Lanz-Nachbau aus Argentinien in Quetzen restauriert Oldtimer alte Kraft zurückgegeben / Lukas Pollmann der stolze Besitzer Von Ulrich Westermann Petershagen-Quetzen (Wes). Lukas Pollmann aus Lahde ist ein begeisterter Schlepperfreund. Mit Unterstützung erfahrener Oldtimerfans hat der 18-Jährige einen alten Trecker der Marke Pampa wieder zum Leben erweckt. In den vergangenen Monaten wurde in der Schrauberscheune in Quetzen (Quetzer Heue 37) fleißig gewerkelt. Zum Probelauf hatten sich dort neben den Mitgliedern der Interessengemeinschaft "Schlepperfreunde Quetzen" weitere Fachleute eingefunden."Wir müssen noch einige Restarbeiten durchführen. Dann kann die TÜV-Abnahme erfolgen", freute sich der Jungrestaurator, der eine Ausbildung zum Industriemechaniker macht. Lukas hat sich im Alter von acht Jahren den Schlepperfreunden angeschlossen.Bereits als 16-Jähriger war er stolzer Besitzer eines Oldtimers. Dabei handelte es sich um einen MAN 4 N 1. Den Trecker aus dem Jahr 1958 hatte er mit Unterstützung zahlreicher Helfer in ein Schmuckstück verwandelt.Von Argentinien nach QuetzenAuch am Pampa war die lange Standzeit nicht spurlos vorübergegangen. Dieser Schlepper ist als Nachbau eines Lanz-Bulldog 1506 um 1950 in Argentinien gebaut und in der Landwirtschaft eingesetzt worden. Nachdem der Pampa jahrelang nicht mehr in Betrieb war, verließ er 2006 das südamerikanische Land.Mit einem Containerschiff ging es nach Holland. Dort wartete ein Händler. Neuer Besitzer wurde Jochen Wanderer (Bad Münder). Der Trecker war nicht mehr fahrtüchtig und wurde in einem Schuppen in Bad Münder untergestellt.Schließlich schaltete sich der 74-jährige Treckerfreund Friedrich Deike aus Berenbusch ein, und der Trecker wurde Anfang 2013 in die Schrauberscheune nach Quetzen gebracht. Hilfreiche Hände sorgten dafür, dass dem über 60 Jahre alten Gefährt wieder die alte Kraft zurückgegeben wurde.Die Restaurierungsmaßnahmen dauerten drei Monate. Dabei konnte sich der neue Besitzer Lukas Pollmann auf tatkräftige Hilfe verlassen. Beteiligt war neben Friedrich Deike auch der 64-jährige Dieter Hahne aus Quetzen. Zudem standen dem Trio der Vater und Großvater des 18-Jährigen, Stefan Pollmann und Hans Tebbe, zur Seite."Großen Wert legen wir darauf, unser Fachwissen an junge Leute weiterzugeben. Wir freuen uns, dass Lukas mit dieser Begeisterung den Schlepperfreunden angehört. Er ist auch ein großer Kenner der Lanz-Bulldog-Szene", bekräftigte Dieter Hahne.Motor vollständig in Einzelteile zerlegtIn der Schrauberscheune wurde der Motor des Pampa komplett zerlegt. Dazu kamen Arbeiten an Getriebe, Elektrik und Bremsen. "Wir haben uns an den Wochenenden bis zu sechs Stunden am Tag in der Werkstatt aufgehalten. Auch an Abenden waren wir häufig dort. Viele Einzelteile mussten aufgearbeitet und geschliffen werden", berichtete Lukas Pollmann. Zudem unterstützte ihn Erhard Haase aus Cammer mit Ersatzteilen.Dieter Hahne wies darauf hin, dass der MAN im Rahmen der Restaurierungsmaßnahmen ein neues Farbkleid erhalten habe. Beim Pampa bleibe die Patina erhalten. Der Trecker sei technisch topfit. In Kürze bekomme das Fahrzeug noch eine neue Bereifung."Äußerlich bleibt der Pampa im rostfarbenen Gebrauchszustand. In früheren Jahren war er einmal gelb-orange. Diese Treckermarke ist in unserer Region sehr selten. Nach meinem Kenntnisstand gibt es nur vier Exemplare. Alle sind restauriert worden", so Hahne.Lukas Pollmann wird seinen Pampa auf verschiedenen Veranstaltungen präsentieren. "Geplant ist die Teilnahme in Neuenknick, Dankersen und Bückeburg. Im Jahr 2015 haben wir ein großes Schleppertreffen auf dem Dorfplatz in Quetzen", kündigte er an.

