Leserfrage: Kann Ösperhafen auch mit Schafen beweidet werden? Petershagen (hy). Am Ösperhafen kommt Ende August wieder eine Mähraupe zum Einsatz, um den Bewuchs der Böschung zu schneiden. Joachim Weike als Geschäftsführer des Wasserverbands Weserniederung erklärte, dass der maschinelle Einsatz für die Arbeiter mehr Sicherheit und eine Zeitersparnis bedeute. Darauf meldete sich eine Leserin und fragte, ob man nicht Schafe zur Pflege einsetzen könnte. „Grundsätzlich ist das eine gute Idee“, sagt Weike. So werde etwa der Weserdeich in Schlüsselburg seit diesem Jahr durchgängig von Schafen beweidet – das seien allerdings von der Dimension her ganz andere Flächengrößen. Trotzdem müsse dort auch nachgemäht werden, da Schafe keine „Allesfresser“ sind. Für eine größere Herde wären der Ösperhafen und gegebenenfalls die Böschungen bis zum Gymnasium wahrscheinlich zu kleinteilig , so der Geschäftsführer. Schließlich müsse ja alles abgezäunt werden. Und darüber hinaus wäre das Treiben der Schafe in der Ortslage Petershagen wahrscheinlich „nicht ohne“. Aktiv würde er daher nicht nach einem Schäfer suchen. Sollte sich aber jemand melden, könne man natürlich über Möglichkeiten sprechen. „’Verbandsschafe’ werden wir uns aber nicht anschaffen.“ Weike gibt zu bedenken, dass auch eine Beweidung mit Schafen eine Art „Eingriff“ sei – zwar nicht maschinell, sondern mit Tieren, die extensiv weiden. Und jeder Eingriff habe Auswirkungen: Eine Beweidung müsste deutlich früher erfolgen – ab Juni– , damit das „Futter“ für die Schafe nicht zu hoch steht. Auf diese Weise würden Lebensräume wegfallen, die ansonsten zumindest bis Ende August „genutzt“ werden können.

Leserfrage: Kann Ösperhafen auch mit Schafen beweidet werden?

Eine Leserin fragte nach dem Einsatz von Schafen am Ösperhafen. Foto: pixaby © pixaby

Petershagen (hy). Am Ösperhafen kommt Ende August wieder eine Mähraupe zum Einsatz, um den Bewuchs der Böschung zu schneiden. Joachim Weike als Geschäftsführer des Wasserverbands Weserniederung erklärte, dass der maschinelle Einsatz für die Arbeiter mehr Sicherheit und eine Zeitersparnis bedeute. Darauf meldete sich eine Leserin und fragte, ob man nicht Schafe zur Pflege einsetzen könnte.

„Grundsätzlich ist das eine gute Idee“, sagt Weike. So werde etwa der Weserdeich in Schlüsselburg seit diesem Jahr durchgängig von Schafen beweidet – das seien allerdings von der Dimension her ganz andere Flächengrößen. Trotzdem müsse dort auch nachgemäht werden, da Schafe keine „Allesfresser“ sind.

Für eine größere Herde wären der Ösperhafen und gegebenenfalls die Böschungen bis zum Gymnasium wahrscheinlich zu kleinteilig , so der Geschäftsführer. Schließlich müsse ja alles abgezäunt werden. Und darüber hinaus wäre das Treiben der Schafe in der Ortslage Petershagen wahrscheinlich „nicht ohne“.

Aktiv würde er daher nicht nach einem Schäfer suchen. Sollte sich aber jemand melden, könne man natürlich über Möglichkeiten sprechen. „’Verbandsschafe’ werden wir uns aber nicht anschaffen.“ Weike gibt zu bedenken, dass auch eine Beweidung mit Schafen eine Art „Eingriff“ sei – zwar nicht maschinell, sondern mit Tieren, die extensiv weiden.

Und jeder Eingriff habe Auswirkungen: Eine Beweidung müsste deutlich früher erfolgen – ab Juni– , damit das „Futter“ für die Schafe nicht zu hoch steht. Auf diese Weise würden Lebensräume wegfallen, die ansonsten zumindest bis Ende August „genutzt“ werden können.

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