Musikschule Petershagen: Zwei Neue und ein "alter Bekannter" Oliver Plöger Petershagen (mt). Die Musikschule Petershagen will weiter am Profil arbeiten. Das macht Mario Scholz deutlich, der die klangvolle Kultureinrichtung leitet. Zum Profil gehört – neben dem stimmigen Schulkonzept – ein passender Lehrkörper. Der zeigt sich jetzt verstärkt: Mit den beiden jungen Harfenistinnen Sterre Koopman (25) und Louise Augoyard (26) verfügt die Schule über ein kreisweites Alleinstellungsmerkmal. Sterre Koopman, gebürtige Holländerin, hat an der Detmolder Musikhochschule studiert und bereits Orchestererfahrung etwa beim Noor Nederlands Oekest. Louise Augoyard, geboren in Frankreich und ebenso in Detmold studiert, hatte erst voriges Jahr beim Sommerfestival in Gargilesse in Frankreich gespielt und gehörte vier Jahre zum Ensemble Sinfonietta, das unter anderem Puccinis Tosca begleitet hatte. Schwierig sei es gewesen, an neue Lehrkräfte zu kommen, so Mario Scholz, zumal die verkehrstechnische Anbindung oft schlecht ist und der Einsatz sich für die Lehrenden in Petershagen auch lohnen müsse. Neben internationaler Verstärkung freut sich Scholz auch über einen „alten Bekannten“ im Lehrerteam: Als stundenweise Kraft wieder eingestiegen ist Trompetenlehrer Udo Eickriede, er hatte die Musikschule Petershagen von 1994 bis 2012 geleitet. Insgesamt gibt es für die derzeit 450 Schülern jetzt 16 Lehrkräfte. Verstärkt wollen die Petershäger mit weiteren öffentlichen Musikschulen im Kreisgebiet zusammenarbeiten – so wie praktiziert im Sinfonierorchester „4 in 1“, das am Samstag, 10. November, ab 16 Uhr im Ständersaal im Mindener Preußenmuseum, am Sonntag, 11. November, ab 16 Uhr im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums Petershagen auftritt. Der Nachmittag in Petershagen beginnt mit Darbietungen der schuleigenen Ensembles: Beteiligt sind das Saxophon-Quintett unter der Leitung von Peter Malai, das Gitarrenensemble mit Michael Zawichowski und das Percussion-Ensemble mit Mario Scholz. Erklingen wird zudem Harfenmusik, dargeboten von Anna Vidahl. Das 30-köpfige Orchester selbst leitet niemand geringerer als Anton Sjarov, der sein genre-übergreifendes Können schon auf unzähligen Konzerten bewiesen hat. Diesmal ist Filmmusik aus dem Herrn der Ringe zu hören, aus James Bond, Godzilla oder Mission Impossible. „Das klingt schon toll“, sagt Mario Scholz, der diese Form der Zusammenarbeit zwischen den Schulen unbedingt fortsetzen will. Bewähren würde sich das auch beim Austausch von Lehrkräften. Natürlich könne es sein, dass eine andere Schule vielleicht mal für zwei Stunden eine Gitarrenlehrer braucht. „Ich sehe das hier nicht als Konkurrenz“, sagt Mario Scholz, der seit 2015 mit Leitungsaufgaben betraut ist. Intensiviert wurde in dieser Zeit die Zusammenarbeit mit dem städtischen Gymnasium. Insbesondere das Ensemblespiel habe neue Perspektiven für die Jugendlichen geschaffen. Weitere Angebote würden bereits jetzt großen Anklang finden, so Mario Scholz, der diese Form der Zusammenarbeit fortsetzen will. Dass demnächst Bauarbeiten in „seiner“ Musikschule stattfinden werden, musste Mario Scholz zur Kenntnis nehmen. Bekanntlich hat die Hauptschule das Gebäude am Koppelweg verlassen, demnächst wird hier alles für den Einzug der Grundschule vorbereitet. Zwischendurch wird es Raumänderungen geben, möglicherweise werden auch einige Kurse im Alten Amtsgericht stattfinden.

