Petershagener Informationstage auch für 2021 gestrichen Oliver Plöger Petershagen. Die Petershagener Informationstage (PIT) 2021 sind gestrichen. Das bestätigte Daniel Helmerking aus der Hauptverwaltung der Stadt. Zusammen mit Vertretern der Wirtschaft sollen jetzt alternative Formate geprüft werden, um Handwerk und Handel eine zeitgemäße Präsentation ihrer Leistungen und Produkte zu ermöglichen. Ursprünglich sollte das „Schaufenster der Wirtschaft“, wie die PIT mit mehreren tausend Besuchern oft genannt wurden, bereits 2020 wieder öffnen. Auch das allerdings musste wegen Corona abgesagt werden. Überraschend kommt das Aus der Großveranstaltung auch für 2021 nicht. Evelyn Hotze aus der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung und Tourismus hatte bereits im Herbst auf die Unsicherheit hingewiesen, die unter den möglichen Ausstellern bestehe – entsprechend zurückhaltend sei die Nachfrage gewesen. Bis Ende Oktober hatte sich die Stadt alle Optionen offen gelassen, eine konkrete Entscheidung sollte es erst nach der Kommunalwahl geben. Für die Stabsstelle, die die Großveranstaltung plant, war die unklare Situation auf jeden Fall unbefriedigend, wie es gegenüber dem MT hieß. Nun kam aus der Verwaltung die endgültige Entscheidung, dass die PIT ausfällt. Dabei sollte diesmal vieles anders sein: Gekoppelt werden sollte die Veranstaltung erstmals an die Lahder Maile – eine Alternative zum Standort Kraftwerk, dessen Zukunft aktuell ohnehin ungeklärt ist. Ob aber die Lahder Maile im Mai über die Bühne geht, sei noch nicht entschieden, wie Jens Wölke als stellvertretender Vorsitzender des veranstaltenden Gewerbevereins Lahde auf MT-Anfrage mittelte. Ein Votum dazu soll es aber spätestens im Februar geben, meinte Wölke. Aktuell sei er zwar pessimistisch, die Planung laufe dennoch. „Gedanklich kann ich diese Veranstaltung noch nicht ganz aufgeben“, erklärte Jens Wölke, der selbst vor wenigen Monaten noch zuversichtlicher geklungen hatte. Die Frage sei aber jetzt, wie sich die Pandemie etwa angesichts des Impfstoffes entwickele. Bereits vorab hatte die beauftragte Veranstaltungsagentur von einer Katastrophe gesprochen, sollte die Maile wie im Vorjahr wirklich ausfallen. Ein Fahrgeschäft koste schnell eine bis anderthalb Millionen Euro. Viele Schausteller hätten investiert, die ersten seien bereits pleite gegangen. Schon deshalb sei es immens wichtig, dass Veranstaltungen wieder stattfinden. Sorge bereitet den Marktmeistern die Absage großer Events, darunter der Hamburger Hafengeburtstag: „Da folgen dann schnell auch andere“, hieß es gegenüber dem MT. Anmeldungen von Schaustellern für die Maile würden dennoch entgegengenommen werden, so die Agentur Marktfuchs gegenüber dem MT. Die Lahder Maile wird seit Anfang der 2000er-Jahre gefeiert, die Veranstaltung fand dann jährlich an zwei Tagen statt. Die Sonntage waren vor allem durch den Floh- und Trödelmarkt geprägt, auch einige Geschäfte hatten geöffnet. Genutzt wurden insbesondere die Bahnhofstraße, der Bismarckplatz und ein Teilstück der Bückeburger Straße. Die bislang letzten Petershagener Informationstage hatte es 2017 am Kraftwerk Heyden gegeben, damals unter dem Motto „Fit für die Zukunft“. Über hundert Teilnehmer hatten sich dargestellt, es gab ein Rahmenprogramm mit Musik und Kinderspaß. Da es weniger Besucher als in den Vorjahren gab, waren Wünsche laut geworden, ein neues Veranstaltungskonzept auf die Beine zu stellen. Evelyn Hotze: „Es darf keine klassische Gewerbeschau mehr sein, wie sie Anfang der neunziger Jahre üblich war.“ Schließlich sei die Situation heute grundlegend anders, da Interessierte sich jederzeit Informationen über das Internet besorgen könnten. Wann und wie die nächste PIT stattfindet, steht aktuell in den Sternen. Möglicherweise gibt es Informationen in der nächsten „Ausschussrunde“, in der am 25. Februar eine Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Tourismus geplant ist. Übrigens die erste Sitzung dieses Gremiums nach der Kommunalwahl.

