Passend zum Wochenende: Lahder Badesee ist sauber Oliver Plöger Petershagen-Lahde. Was Michael Kuhlmann als chemisch-technischer Assistent bereits nach der Sichtprobe vermutete, sollte sich nach eingehender Analyse im Labor von Hbicon in Bielefeld bewahrheiten: Im Lahder Badesee kann ohne Durchfallgefahr geschwommen werden. Ganz offiziell informierte deshalb jetzt auch die Stadt Petershagen: Die Wasserprobe ist gemäß EG-Richtlinie „Badegewässer“ nicht zu beanstanden, hieß es hier. Auch eine spezielle Untersuchung auf die besonders gefürchteten Blaualgen vom 2. Juli habe keine Beanstandungen ergeben. Die Stadt bittet aber dennoch um Vorsicht, wie Evelyn Hotze als Leiterin der Stabstelle für Wirtschaftsförderung und Tourismus mitteilt. Zusätzlich zu den alle 14-Tagen stattfinden Gewässerproben werde der Strandbereich und Badebereich regelmäßig auf Veränderungen kontrolliert. „Fällt etwas auf, wird eine Beprobung veranlasst. Die Gesundheit unserer Badegäste wollen wir nicht durch Blaualgen gefährden“, so Evelyn Hotze. Es sei nicht auszuschließen, dass kurzfristige Änderungen der Temperatur, Sonneneinstrahlung oder sogar kleinräumige Nährstoffänderungen eine Blaualgenblüte auslösen können. Auch der Wind spiele eine Rolle. Cyanobakterien, bekannt als Blaualgen, werden häufig an bestimmten Stellen des Sees vor allem in Buchten zusammengetrieben. Bei wechselnden Winden können sie schnell ihren Platz ändern. „Wir appellieren an alle Badegäste, sich den Strandbereich mit der Gewässerkante und das Wasser genau anzusehen, bevor sie baden gehen. Zeigen sich grünliche Partikel am Strand oder im Wasser sollte man besser draußen bleiben,“ so Evelyn Hotze. Blaualgen in hoher Konzentration können einen üblen Geruch nach faulen Eiern, Gülle und Ammoniak verbreiten. Gesundheitlich problematisch seien allergische Haut- und Schleimhautreizungen, Toxine könnten Leber- und neurotoxische Wirkung entfalten. „Einige dieser Gifte können im menschlichen Körper nicht abgebaut werden, ein Verschlucken von Wasser, das stark mit Cyanobakterien durchsetzt ist, sollte unbedingt vermieden werden“, heißt es aus der Stadt Petershagen. Das Wasser im Badesee wird 14-tägig untersucht. Neben dem Institut Hbicon, dass im Auftrag des Kreises für die reguläre Analyse im Zuge der EG-Richtlinie Badegewässer im Einsatz ist, gab es auch eine Beprobung durch das Institut Nowack, dass von der Stadt speziell mit Vorschlägen zur Beseitigung des Blaualgen-Problems beauftragt ist. Den Auftrag für das Gutachten hatte die Stadt im Herbst vorigen Jahres gemeinsam mit dem Fischereiverein Schaumburg erteilt, der das Gewässer ebenfalls nutzt. Blaualgen sind vermehrt seit 2018 nachgewiesen worden und hatten immer wieder für Badeverbote gesorgt, damit auch für weniger Einnahmen bei den Beachbarbetreibern, die ihr Geschäftsmodell schon anpassen mussten und Events an der Bar selbst anbieten. Weiter verweist Evelyn Hotze auf die nach wie vor notwendigen Vorsichtsmaßnahmen wegen Corona. „Wir setzen auf unsere Besucher und ihr Verantwortungsbewusstsein. Alle wollen raus, verständlicherweise die Sonne und das Wasser genießen. Trotzdem gilt es, nicht nachzulassen und die AHA-Regeln einzuhalten.“ Weiteres Problem sei aktuell auch die fehlende Badeaufsicht durch die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft:, die sich derzeit an den Impfzentren beteiligt. „Deshalb werden die Besucher bei der Nutzung der Anlage gebeten, auf sich, ihre Kinder sowie Mitmenschen zu achten.“ Bei der Anreise sollte zudem bedacht werden, dass die Parkplätze entlang der Friller Straße wegen des Testzentrums nicht komplett zur Verfügung steht. „Die Einbahnstraßenregelung erlaubt nur die Zufahrt zum Testzentrum. Parken ist nur sehr eingeschränkt möglich“, erklärt Evelyn Hotze. In fußläufiger Nähe sei ein Parkplatz eingerichtet. Parker entlang der Friller Straße oder auf dem Freizeitgelände müssten mit Bußgeldern rechnen.

