Mehr Zuzüge als Wegzüge: Einwohnerzahl in Petershagen schrumpft nur minimal Malina Reckordt Petershagen. Die einen wollen lieber auf dem Land leben und ihre Ruhe haben, die anderen zieht es vom Land in die Stadt, wo immer etwas los ist. Was bedeuten diese beiden Entwicklungen für die Einwohnerzahl von Petershagen? Einer Prognose der Bertelsmann-Stiftung zufolge, die vergangenen August vorgelegt wurde, schrumpft Petershagen bis 2030 dramatisch. Und zwar würden dann nur noch 22.700 Menschen in Petershagen wohnen, aktuell sind es 25.045. Das wäre ein Rückgang um 9,36 Prozent. Dass die Corona-Pandemie diese Entwicklung möglicherweise stoppen würde, konnte zu dem Zeitpunkt niemand ahnen. Denn das Leben auf dem Land scheint für einen Teil der Menschen immer attraktiver zu werden. Ein Überblick, wie sich die Einwohnerzahl in Petershagen bislang entwickelt hat. !function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r

Mehr Zuzüge als Wegzüge: Einwohnerzahl in Petershagen schrumpft nur minimal

© Lehn

Petershagen. Die einen wollen lieber auf dem Land leben und ihre Ruhe haben, die anderen zieht es vom Land in die Stadt, wo immer etwas los ist. Was bedeuten diese beiden Entwicklungen für die Einwohnerzahl von Petershagen? Einer Prognose der Bertelsmann-Stiftung zufolge, die vergangenen August vorgelegt wurde, schrumpft Petershagen bis 2030 dramatisch. Und zwar würden dann nur noch 22.700 Menschen in Petershagen wohnen, aktuell sind es 25.045. Das wäre ein Rückgang um 9,36 Prozent.

Dass die Corona-Pandemie diese Entwicklung möglicherweise stoppen würde, konnte zu dem Zeitpunkt niemand ahnen. Denn das Leben auf dem Land scheint für einen Teil der Menschen immer attraktiver zu werden. Ein Überblick, wie sich die Einwohnerzahl in Petershagen bislang entwickelt hat.

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Betrachtet man die Einwohnerzahl insgesamt, macht sich ein leichter Rückgang bemerkbar. So ist die Bevölkerung in Petershagen leicht von 25.119 am 31. Dezember 2019 auf 25.045 am 31. Dezember 2020 geschrumpft. Das ist damit zu begründen, dass mehr Leute gestorben als geboren sind. Auffallend ist aber, dass insgesamt mehr Menschen nach Petershagen gezogen sind, als dass sie der Stadt den Rücken gekehrt haben. So standen 900 Wegzügen im vergangenen Jahr 1.002 Zuzüge gegenüber. Es sind also 102 Menschen mehr nach Petershagen gezogen als andersherum. „Die Leute ziehen gar nicht alle weg. In manchen Orten steigt die Einwohnerzahl sogar und insgesamt bleibt sie inzwischen gleich", sagt Wolfgang Riesner, Architekt aus Petershagen.

Besonders beliebte Stadtteile sind offenbar Wietersheim (+ 27), Frille (+ 22), Wasserstraße (+ 23) und Heimsen (+ 22). Eine andere Entwicklung zeigt sich in Lahde (- 38). Dort sind 151 Menschen weggezogen und nur 113 zugezogen. In den übrigen Stadtteilen war die Differenz zwischen Zu- und Wegzügen nicht so groß. Fakt ist, dass Petershagen aufgrund des demografischen Wandels schrumpft und nicht, weil so viele Menschen aus Petershagen wegziehen.

Die Tendenz, dass die Bevölkerung in Petershagen eher stagniert und nicht schrumpft, gebe es nicht erst seit Corona, meint Wolfgang Riesner. Und das sieht man auch an den Zahlen. Im Jahr 2012 ist die Einwohnerzahl um 211 geschrumpft und 2017 sogar um 314. Im Jahr darauf ist die Bevölkerung jedoch gewachsen (+37) und seitdem schrumpft die Bevölkerungszahl deutlich langsamer (2019: – 49. 2020: – 74).

Wenig verwunderlich ist das für den Architekten nicht, denn: „Großstadtkieze sind ja nichts anderes als große Dörfer", meint Riesner. Dort bestehe die Lebensqualität darin, dass man die Gegend und die Leute kennt. „In der Regel suchen die Leute das Dorf in der Stadt", so der Architekt. Sicherlich habe auch die Pandemie dazu beigetragen, dass Menschen die Vorzüge des Landlebens mehr zu schätzen wissen.

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