Mit Pampa-Trecker zum Kabuff-Treffen Ulrich Westermann Petershagen-Neuenknick (Wes). Das Kabuff-Team aus Neuenknick richtete zum achten Mal ein Alttraktoren- und Oldtimertreffen aus. Los ging es im Jahr 2005 mit 35 Fahrzeugen und Maschinen. Von Jahr zu Jahr steigerte sich die Zahl der Aussteller, so dass diesmal um die 150 „alte Schätzchen“ den zahlreichen Besuchern vorgestellt werden konnten. Neben den Treckern früherer Jahre boten auch Einachs-Holder, Unimogs, Mähdrescher, Motorräder, Mopeds, VW-Käfer und weitere Fahrzeuge aus dem privaten und landwirtschaftlichen Bereich viel Gesprächsstoff. Ebenfalls ein Blickfang war die alte Handdruckspritze der früheren Döhrener Feuerwehr aus dem Jahr 1928. Den Mitgliedern des Kabuff-Teams ist es gelungen, Kontakte zu zahlreichen Alttraktoren-Freunden aus der Stadt Petershagen und darüber hinaus aufzubauen. Vielen von ihnen bereitete es eine große Freude, das Veranstaltungsgelände der Familie Hachmeister (Gehlberg) in Neuenknick zu besuchen sowie mit den Gastgebern und weiteren Oldtimer-Fans ins Gespräch zu kommen. Häufig bildeten sich kleine Gruppen, in denen Erfahrungen ausgetauscht wurden. Trecker-Enthusiasten aus dem Südkreis Nienburg waren ebenso vertreten wie unter anderem die Schlepperfreunde Quetzen sowie Besucher aus Windheim, Hille, Dankersen und Vlotho. Bei dem Kabuff-Team handelt es sich um eine Interessengemeinschaft, die sich aus 21 Männern und sieben Frauen überwiegend aus Neuenknick, Döhren und Seelenfeld zusammensetzt. Zur Sammlung gehören zahlreiche Fahrzeuge, Motoren und weitere Gerätschaften. Ein Markenzeichen des Kabuff-Teams sind die mit einer Achse und zwei Rädern ausgestatteten Holder. Ein Sitz ist auf einem Anbaugerät möglich. Diese 9,5 bis zwölf PS starken Fahrzeuge verdrängten in den 1950er Jahren die Pferde und wurden häufig von Kleinbauern bei der Bodenbearbeitung eingesetzt. Die Bezeichnung „Kabuff“ bezieht sich auf einen Abstellraum, in dem sich die Oldtimer-Liebhaber in der Anfangszeit trafen. „Ich stelle mich“ hieß es auf einem Informationsblatt, auf dem Einzelheiten über einen Trecker der Marke Fendt F 17 L, Baujahr 1958, mit 18 PS und einem Eigengewicht von 1380 Kilogramm mitgeteilt wurden. Nicht weit davon entfernt hatte ein Deutz F1 L 514 seinen Platz. Dieser Trecker, der im Jahr 1952 die Konstruktionshalle verließ, verfügt über eine Leistung von 15 PS. Zur großen Vielzahl beim Gehlberger Treffen trug eine Melkmaschine aus dem Jahr 1953 bei. Zu sehen war auch ein Pampa-Trecker, der ursprünglich aus Argentinien stammt und über eine Leistung von 55 PS verfügt. Die ehemalige Fernseh-Richterin Barbara Salesch, die seit einigen Jahren als Buchautorin und Künstlerin in Neuenknick ansässig ist, war in der Ausstellung mit einem alten Feuerwehrfahrzeug vertreten, das sie für 500 Euro erworben hat und dann umfangreich restaurieren ließ. „Das 95-PS-Fahrzeug war früher in Radolfzell am Bodensee im Einsatz. Es ist später bei Karnevalsumzügen mitgerollt, deswegen die bunte Außengestaltung mit Micky Maus und weiteren Figuren. Inzwischen wird das Fahrzeug beim Kinderfest in Neuenknick eingesetzt“, erzählte Barbara Salesch. Interesse fand auch ein Columbus-Mähdrescher von Claas aus dem Jahr 1965 mit einem VW-Käfermotor und einer Schnittbreite von 1,80 Metern. Neben der Fahrzeugschau hatten die Organisatoren ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm auf die Beine aufgestellt. Eine Station führte die Besucher zur Feldschmiede von Stephan Ehmann aus Ilse-Wulfhagen. Der Fachmann wies darauf hin, dass er Eisenpfannen in verschiedenen Größen herstelle. „Dezente Unregelmäßigkeiten gehören zum Konzept“, erklärte der Kunstschmied. Ihren Anteil am gelungenen Verlauf der Gehlberg-Veranstaltung hatten die Frauen aus dem Kabuff-Team. Sie nutzten die Deele im Fachwerkgebäude der Hofstätte Hachmeister, um in einer Ausstellung Haushalts-, Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände von Anno dazumal sowie weitere Dinge, die im täglichen Leben früherer Jahre eine wichtige Rolle spielten, zu präsentieren. Darunter waren Sammeltassen, Bügeleisen, ein Einmachglas mit Inhalt, eine Kaufmannswaage, eine Nähmaschine und ein Kinderwagen, der viele Jahre lang auf einem Dachboden einen Dornröschenschlaf gehalten hatte. Nicht zu übersehen waren ein alter Küchenherd, Waschbrett und Zinkwanne. Ein MT aus dem Jahr 1985 hatte die Schlagzeile auf Seite eins: „Ein schwerer Schlag für den KGB“. Zudem gab es Kaffee, Kuchen, Imbiss und Kaltgetränke. Das musikalische Programm gestalteten DJ Florian aus Obernkirchen und die „Band ohne Namen“ aus Obernkirchen.