Musikschule Petershagen: Zwei Neue und ein "alter Bekannter"

Petershagen (mt). Die Musikschule Petershagen will weiter am Profil arbeiten. Das macht Mario Scholz deutlich, der die klangvolle Kultureinrichtung leitet. Zum Profil gehört – neben dem stimmigen Schulkonzept – ein passender Lehrkörper. Der zeigt sich jetzt verstärkt: Mit den beiden jungen Harfenistinnen Sterre Koopman (25) und Louise Augoyard (26) verfügt die Schule über ein kreisweites Alleinstellungsmerkmal. Sterre Koopman, gebürtige Holländerin, hat an der Detmolder Musikhochschule studiert und bereits Orchestererfahrung etwa beim Noor Nederlands Oekest. Louise Augoyard, geboren in Frankreich und ebenso in Detmold studiert, hatte erst voriges Jahr beim Sommerfestival in Gargilesse in Frankreich gespielt und gehörte vier Jahre zum Ensemble Sinfonietta, das unter anderem Puccinis Tosca begleitet hatte. Schwierig sei es gewesen, an neue Lehrkräfte zu kommen, so Mario Scholz, zumal die verkehrstechnische Anbindung oft schlecht ist und der Einsatz sich für die Lehrenden in Petershagen auch lohnen müsse.

Ein gemeinsames Musikschulkonzert gibt es auch in Petershagen. Schulleiter Mario Scholz freut sich drauf. MT- - © Foto: Oliver Plöger
Ein gemeinsames Musikschulkonzert gibt es auch in Petershagen. Schulleiter Mario Scholz freut sich drauf. MT- - © Foto: Oliver Plöger

Neben internationaler Verstärkung freut sich Scholz auch über einen „alten Bekannten“ im Lehrerteam: Als stundenweise Kraft wieder eingestiegen ist Trompetenlehrer Udo Eickriede, er hatte die Musikschule Petershagen von 1994 bis 2012 geleitet. Insgesamt gibt es für die derzeit 450 Schülern jetzt 16 Lehrkräfte.

Hat in Detmold studiert: Louise Augoyard.
Hat in Detmold studiert: Louise Augoyard.

Verstärkt wollen die Petershäger mit weiteren öffentlichen Musikschulen im Kreisgebiet zusammenarbeiten – so wie praktiziert im Sinfonierorchester „4 in 1“, das am Samstag, 10. November, ab 16 Uhr im Ständersaal im Mindener Preußenmuseum, am Sonntag, 11. November, ab 16 Uhr im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums Petershagen auftritt. Der Nachmittag in Petershagen beginnt mit Darbietungen der schuleigenen Ensembles: Beteiligt sind das Saxophon-Quintett unter der Leitung von Peter Malai, das Gitarrenensemble mit Michael Zawichowski und das Percussion-Ensemble mit Mario Scholz. Erklingen wird zudem Harfenmusik, dargeboten von Anna Vidahl.

Hat schon viele Musikpreise erspielt: Sterre Koopman.
Hat schon viele Musikpreise erspielt: Sterre Koopman.

Das 30-köpfige Orchester selbst leitet niemand geringerer als Anton Sjarov, der sein genre-übergreifendes Können schon auf unzähligen Konzerten bewiesen hat. Diesmal ist Filmmusik aus dem Herrn der Ringe zu hören, aus James Bond, Godzilla oder Mission Impossible. „Das klingt schon toll“, sagt Mario Scholz, der diese Form der Zusammenarbeit zwischen den Schulen unbedingt fortsetzen will.

Bekannt als Ex-Musikschulleiter: Udo Eickriede. Fotos: pr
Bekannt als Ex-Musikschulleiter: Udo Eickriede. Fotos: pr

Bewähren würde sich das auch beim Austausch von Lehrkräften. Natürlich könne es sein, dass eine andere Schule vielleicht mal für zwei Stunden eine Gitarrenlehrer braucht. „Ich sehe das hier nicht als Konkurrenz“, sagt Mario Scholz, der seit 2015 mit Leitungsaufgaben betraut ist. Intensiviert wurde in dieser Zeit die Zusammenarbeit mit dem städtischen Gymnasium. Insbesondere das Ensemblespiel habe neue Perspektiven für die Jugendlichen geschaffen. Weitere Angebote würden bereits jetzt großen Anklang finden, so Mario Scholz, der diese Form der Zusammenarbeit fortsetzen will.

Dass demnächst Bauarbeiten in „seiner“ Musikschule stattfinden werden, musste Mario Scholz zur Kenntnis nehmen. Bekanntlich hat die Hauptschule das Gebäude am Koppelweg verlassen, demnächst wird hier alles für den Einzug der Grundschule vorbereitet. Zwischendurch wird es Raumänderungen geben, möglicherweise werden auch einige Kurse im Alten Amtsgericht stattfinden.

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