Mehrere Impftermine: Petershagen krempelt die Ärmel hoch Claudia Hyna Petershagen. Im Gebiet der Stadt Petershagen wird es bis Weihnachten mehrere Impftermine geben. Je nach Bedarf und Impfstoffverfügbarkeit soll das Angebot im nächsten Jahr fortgesetzt werden. Damit ist Petershagen die erste Kommune, die sich als vom Kreis Beauftragte Dritte auf den Weg macht, freut sich Corinna Multhaup, Leiterin des DRK-Ortsvereins Petershagen-Lahde. „Das ist ein kleines Leuchtturm-Projekt." Die Stadt hatte zuvor beim Kreis Minden-Lübbecke angefragt, da es bisher im Nordkreis kein Angebot gab. Petershagen sei unterversorgt gewesen, so Multhaup. „Wir wurden dann gefragt, ob wir das Ganze unterstützen und organisieren." Der Bedarf sei auf jeden Fall da. Los geht es am am Mittwoch, 15. Dezember, in der Zeit von 17 bis 20 Uhr in der ehemaligen Grundschule Wasserstraße (Schülerweg 9). Weitere Termine sind am Samstag und Sonntag, 18. und 19. Dezember, von 11 bis 14 Uhr in der Sekundarschule Petershagen in Lahde (Bultweg 23). Vorerst letztes Datum in diesem Jahr ist am Mittwoch, 22. Dezember, 17 bis 20 Uhr, in der Grundschule Friedewalde (Kocks Diek 10). Zuvor hatten einzelne Dorfgemeinschaften auch ihre Dorfgemeinschaftshäuser als Impfzentren angeboten. Diese schieden jedoch aus, da sie vielfach nur über einen großen Raum verfügen und der Aufwand des Umbaus zu groß sei. Bewusst habe man versucht, die Angebote flächig in der Stadt mit ihren 29 Ortschaften zu verteilen. Die Zeiten in den Schulen seien so gewählt, dass Ganztag und Unterricht nicht gestört würden. Ärztlicher Leiter ist Dr. Albrecht Schumann, die organisatorische Leitung hat Yvonne Thater. Man habe ein engagiertes Ärzteteam um Albrecht Schumann und Dr. Heinz Schumacher aus Minden gefunden, zeigt sich die Rotkreuzleiterin erfreut. Die sechs bis acht Mediziner seien teilweise im Ruhestand und hätten sich im Vorfeld bereits an mobilen Impfaktionen beteiligt. Sie bringen ihre medizinischen Fachangestellten mit, die Spritzen aufziehen und auch verabreichen, ebenso wie die Ärzte. Vom Roten Kreuz sind pro Termin sechs bis acht Mitarbeiter vor Ort. Das DRK sei für die administrativen Aufgaben zuständig, also Anmeldung, Eingangskontrolle, Fieber messen und mehr. Außerdem versehen sie den Sanitätsdienst. Das DRK hatte auch beim Testzentrum Wasserstraße mitgemacht. In der Vorbereitung dieser Aktion hätten sie vom Kreis Minden-Lübbecke jede benötigte Unterstützung gekommen. Unter anderem wurden Lesegeräte für die Gesundheitskarten zur Verfügung gestellt. Aktuell hätten die Mitarbeiter viel mit der Vorbereitung zu tun, berichtet Corinna Multhaup. In den Schulen sollen noch Begehungen stattfinden, in Friedewalde waren sie schon, heute steht die Sekundarschule auf dem Programm. Dabei wird unter anderem geschaut, wie man am besten ein Einbahnstraßen-System für die Abfertigung der Patienten einrichtet. Schulen seien ideal, da sie über eine Vielzahl von Räumlichkeiten verfügten. Gebraucht würden Zimmer zur Anmeldung, zum Ausfüllen der Formulare, zur medizinischen Aufklärung und auch zur 15-minütigen Ruhephase nach der Impfung. Etwa zwei Stunden vor Beginn der Aktion seien sie zum Aufbau vor Ort. Damit das Angebot so niederschwellig wie möglich sei, werden keine Termine vergeben. Ältere Einwohner, die das Internet nicht nutzen, würden in diesen Fällen sonst oft benachteiligt, sagt die Rotkreuzleiterin. Wenn die Zahl der Besucher sehr groß sei, müssten sie möglicherweise in Absprache mit den Ärzten zu gegebener Zeit sagen: Hier ist Schluss. Sie hoffen natürlich, dass alle Impfwilligen versorgt werden können. Im übrigen gehen die Verantwortlichen momentan davon aus, dass die Aktion im kommenden Jahr zeitnah fortgesetzt wird. Dann gehe es aber eventuell an anderen Orten weiter. Corinna Multhaup macht darauf aufmerksam, dass weder unter 18-Jährige noch Schwangere geimpft werden. Auch könnten sie keine Versprechen geben, welches Vakzin verabreicht wird. Geplant sind die Stoffe von Moderna und Biontech. „Wir wissen nicht, was wir geliefert bekommen." Die Zusage für den Impfstoff stehe noch aus, teilt sie mit. Sie hätten großzügig bestellt und würden am Montag erfahren, was sie bekommen. Die Ortschaft Südfelde hat unter Federführung ihrer Ortsbürgermeisterin Sabine Kruse (CDU) ebenfalls ein eigenes Angebot auf die Beine gestellt. Dort wird am kommenden Freitag, 10. Dezember, ab 14 Uhr in der alten Schule (Klöpperort 5) geimpft. Zur Verfügung stehen 250 bis 300 Dosen des Vakzins Moderna, das für Menschen ab 30 Jahren geeignet ist. 100 Termine sind bereits vergeben, weitere Anmeldungen sind möglich - täglich von 17 bis 20 Uhr unter der Telefonnummer (0 57 04) 16 77 78 00 anmelden. Vor Ort ist der Allgemeinmediziner Volker Wittig aus Todtenhausen, dazu kommt ein Team von zehn bis zwölf Unterstützern. Sabine Kruse hat die Aktion zusammen mit Tabea und Simon Kruse vom gleichnamigen Altenheim in Friedewalde initiiert. Sie meint: „Wir müssen etwas tun."