Mit Pampa-Trecker zum Kabuff-Treffen

Die Mitglieder des Kabuff-Teams und auch der Nachwuchs freuten sich über das große Interesse am Akttraktoren-Treffen. Fotos: Ulrich Westermann

Petershagen-Neuenknick (Wes). Das Kabuff-Team aus Neuenknick richtete zum achten Mal ein Alttraktoren- und Oldtimertreffen aus. Los ging es im Jahr 2005 mit 35 Fahrzeugen und Maschinen. Von Jahr zu Jahr steigerte sich die Zahl der Aussteller, so dass diesmal um die 150 „alte Schätzchen“ den zahlreichen Besuchern vorgestellt werden konnten. Neben den Treckern früherer Jahre boten auch Einachs-Holder, Unimogs, Mähdrescher, Motorräder, Mopeds, VW-Käfer und weitere Fahrzeuge aus dem privaten und landwirtschaftlichen Bereich viel Gesprächsstoff.

Ebenfalls ein Blickfang war die alte Handdruckspritze der früheren Döhrener Feuerwehr aus dem Jahr 1928. Den Mitgliedern des Kabuff-Teams ist es gelungen, Kontakte zu zahlreichen Alttraktoren-Freunden aus der Stadt Petershagen und darüber hinaus aufzubauen. Vielen von ihnen bereitete es eine große Freude, das Veranstaltungsgelände der Familie Hachmeister (Gehlberg) in Neuenknick zu besuchen sowie mit den Gastgebern und weiteren Oldtimer-Fans ins Gespräch zu kommen. Häufig bildeten sich kleine Gruppen, in denen Erfahrungen ausgetauscht wurden.

Ein restauriertes Feuerwehrfahrzeug aus Radolfzell stellte Künstlerin und Buchautorin Barbara Salesch vor.
Ein restauriertes Feuerwehrfahrzeug aus Radolfzell stellte Künstlerin und Buchautorin Barbara Salesch vor.

Trecker-Enthusiasten aus dem Südkreis Nienburg waren ebenso vertreten wie unter anderem die Schlepperfreunde Quetzen sowie Besucher aus Windheim, Hille, Dankersen und Vlotho. Bei dem Kabuff-Team handelt es sich um eine Interessengemeinschaft, die sich aus 21 Männern und sieben Frauen überwiegend aus Neuenknick, Döhren und Seelenfeld zusammensetzt.