Passend zum Wochenende: Lahder Badesee ist sauber

Dem Badevergnügen in Lahde steht nichts mehr im Weg. © Oliver Plöger

Petershagen-Lahde. Was Michael Kuhlmann als chemisch-technischer Assistent bereits nach der Sichtprobe vermutete, sollte sich nach eingehender Analyse im Labor von Hbicon in Bielefeld bewahrheiten: Im Lahder Badesee kann ohne Durchfallgefahr geschwommen werden. Ganz offiziell informierte deshalb jetzt auch die Stadt Petershagen: Die Wasserprobe ist gemäß EG-Richtlinie „Badegewässer“ nicht zu beanstanden, hieß es hier. Auch eine spezielle Untersuchung auf die besonders gefürchteten Blaualgen vom 2. Juli habe keine Beanstandungen ergeben. Die Stadt bittet aber dennoch um Vorsicht, wie Evelyn Hotze als Leiterin der Stabstelle für Wirtschaftsförderung und Tourismus mitteilt. Zusätzlich zu den alle 14-Tagen stattfinden Gewässerproben werde der Strandbereich und Badebereich regelmäßig auf Veränderungen kontrolliert. „Fällt etwas auf, wird eine Beprobung veranlasst. Die Gesundheit unserer Badegäste wollen wir nicht durch Blaualgen gefährden“, so Evelyn Hotze.

Es sei nicht auszuschließen, dass kurzfristige Änderungen der Temperatur, Sonneneinstrahlung oder sogar kleinräumige Nährstoffänderungen eine Blaualgenblüte auslösen können. Auch der Wind spiele eine Rolle. Cyanobakterien, bekannt als Blaualgen, werden häufig an bestimmten Stellen des Sees vor allem in Buchten zusammengetrieben. Bei wechselnden Winden können sie schnell ihren Platz ändern. „Wir appellieren an alle Badegäste, sich den Strandbereich mit der Gewässerkante und das Wasser genau anzusehen, bevor sie baden gehen. Zeigen sich grünliche Partikel am Strand oder im Wasser sollte man besser draußen bleiben,“ so Evelyn Hotze.

Michael Kuhlmann bei der Wasserprobe am Lader Badesee. Das jetzt vorliegende offizielle Ergebnis lässt das Schwimmen zu. MT-Foto: Oliver Plöger - © plöger
Michael Kuhlmann bei der Wasserprobe am Lader Badesee. Das jetzt vorliegende offizielle Ergebnis lässt das Schwimmen zu. MT-Foto: Oliver Plöger - © plöger

Blaualgen in hoher Konzentration können einen üblen Geruch nach faulen Eiern, Gülle und Ammoniak verbreiten. Gesundheitlich problematisch seien allergische Haut- und Schleimhautreizungen, Toxine könnten Leber- und neurotoxische Wirkung entfalten. „Einige dieser Gifte können im menschlichen Körper nicht abgebaut werden, ein Verschlucken von Wasser, das stark mit Cyanobakterien durchsetzt ist, sollte unbedingt vermieden werden“, heißt es aus der Stadt Petershagen. Das Wasser im Badesee wird 14-tägig untersucht. Neben dem Institut Hbicon, dass im Auftrag des Kreises für die reguläre Analyse im Zuge der EG-Richtlinie Badegewässer im Einsatz ist, gab es auch eine Beprobung durch das Institut Nowack, dass von der Stadt speziell mit Vorschlägen zur Beseitigung des Blaualgen-Problems beauftragt ist. Den Auftrag für das Gutachten hatte die Stadt im Herbst vorigen Jahres gemeinsam mit dem Fischereiverein Schaumburg erteilt, der das Gewässer ebenfalls nutzt. Blaualgen sind vermehrt seit 2018 nachgewiesen worden und hatten immer wieder für Badeverbote gesorgt, damit auch für weniger Einnahmen bei den Beachbarbetreibern, die ihr Geschäftsmodell schon anpassen mussten und Events an der Bar selbst anbieten.

Weiter verweist Evelyn Hotze auf die nach wie vor notwendigen Vorsichtsmaßnahmen wegen Corona. „Wir setzen auf unsere Besucher und ihr Verantwortungsbewusstsein. Alle wollen raus, verständlicherweise die Sonne und das Wasser genießen. Trotzdem gilt es, nicht nachzulassen und die AHA-Regeln einzuhalten.“ Weiteres Problem sei aktuell auch die fehlende Badeaufsicht durch die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft:, die sich derzeit an den Impfzentren beteiligt. „Deshalb werden die Besucher bei der Nutzung der Anlage gebeten, auf sich, ihre Kinder sowie Mitmenschen zu achten.“

Bei der Anreise sollte zudem bedacht werden, dass die Parkplätze entlang der Friller Straße wegen des Testzentrums nicht komplett zur Verfügung steht. „Die Einbahnstraßenregelung erlaubt nur die Zufahrt zum Testzentrum. Parken ist nur sehr eingeschränkt möglich“, erklärt Evelyn Hotze. In fußläufiger Nähe sei ein Parkplatz eingerichtet. Parker entlang der Friller Straße oder auf dem Freizeitgelände müssten mit Bußgeldern rechnen.

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