Pfadfinder aus Petershagen zum Volkstrauertag im Bundestag Petershagen/Berlin (mt/hy). Zwölf Pfadfinder aus Petershagen und drei befreundete saarländische Pfadfinder weilten am Wochenende in Berlin, um an der Gedenkstunde zum Volkstrauertag im Plenarsaal des Deutschen Bundestages teilzunehmen. Eingeladen waren sie vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge als Ausrichter der Gedenkveranstaltung. Bereits im Mai hatten die Jugendlichen aus Petershagen bei der Gestaltung einer Gedenkfeier des Volksbundes in Verdun mitgewirkt (das MT berichtete).Auf die Anfrage des Petershäger Ortsbürgermeisters Wilhelm Lange, ob die Pfadfinder kurzfristig bereit seien, am Heldenhain die hiesige Gedenkfeier mitzugestalten, bekam er die Antwort: „ Das hätte wir gerne gemacht, aber wir sind schon zum Bundespräsidenten eingeladen.“Die Pfadfinder, Mädchen und Jungen im Alter von elf bis 19 Jahren und fast alle Schüler am Gymnasium Petershagen, waren beim Empfang auf der Fraktionsebene, unter der Reichstagskuppel, doch enttäuscht, dass sowohl Präsident Gauck als auch Verteidigungsministerin von der Leyen bereits gegangen waren. Dafür kamen die Pfadfinder schnell mit zahlreichen Gästen ins Gespräch.Die Bundesratspräsidentin und Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, steuerte auf die Pfadfindergruppe zu und erhob sich spontan aus ihrem Rollstuhl, um sich mit den Jugendlichen zu unterhalten und fotografieren zu lassen. Dabei vertraute sie ihnen an, dass sie früher auch bei den Pfadfindern gewesen sei.Als die Pfadfinder gebeten wurden, etwas zu singen, waren sich die Gitarrenspielerinnen Elise und Greta einig: „Jetzt hätten wir unsere Gitarren doch gebraucht.“ Diese waren ihnen nämlich bei der Sicherheitsüberprüfung als unnötiges Gepäck abgenommen worden. Aber es ging auch „a cappella“ und einige Anwesende waren zu Tränen gerührt.Doris Festersen, die während der Gedenkfeier als Zeitzeugin gemeinsam mit der Autorin Freya Klier, aus dem Buch „Wir letzten Kinder Ostpreußens“ gelesen hatte, wurde von den Kindern um ein Autogramm gebeten. Dies rührte sie nochmals zu Tränen und auch mancher der Gruppe hatte während der emotionalen Lesung Tränen wegblinzeln müssen.Das Programm der jungen Pfadfinder wurde ergänzt durch eine Besichtigung Berlins. Bereits am Samstag waren die Jugendlichen Gäste der Zentralen Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag auf dem Friedhof Lilienthalstraße in Neukölln gewesen. Dort wurden nach Einbruch der Dunkelheit Kränze von mehr als 30 Repräsentanten verschiedener Botschaften niedergelegt und der Botschafter des Dänischen Königreiches in Deutschland hielt eine Gedenkrede.Den Abschluss der Reise bildete ein spontaner Besuch in der Reichstagskuppel. Von dort hatten die Pfadfinder einen überwältigenden Blick über das abendliche Berlin mit seinen Wahrzeichen.

Pfadfinder aus Petershagen zum Volkstrauertag im Bundestag

Die Pfadfinder aus Petershagen im hohen Haus der Politik. © Foto: pr

Petershagen/Berlin (mt/hy). Zwölf Pfadfinder aus Petershagen und drei befreundete saarländische Pfadfinder weilten am Wochenende in Berlin, um an der Gedenkstunde zum Volkstrauertag im Plenarsaal des Deutschen Bundestages teilzunehmen. Eingeladen waren sie vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge als Ausrichter der Gedenkveranstaltung. Bereits im Mai hatten die Jugendlichen aus Petershagen bei der Gestaltung einer Gedenkfeier des Volksbundes in Verdun mitgewirkt (das MT berichtete).

Auf die Anfrage des Petershäger Ortsbürgermeisters Wilhelm Lange, ob die Pfadfinder kurzfristig bereit seien, am Heldenhain die hiesige Gedenkfeier mitzugestalten, bekam er die Antwort: „ Das hätte wir gerne gemacht, aber wir sind schon zum Bundespräsidenten eingeladen.“

Die Pfadfinder, Mädchen und Jungen im Alter von elf bis 19 Jahren und fast alle Schüler am Gymnasium Petershagen, waren beim Empfang auf der Fraktionsebene, unter der Reichstagskuppel, doch enttäuscht, dass sowohl Präsident Gauck als auch Verteidigungsministerin von der Leyen bereits gegangen waren. Dafür kamen die Pfadfinder schnell mit zahlreichen Gästen ins Gespräch.

Die Bundesratspräsidentin und Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, steuerte auf die Pfadfindergruppe zu und erhob sich spontan aus ihrem Rollstuhl, um sich mit den Jugendlichen zu unterhalten und fotografieren zu lassen. Dabei vertraute sie ihnen an, dass sie früher auch bei den Pfadfindern gewesen sei.

Als die Pfadfinder gebeten wurden, etwas zu singen, waren sich die Gitarrenspielerinnen Elise und Greta einig: „Jetzt hätten wir unsere Gitarren doch gebraucht.“ Diese waren ihnen nämlich bei der Sicherheitsüberprüfung als unnötiges Gepäck abgenommen worden. Aber es ging auch „a cappella“ und einige Anwesende waren zu Tränen gerührt.

Doris Festersen, die während der Gedenkfeier als Zeitzeugin gemeinsam mit der Autorin Freya Klier, aus dem Buch „Wir letzten Kinder Ostpreußens“ gelesen hatte, wurde von den Kindern um ein Autogramm gebeten. Dies rührte sie nochmals zu Tränen und auch mancher der Gruppe hatte während der emotionalen Lesung Tränen wegblinzeln müssen.

Das Programm der jungen Pfadfinder wurde ergänzt durch eine Besichtigung Berlins. Bereits am Samstag waren die Jugendlichen Gäste der Zentralen Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag auf dem Friedhof Lilienthalstraße in Neukölln gewesen. Dort wurden nach Einbruch der Dunkelheit Kränze von mehr als 30 Repräsentanten verschiedener Botschaften niedergelegt und der Botschafter des Dänischen Königreiches in Deutschland hielt eine Gedenkrede.

Den Abschluss der Reise bildete ein spontaner Besuch in der Reichstagskuppel. Von dort hatten die Pfadfinder einen überwältigenden Blick über das abendliche Berlin mit seinen Wahrzeichen.

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