„Ohne Schranken denken“: Wo kommt das Rathaus in Petershagen hin? Oliver Plöger Petershagen/Lahde. Für Bauamtsleiter Kay Busche steht bei der Entwicklung der Kernorte Petershagen und Lahde fest: „Wir müssen die Dinge ohne Schranken denken dürfen.“ Etwa, dass es bei der Entwicklung der „Neuen Mitte“ in Petershagen auch einen künftigen Verwaltungsstandort gibt oder das Jugendzentrum möglicherweise nach Lahde umzieht. Am Donnerstag brachte Busche den Ausschuss für Umwelt und Planung – passend zum Beginn der neuen Wahlperiode – auf den aktuellen Stand in Sachen Rahmenplanungen. Danach ist etwa der Auftrag für ein Nachnutzungskonzept der ehemaligen Grundschule an ein externes Architekturbüro vergeben worden, das mit der Firma Complan zusammenarbeitet, die bereits die Rahmenplanung begleitet. Ein Ergebnis wird im März erwartet. Fragestellung: „Bekommen wir in Petershagen einen gemeinsamen Verwaltungsstandort unter?“ Dabei seien die Überlegungen schon deshalb sinnvoll, da in beiden Rathäusern – in Lahde und Petershagen – ohnehin Modernisierungsarbeiten anfallen würden. Offen seien etwa Fragen der Barrierefreiheit oder der energetischen Sanierung. „Und genau an diesem Punkt wird es spannend“, wie Kay Busche betonte, der seit Anfang November auch Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters ist. Dann nämlich, wenn das Land sage: Da ist NRW mit 65 Prozent Förderung dabei. Für Busche wichtig: „Wir sind weit von einer Baureife entfernt, brauchen aber grundlegende Entscheidungen.“ Und die seien auch für den Standort Lahde nicht gefallen. Ja, es könne sein, dass es das Rathaus hier auch in 20 Jahren noch gibt. Der Bereich inklusive Bismarckplatz und Bahnhofstraße sei aber in jedem Fall zu entwickeln. Fragestellung sei seit 2017 die spätere Nutzung der abgängigen Lahder Sporthalle. Die komplette Förderung der neuen Halle mit acht Millionen Euro sei ein hervorragendes Ergebnis der Rahmenplanung. „Dabei haben wir uns fast schon selbst überholt“, sagte Busche, der hier ein deutliches Zeichen dafür sieht, dass eben nicht für die Schublade, sondern ganz konkret geplant werde. Was die alte Halle betrifft, habe Kay Busche vor Ort Überlegungen zum barrierefreien Parken für die Apotheke und die hier ansässigen Ärzte wahrgenommen. Thema sei aber auch ein Standort für das Jugendzentrum. „Darüber haben wir ganz offen mit den Kollegen in Petershagen gesprochen“, sagte Busche, Ergebnis: „Wir haben das Jugendzentrum am Gymnasium in Petershagen, genutzt wird es aber eigentlich nur von Schülern der Sekundarschule in Lahde.“ Und dort gebe es mit dem Freibad, der Sportanlage und den Möglichkeiten für Skater ein großes Potenzial. „Vielleicht wäre es sinnvoll, das hier zu bündeln“, so Busche vor dem von Jürgen Buschke (CDU) geleiteten Ausschuss. Zurück nach Petershagen: Dort gehe es bei der Neuen Mitte auch um den Marktplatz, der gar kein Marktplatz mehr ist, es gehe um die Themen Wohnen und ärztliche Versorgung. Und darum, wie die Sportplätze zu entwickeln sind (das MT berichtete). Auch hier: „Wenn ich das auf einem Rahmenplan habe, heißt das nicht: Ich habe Baureife auf dem Sportplatz. Da bin ich ganz weit davon entfernt.“ Gerade beim A-Platz müsse es Alternativen geben. Und vielleicht werde hier auch in zehn Jahren noch Fußball gespielt. Beim B-Platz sei schon weiter gedacht worden, sagte Busche. Das Planungsbüro Complan hatte etwa vorgeschlagen, dass der vom TuS Petershagen-Ovenstädt genutzte Sportplatz aufgegeben wird. Ziel sei es hier, durch einen „privaten Dritten“ ein „generationenoffenes Wohnquartier mit Versorgungssicherheit“ zu errichten. Auf dem Areal könnten 89 Wohneinheiten vor allem für Familien entstehen. Zu den Überlegungen gehöre es auch, den Wohnmobilstellplatz näher an die Weser zu verlagern. Wie Busche im Ausschuss weiter erläuterte, gehe es bei der Quartiersplanung auch um den Eingangsbereich auf Höhe des Schlosses. Besonders attraktiv sei der aktuell nicht.

„Ohne Schranken denken“: Wo kommt das Rathaus in Petershagen hin?