Mehrere Impftermine: Petershagen krempelt die Ärmel hoch

Bis Weihnachten können noch zahlreiche Menschen in Petershagen geimpft werden. MT-Symbolfoto: Alex Lehn © lehn

Petershagen. Im Gebiet der Stadt Petershagen wird es bis Weihnachten mehrere Impftermine geben. Je nach Bedarf und Impfstoffverfügbarkeit soll das Angebot im nächsten Jahr fortgesetzt werden.

Damit ist Petershagen die erste Kommune, die sich als vom Kreis Beauftragte Dritte auf den Weg macht, freut sich Corinna Multhaup, Leiterin des DRK-Ortsvereins Petershagen-Lahde. „Das ist ein kleines Leuchtturm-Projekt." Die Stadt hatte zuvor beim Kreis Minden-Lübbecke angefragt, da es bisher im Nordkreis kein Angebot gab. Petershagen sei unterversorgt gewesen, so Multhaup. „Wir wurden dann gefragt, ob wir das Ganze unterstützen und organisieren." Der Bedarf sei auf jeden Fall da.

Los geht es am am Mittwoch, 15. Dezember, in der Zeit von 17 bis 20 Uhr in der ehemaligen Grundschule Wasserstraße (Schülerweg 9). Weitere Termine sind am Samstag und Sonntag, 18. und 19. Dezember, von 11 bis 14 Uhr in der Sekundarschule Petershagen in Lahde (Bultweg 23). Vorerst letztes Datum in diesem Jahr ist am Mittwoch, 22. Dezember, 17 bis 20 Uhr, in der Grundschule Friedewalde (Kocks Diek 10). Zuvor hatten einzelne Dorfgemeinschaften auch ihre Dorfgemeinschaftshäuser als Impfzentren angeboten. Diese schieden jedoch aus, da sie vielfach nur über einen großen Raum verfügen und der Aufwand des Umbaus zu groß sei. Bewusst habe man versucht, die Angebote flächig in der Stadt mit ihren 29 Ortschaften zu verteilen. Die Zeiten in den Schulen seien so gewählt, dass Ganztag und Unterricht nicht gestört würden.