Zu den Exponaten gehörte die alte Handdruckspritze.
Zu den Exponaten gehörte die alte Handdruckspritze.

Zur Sammlung gehören zahlreiche Fahrzeuge, Motoren und weitere Gerätschaften. Ein Markenzeichen des Kabuff-Teams sind die mit einer Achse und zwei Rädern ausgestatteten Holder. Ein Sitz ist auf einem Anbaugerät möglich. Diese 9,5 bis zwölf PS starken Fahrzeuge verdrängten in den 1950er Jahren die Pferde und wurden häufig von Kleinbauern bei der Bodenbearbeitung eingesetzt. Die Bezeichnung „Kabuff“ bezieht sich auf einen Abstellraum, in dem sich die Oldtimer-Liebhaber in der Anfangszeit trafen. „Ich stelle mich“ hieß es auf einem Informationsblatt, auf dem Einzelheiten über einen Trecker der Marke Fendt F 17 L, Baujahr 1958, mit 18 PS und einem Eigengewicht von 1380 Kilogramm mitgeteilt wurden. Nicht weit davon entfernt hatte ein Deutz F1 L 514 seinen Platz. Dieser Trecker, der im Jahr 1952 die Konstruktionshalle verließ, verfügt über eine Leistung von 15 PS. Zur großen Vielzahl beim Gehlberger Treffen trug eine Melkmaschine aus dem Jahr 1953 bei. Zu sehen war auch ein Pampa-Trecker, der ursprünglich aus Argentinien stammt und über eine Leistung von 55 PS verfügt.

Die ehemalige Fernseh-Richterin Barbara Salesch, die seit einigen Jahren als Buchautorin und Künstlerin in Neuenknick ansässig ist, war in der Ausstellung mit einem alten Feuerwehrfahrzeug vertreten, das sie für 500 Euro erworben hat und dann umfangreich restaurieren ließ. „Das 95-PS-Fahrzeug war früher in Radolfzell am Bodensee im Einsatz. Es ist später bei Karnevalsumzügen mitgerollt, deswegen die bunte Außengestaltung mit Micky Maus und weiteren Figuren. Inzwischen wird das Fahrzeug beim Kinderfest in Neuenknick eingesetzt“, erzählte Barbara Salesch.

Interesse fand auch ein Columbus-Mähdrescher von Claas aus dem Jahr 1965 mit einem VW-Käfermotor und einer Schnittbreite von 1,80 Metern. Neben der Fahrzeugschau hatten die Organisatoren ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm auf die Beine aufgestellt.

Eine Station führte die Besucher zur Feldschmiede von Stephan Ehmann aus Ilse-Wulfhagen. Der Fachmann wies darauf hin, dass er Eisenpfannen in verschiedenen Größen herstelle. „Dezente Unregelmäßigkeiten gehören zum Konzept“, erklärte der Kunstschmied.

Ihren Anteil am gelungenen Verlauf der Gehlberg-Veranstaltung hatten die Frauen aus dem Kabuff-Team. Sie nutzten die Deele im Fachwerkgebäude der Hofstätte Hachmeister, um in einer Ausstellung Haushalts-, Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände von Anno dazumal sowie weitere Dinge, die im täglichen Leben früherer Jahre eine wichtige Rolle spielten, zu präsentieren. Darunter waren Sammeltassen, Bügeleisen, ein Einmachglas mit Inhalt, eine Kaufmannswaage, eine Nähmaschine und ein Kinderwagen, der viele Jahre lang auf einem Dachboden einen Dornröschenschlaf gehalten hatte. Nicht zu übersehen waren ein alter Küchenherd, Waschbrett und Zinkwanne. Ein MT aus dem Jahr 1985 hatte die Schlagzeile auf Seite eins: „Ein schwerer Schlag für den KGB“. Zudem gab es Kaffee, Kuchen, Imbiss und Kaltgetränke. Das musikalische Programm gestalteten DJ Florian aus Obernkirchen und die „Band ohne Namen“ aus Obernkirchen.

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