Schön ist anders: Was aus der laut Verwaltung abgängigen Turnhalle in Lahde wird, ist noch offen. Frage: Braucht der Ort weitere Parkplätze? Oder ein neues Jugendzentrum? MT-Foto: Oliver Plöger © Plöger

Petershagen/Lahde. Für Bauamtsleiter Kay Busche steht bei der Entwicklung der Kernorte Petershagen und Lahde fest: „Wir müssen die Dinge ohne Schranken denken dürfen.“ Etwa, dass es bei der Entwicklung der „Neuen Mitte“ in Petershagen auch einen künftigen Verwaltungsstandort gibt oder das Jugendzentrum möglicherweise nach Lahde umzieht. Am Donnerstag brachte Busche den Ausschuss für Umwelt und Planung – passend zum Beginn der neuen Wahlperiode – auf den aktuellen Stand in Sachen Rahmenplanungen. Danach ist etwa der Auftrag für ein Nachnutzungskonzept der ehemaligen Grundschule an ein externes Architekturbüro vergeben worden, das mit der Firma Complan zusammenarbeitet, die bereits die Rahmenplanung begleitet. Ein Ergebnis wird im März erwartet. Fragestellung: „Bekommen wir in Petershagen einen gemeinsamen Verwaltungsstandort unter?“

Dabei seien die Überlegungen schon deshalb sinnvoll, da in beiden Rathäusern – in Lahde und Petershagen – ohnehin Modernisierungsarbeiten anfallen würden. Offen seien etwa Fragen der Barrierefreiheit oder der energetischen Sanierung. „Und genau an diesem Punkt wird es spannend“, wie Kay Busche betonte, der seit Anfang November auch Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters ist. Dann nämlich, wenn das Land sage: Da ist NRW mit 65 Prozent Förderung dabei. Für Busche wichtig: „Wir sind weit von einer Baureife entfernt, brauchen aber grundlegende Entscheidungen.“ Und die seien auch für den Standort Lahde nicht gefallen. Ja, es könne sein, dass es das Rathaus hier auch in 20 Jahren noch gibt. Der Bereich inklusive Bismarckplatz und Bahnhofstraße sei aber in jedem Fall zu entwickeln.

Fragestellung sei seit 2017 die spätere Nutzung der abgängigen Lahder Sporthalle. Die komplette Förderung der neuen Halle mit acht Millionen Euro sei ein hervorragendes Ergebnis der Rahmenplanung. „Dabei haben wir uns fast schon selbst überholt“, sagte Busche, der hier ein deutliches Zeichen dafür sieht, dass eben nicht für die Schublade, sondern ganz konkret geplant werde. Was die alte Halle betrifft, habe Kay Busche vor Ort Überlegungen zum barrierefreien Parken für die Apotheke und die hier ansässigen Ärzte wahrgenommen. Thema sei aber auch ein Standort für das Jugendzentrum. „Darüber haben wir ganz offen mit den Kollegen in Petershagen gesprochen“, sagte Busche, Ergebnis: „Wir haben das Jugendzentrum am Gymnasium in Petershagen, genutzt wird es aber eigentlich nur von Schülern der Sekundarschule in Lahde.“ Und dort gebe es mit dem Freibad, der Sportanlage und den Möglichkeiten für Skater ein großes Potenzial. „Vielleicht wäre es sinnvoll, das hier zu bündeln“, so Busche vor dem von Jürgen Buschke (CDU) geleiteten Ausschuss.

Zurück nach Petershagen: Dort gehe es bei der Neuen Mitte auch um den Marktplatz, der gar kein Marktplatz mehr ist, es gehe um die Themen Wohnen und ärztliche Versorgung. Und darum, wie die Sportplätze zu entwickeln sind (das MT berichtete). Auch hier: „Wenn ich das auf einem Rahmenplan habe, heißt das nicht: Ich habe Baureife auf dem Sportplatz. Da bin ich ganz weit davon entfernt.“ Gerade beim A-Platz müsse es Alternativen geben. Und vielleicht werde hier auch in zehn Jahren noch Fußball gespielt.

Beim B-Platz sei schon weiter gedacht worden, sagte Busche. Das Planungsbüro Complan hatte etwa vorgeschlagen, dass der vom TuS Petershagen-Ovenstädt genutzte Sportplatz aufgegeben wird. Ziel sei es hier, durch einen „privaten Dritten“ ein „generationenoffenes Wohnquartier mit Versorgungssicherheit“ zu errichten. Auf dem Areal könnten 89 Wohneinheiten vor allem für Familien entstehen. Zu den Überlegungen gehöre es auch, den Wohnmobilstellplatz näher an die Weser zu verlagern. Wie Busche im Ausschuss weiter erläuterte, gehe es bei der Quartiersplanung auch um den Eingangsbereich auf Höhe des Schlosses. Besonders attraktiv sei der aktuell nicht.

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