Ärztlicher Leiter ist Dr. Albrecht Schumann, die organisatorische Leitung hat Yvonne Thater. Man habe ein engagiertes Ärzteteam um Albrecht Schumann und Dr. Heinz Schumacher aus Minden gefunden, zeigt sich die Rotkreuzleiterin erfreut. Die sechs bis acht Mediziner seien teilweise im Ruhestand und hätten sich im Vorfeld bereits an mobilen Impfaktionen beteiligt. Sie bringen ihre medizinischen Fachangestellten mit, die Spritzen aufziehen und auch verabreichen, ebenso wie die Ärzte.

Vom Roten Kreuz sind pro Termin sechs bis acht Mitarbeiter vor Ort. Das DRK sei für die administrativen Aufgaben zuständig, also Anmeldung, Eingangskontrolle, Fieber messen und mehr. Außerdem versehen sie den Sanitätsdienst. Das DRK hatte auch beim Testzentrum Wasserstraße mitgemacht. In der Vorbereitung dieser Aktion hätten sie vom Kreis Minden-Lübbecke jede benötigte Unterstützung gekommen. Unter anderem wurden Lesegeräte für die Gesundheitskarten zur Verfügung gestellt.

Aktuell hätten die Mitarbeiter viel mit der Vorbereitung zu tun, berichtet Corinna Multhaup. In den Schulen sollen noch Begehungen stattfinden, in Friedewalde waren sie schon, heute steht die Sekundarschule auf dem Programm. Dabei wird unter anderem geschaut, wie man am besten ein Einbahnstraßen-System für die Abfertigung der Patienten einrichtet. Schulen seien ideal, da sie über eine Vielzahl von Räumlichkeiten verfügten. Gebraucht würden Zimmer zur Anmeldung, zum Ausfüllen der Formulare, zur medizinischen Aufklärung und auch zur 15-minütigen Ruhephase nach der Impfung. Etwa zwei Stunden vor Beginn der Aktion seien sie zum Aufbau vor Ort.

Damit das Angebot so niederschwellig wie möglich sei, werden keine Termine vergeben. Ältere Einwohner, die das Internet nicht nutzen, würden in diesen Fällen sonst oft benachteiligt, sagt die Rotkreuzleiterin. Wenn die Zahl der Besucher sehr groß sei, müssten sie möglicherweise in Absprache mit den Ärzten zu gegebener Zeit sagen: Hier ist Schluss. Sie hoffen natürlich, dass alle Impfwilligen versorgt werden können. Im übrigen gehen die Verantwortlichen momentan davon aus, dass die Aktion im kommenden Jahr zeitnah fortgesetzt wird. Dann gehe es aber eventuell an anderen Orten weiter.

Corinna Multhaup macht darauf aufmerksam, dass weder unter 18-Jährige noch Schwangere geimpft werden. Auch könnten sie keine Versprechen geben, welches Vakzin verabreicht wird. Geplant sind die Stoffe von Moderna und Biontech. „Wir wissen nicht, was wir geliefert bekommen." Die Zusage für den Impfstoff stehe noch aus, teilt sie mit. Sie hätten großzügig bestellt und würden am Montag erfahren, was sie bekommen.

Die Ortschaft Südfelde hat unter Federführung ihrer Ortsbürgermeisterin Sabine Kruse (CDU) ebenfalls ein eigenes Angebot auf die Beine gestellt. Dort wird am kommenden Freitag, 10. Dezember, ab 14 Uhr in der alten Schule (Klöpperort 5) geimpft. Zur Verfügung stehen 250 bis 300 Dosen des Vakzins Moderna, das für Menschen ab 30 Jahren geeignet ist.

100 Termine sind bereits vergeben, weitere Anmeldungen sind möglich - täglich von 17 bis 20 Uhr unter der Telefonnummer (0 57 04) 16 77 78 00 anmelden. Vor Ort ist der Allgemeinmediziner Volker Wittig aus Todtenhausen, dazu kommt ein Team von zehn bis zwölf Unterstützern. Sabine Kruse hat die Aktion zusammen mit Tabea und Simon Kruse vom gleichnamigen Altenheim in Friedewalde initiiert. Sie meint: „Wir müssen etwas tun."

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