Petershagener Informationstage auch für 2021 gestrichen

Wann sind Volksfeste wieder möglich? Diese Frage beschäftigt derzeit auch den Gewerbeverein Lahde, der im Mai eigentlich die Lahder Maile veranstalten will. Archivfoto: Ulrich Westermann © Ulrich Westermann

Petershagen. Die Petershagener Informationstage (PIT) 2021 sind gestrichen. Das bestätigte Daniel Helmerking aus der Hauptverwaltung der Stadt. Zusammen mit Vertretern der Wirtschaft sollen jetzt alternative Formate geprüft werden, um Handwerk und Handel eine zeitgemäße Präsentation ihrer Leistungen und Produkte zu ermöglichen. Ursprünglich sollte das „Schaufenster der Wirtschaft“, wie die PIT mit mehreren tausend Besuchern oft genannt wurden, bereits 2020 wieder öffnen. Auch das allerdings musste wegen Corona abgesagt werden.

Überraschend kommt das Aus der Großveranstaltung auch für 2021 nicht. Evelyn Hotze aus der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung und Tourismus hatte bereits im Herbst auf die Unsicherheit hingewiesen, die unter den möglichen Ausstellern bestehe – entsprechend zurückhaltend sei die Nachfrage gewesen. Bis Ende Oktober hatte sich die Stadt alle Optionen offen gelassen, eine konkrete Entscheidung sollte es erst nach der Kommunalwahl geben. Für die Stabsstelle, die die Großveranstaltung plant, war die unklare Situation auf jeden Fall unbefriedigend, wie es gegenüber dem MT hieß. Nun kam aus der Verwaltung die endgültige Entscheidung, dass die PIT ausfällt.

Dabei sollte diesmal vieles anders sein: Gekoppelt werden sollte die Veranstaltung erstmals an die Lahder Maile – eine Alternative zum Standort Kraftwerk, dessen Zukunft aktuell ohnehin ungeklärt ist.

Ob aber die Lahder Maile im Mai über die Bühne geht, sei noch nicht entschieden, wie Jens Wölke als stellvertretender Vorsitzender des veranstaltenden Gewerbevereins Lahde auf MT-Anfrage mittelte. Ein Votum dazu soll es aber spätestens im Februar geben, meinte Wölke. Aktuell sei er zwar pessimistisch, die Planung laufe dennoch. „Gedanklich kann ich diese Veranstaltung noch nicht ganz aufgeben“, erklärte Jens Wölke, der selbst vor wenigen Monaten noch zuversichtlicher geklungen hatte. Die Frage sei aber jetzt, wie sich die Pandemie etwa angesichts des Impfstoffes entwickele.

Bereits vorab hatte die beauftragte Veranstaltungsagentur von einer Katastrophe gesprochen, sollte die Maile wie im Vorjahr wirklich ausfallen. Ein Fahrgeschäft koste schnell eine bis anderthalb Millionen Euro. Viele Schausteller hätten investiert, die ersten seien bereits pleite gegangen. Schon deshalb sei es immens wichtig, dass Veranstaltungen wieder stattfinden. Sorge bereitet den Marktmeistern die Absage großer Events, darunter der Hamburger Hafengeburtstag: „Da folgen dann schnell auch andere“, hieß es gegenüber dem MT. Anmeldungen von Schaustellern für die Maile würden dennoch entgegengenommen werden, so die Agentur Marktfuchs gegenüber dem MT.

Die Lahder Maile wird seit Anfang der 2000er-Jahre gefeiert, die Veranstaltung fand dann jährlich an zwei Tagen statt. Die Sonntage waren vor allem durch den Floh- und Trödelmarkt geprägt, auch einige Geschäfte hatten geöffnet. Genutzt wurden insbesondere die Bahnhofstraße, der Bismarckplatz und ein Teilstück der Bückeburger Straße.

Die bislang letzten Petershagener Informationstage hatte es 2017 am Kraftwerk Heyden gegeben, damals unter dem Motto „Fit für die Zukunft“. Über hundert Teilnehmer hatten sich dargestellt, es gab ein Rahmenprogramm mit Musik und Kinderspaß. Da es weniger Besucher als in den Vorjahren gab, waren Wünsche laut geworden, ein neues Veranstaltungskonzept auf die Beine zu stellen. Evelyn Hotze: „Es darf keine klassische Gewerbeschau mehr sein, wie sie Anfang der neunziger Jahre üblich war.“ Schließlich sei die Situation heute grundlegend anders, da Interessierte sich jederzeit Informationen über das Internet besorgen könnten. Wann und wie die nächste PIT stattfindet, steht aktuell in den Sternen. Möglicherweise gibt es Informationen in der nächsten „Ausschussrunde“, in der am 25. Februar eine Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Tourismus geplant ist. Übrigens die erste Sitzung dieses Gremiums nach der Kommunalwahl.

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