imposanten Fachwerkhaus aus dem Jahr 1701. Sie erfuhr, das sie Hausnummer 2 daher stammt, dass die Häuser früher durchnummeriert wurden und die 2 für den zweitgrößten Hof im Ort stand. Zu Gesicht bekam sie leider keinen Storch, denn die waren zu de Jahreszeit auf dem Weg Richtung Süden.

Das Wetter sei an dem Tag nicht so schön gewesen, berichtet Martina Schäfer. Aber sie fand, die Region hatte einiges zu bieten. Sie schreibt: Es lohnt sich wirklich, auf Reisen immer mal wieder die üblichen Pfade zu verlassen. Interessante und manchmal auch außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten warten oft gerade in den kleinen Städtchen und Dörfern darauf, entdeckt zu werden.

Mit dem Wagen sei sie durch einige Orte gefahren. Ihr Kommentar: eine sehr heimelige Gegend mit viel Natur. „Die reinste Idylle“, sagt sie im Gespräch. Auch die Weser hat ihr gefallen, denn: Ich bin ein Typ fürs Wasser. Im vergangenen Jahr war die gebürtige Rheinländerin coronabedingt nicht wie sonst in der Ferne. „In Deutschland gibt es viel zu entdecken“, so Martina Schäfer. Deutschland sei für sie vor allem deshalb so schön, weil es sehr vielfältig ist und viel Geschichte mitbringt. Im Grunde ist hierzulande für jeden Reisetyp etwas dabei: Hochgebirge im Süden für Bergtouren oder anspruchsvolle Wanderungen, Mittelgebirge für gemütliche Touren und auch die Nord- und Ostsee für Strandlieber. Wunderschöne Natur und abwechslungsreiche Landschaft laden zum Entspannen und Genießen ein, sagt sie. Dazu gibt es quirlige Großstädte. Genauso schön findet Schäfer die kleineren Städte – vor allem wenn sie so idyllisch sind und zum Beispiel hübsche Fachwerkhäuser zu bieten haben, wie in Petershagen.

In der Regel werde die Stadt Petershagen von Bloggern nicht zu ihren Recherchen vor Ort eingeladen, da sie autark unterwegs sind, teilt die Pressesprecherin mit. Der ein oder andere hole sich aber im Vorfeld Tipps. „Oftmals entstehen Blogs oder Videos aber ganz ohne unser Wissen.“

Die Stabstelle Wirtschaftsförderung und Tourismus nutze diese Form der Werbung sehr gerne, da so eine breite Öffentlichkeit erreicht werden könne. Gerade mit dem Einsatz neuer Medien, ungewöhnlichen Blickwinkeln und manchmal „unkonventionellen“ Herangehensweisen werden unterschiedliche Zielgruppen angesprochen. Brast: „Dieses ist gerade mit Blick auf die jungen Erwachsenen interessant.“ Wegen der Pandemie sei in den Blogs allerdings weniger los gewesen als sonst, berichtet die Bloggerin. Reaktionen auf den Beitrag über Petershagen habe sie noch nicht bekommen, er ist aber auch erst seit Dezember im Netz.

Martina Schäfer stammt aus Frechen bei Köln und wohnt seit 15 Jahren in Berlin. Ihr Geld verdient die Betriebswirtschaftlerin nicht allein mit der Bloggerei, sondern auch mit Text und Beratung in Sachen Social Media sowie Marketing.

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