Noemi Haugk stellt "Kinderwelten und Herzensträume" aus Ursula Koch Petershagen-Wietersheim. „Kinderwelten und Herzensträume“ ist der Titel von Noemi Haugks erster Einzelausstellung in Petershagen. In der Alten Schule in Wietersheim wird heute um 16 Uhr eröffnet. Zur Vernissage wird die Künstlerin auch einige eigene Songs aus ihrer CD „Du bist schön“ sowie neue Lieder vortragen. Die Rede wird ihre ältere Tochter halten. Beide Themen hängen für die Mutter von zwei Töchtern, neun und sechs Jahre alt, eng zusammen. „Wenn ich in mich hineinhorche sind meine Lebensträume nicht weit entfernt von den Träumen meiner Kindheit“, sagt die 40-Jährige, die zehn Jahre lang als Lehrerin an einer Grundschule in Dresden tätig war, wo sie auch studiert hatte. Ihre Töchter sind ein häufig wiederkehrendes Motiv in dieser Ausstellung. Die luftig-transparenten Gemälde, gestaltet Haugk mit Acryl-Farbe und viel Wasser. Die Farbe fließt, wird gespritzt und bleibt dabei transparent. Das verleiht den Motiven Leichtigkeit. Das Reiten ist ein Mädchentraum, daher ist die Reitlehrerin mit ihrem Pferd auf zwei Bildern zu sehen, dazu die beiden Mädchen beim Baden im Lahder See, beim Erkunden der Natur, beim Eisessen oder beim Spielen mit der Katze. „Ich fotografiere viel“, sagt Haugk. Darum verwendet sie immer wieder Urlaubserinnerungen als Vorlage für ihre Gemälde. Aber auch das Medium Fotografie ist in dieser Ausstellung vertreten. Auf Schwarz-Weiß-Aufnahmen sind es wieder ihre Töchter, allerdings in unscharfen Aufnahmen. Die Unschärfe ist Absicht und begründet sich aus Haugks Biografie. Sie erkrankte vor einigen Jahren an Multipler Sklerose. Die Krankheit führte bei ihr zu Sehstörungen. Sie habe befürchtet, ihre Kinder nie wieder scharf sehen zu können, erzählt die Künstlerin. Diese Bilder will sie mit eigenen Texten kombinieren. Ein dritter Werkzyklus besteht aus Collagen. Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Kinderhänder kombiniert sie mit Motiven aus Zeitschriften und ausgeschnittenen Stichworten. Welche Welt legen wir unseren Kindern in die Hände, das ist die Frage, auf die sie mit ihren Collagen Antworten sucht. In einem dritten Raum schließlich sind Arbeiten zu sehen, die vor etwa zehn Jahren entstanden sind. Tanz ist das Thema, dargestellt in zwölf Zeichnungen. Zu jedem Monat hat sie eine Tänzerin gestaltet. „Ich habe meinen Kindheitstraum von der Tänzerin umsetzen können“, erzählt die 40-Jährige. In Dresden sei sie Mitglied eines orientalischen Tanzensembles gewesen und habe auch auf der Bühne gestanden. Die Ausstellung in der Alten Schule Wietersheim, Unterdorf 9, ist außerdem am Sonntag, 20. September von 9 bis 12 und 15 bis 18 Uhr sowie bis zum 31. Januar auf Anfrage bei Herbert Maorowsky, Telefon (01 70) 3 54 50 04 oder herbert.marowsky@t-online.de, zu besichtigen.

Noemi Haugk stellt "Kinderwelten und Herzensträume" aus

Urlaubsfotos verwendet Noemi Haugk häufig als Motive für ihre transparent gehaltenen Acryl-Gemälde, die in der Alten Schule Wietersheim zu sehen sind. © Foto: Charlotte Schermer

Petershagen-Wietersheim. „Kinderwelten und Herzensträume“ ist der Titel von Noemi Haugks erster Einzelausstellung in Petershagen. In der Alten Schule in Wietersheim wird heute um 16 Uhr eröffnet. Zur Vernissage wird die Künstlerin auch einige eigene Songs aus ihrer CD „Du bist schön“ sowie neue Lieder vortragen. Die Rede wird ihre ältere Tochter halten.

Beide Themen hängen für die Mutter von zwei Töchtern, neun und sechs Jahre alt, eng zusammen. „Wenn ich in mich hineinhorche sind meine Lebensträume nicht weit entfernt von den Träumen meiner Kindheit“, sagt die 40-Jährige, die zehn Jahre lang als Lehrerin an einer Grundschule in Dresden tätig war, wo sie auch studiert hatte. Ihre Töchter sind ein häufig wiederkehrendes Motiv in dieser Ausstellung.

Die luftig-transparenten Gemälde, gestaltet Haugk mit Acryl-Farbe und viel Wasser. Die Farbe fließt, wird gespritzt und bleibt dabei transparent. Das verleiht den Motiven Leichtigkeit. Das Reiten ist ein Mädchentraum, daher ist die Reitlehrerin mit ihrem Pferd auf zwei Bildern zu sehen, dazu die beiden Mädchen beim Baden im Lahder See, beim Erkunden der Natur, beim Eisessen oder beim Spielen mit der Katze.

„Ich fotografiere viel“, sagt Haugk. Darum verwendet sie immer wieder Urlaubserinnerungen als Vorlage für ihre Gemälde. Aber auch das Medium Fotografie ist in dieser Ausstellung vertreten. Auf Schwarz-Weiß-Aufnahmen sind es wieder ihre Töchter, allerdings in unscharfen Aufnahmen. Die Unschärfe ist Absicht und begründet sich aus Haugks Biografie. Sie erkrankte vor einigen Jahren an Multipler Sklerose. Die Krankheit führte bei ihr zu Sehstörungen. Sie habe befürchtet, ihre Kinder nie wieder scharf sehen zu können, erzählt die Künstlerin. Diese Bilder will sie mit eigenen Texten kombinieren.

Ein dritter Werkzyklus besteht aus Collagen. Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Kinderhänder kombiniert sie mit Motiven aus Zeitschriften und ausgeschnittenen Stichworten. Welche Welt legen wir unseren Kindern in die Hände, das ist die Frage, auf die sie mit ihren Collagen Antworten sucht.

In einem dritten Raum schließlich sind Arbeiten zu sehen, die vor etwa zehn Jahren entstanden sind. Tanz ist das Thema, dargestellt in zwölf Zeichnungen. Zu jedem Monat hat sie eine Tänzerin gestaltet. „Ich habe meinen Kindheitstraum von der Tänzerin umsetzen können“, erzählt die 40-Jährige. In Dresden sei sie Mitglied eines orientalischen Tanzensembles gewesen und habe auch auf der Bühne gestanden.

Die Ausstellung in der Alten Schule Wietersheim, Unterdorf 9, ist außerdem am Sonntag, 20. September von 9 bis 12 und 15 bis 18 Uhr sowie bis zum 31. Januar auf Anfrage bei Herbert Maorowsky, Telefon (01 70) 3 54 50 04 oder herbert.marowsky@t-online.de, zu besichtigen.

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