Lanz-Nachbau aus Argentinien in Quetzen restauriert

Petershagen-Quetzen (Wes). Lukas Pollmann aus Lahde ist ein begeisterter Schlepperfreund. Mit Unterstützung erfahrener Oldtimerfans hat der 18-Jährige einen alten Trecker der Marke Pampa wieder zum Leben erweckt.

Der 18-jährige Schlepperfreund Lukas Pollmann hat mit Unterstützung von Friedrich Deike (rechts) und Dieter Hahne einen Pampa aus dem Ursprungsland Argentinien restauriert. Erfolgreich verlief der Probelauf vor der Schrauberscheune in Quetzen. - © Foto: Ulrich Westermann
Der 18-jährige Schlepperfreund Lukas Pollmann hat mit Unterstützung von Friedrich Deike (rechts) und Dieter Hahne einen Pampa aus dem Ursprungsland Argentinien restauriert. Erfolgreich verlief der Probelauf vor der Schrauberscheune in Quetzen. - © Foto: Ulrich Westermann

In den vergangenen Monaten wurde in der Schrauberscheune in Quetzen (Quetzer Heue 37) fleißig gewerkelt. Zum Probelauf hatten sich dort neben den Mitgliedern der Interessengemeinschaft "Schlepperfreunde Quetzen" weitere Fachleute eingefunden.

"Wir müssen noch einige Restarbeiten durchführen. Dann kann die TÜV-Abnahme erfolgen", freute sich der Jungrestaurator, der eine Ausbildung zum Industriemechaniker macht. Lukas hat sich im Alter von acht Jahren den Schlepperfreunden angeschlossen.

Bereits als 16-Jähriger war er stolzer Besitzer eines Oldtimers. Dabei handelte es sich um einen MAN 4 N 1. Den Trecker aus dem Jahr 1958 hatte er mit Unterstützung zahlreicher Helfer in ein Schmuckstück verwandelt.

Von Argentinien nach Quetzen

Auch am Pampa war die lange Standzeit nicht spurlos vorübergegangen. Dieser Schlepper ist als Nachbau eines Lanz-Bulldog 1506 um 1950 in Argentinien gebaut und in der Landwirtschaft eingesetzt worden. Nachdem der Pampa jahrelang nicht mehr in Betrieb war, verließ er 2006 das südamerikanische Land.

Mit einem Containerschiff ging es nach Holland. Dort wartete ein Händler. Neuer Besitzer wurde Jochen Wanderer (Bad Münder). Der Trecker war nicht mehr fahrtüchtig und wurde in einem Schuppen in Bad Münder untergestellt.

Schließlich schaltete sich der 74-jährige Treckerfreund Friedrich Deike aus Berenbusch ein, und der Trecker wurde Anfang 2013 in die Schrauberscheune nach Quetzen gebracht. Hilfreiche Hände sorgten dafür, dass dem über 60 Jahre alten Gefährt wieder die alte Kraft zurückgegeben wurde.

Die Restaurierungsmaßnahmen dauerten drei Monate. Dabei konnte sich der neue Besitzer Lukas Pollmann auf tatkräftige Hilfe verlassen. Beteiligt war neben Friedrich Deike auch der 64-jährige Dieter Hahne aus Quetzen. Zudem standen dem Trio der Vater und Großvater des 18-Jährigen, Stefan Pollmann und Hans Tebbe, zur Seite.

"Großen Wert legen wir darauf, unser Fachwissen an junge Leute weiterzugeben. Wir freuen uns, dass Lukas mit dieser Begeisterung den Schlepperfreunden angehört. Er ist auch ein großer Kenner der Lanz-Bulldog-Szene", bekräftigte Dieter Hahne.

Motor vollständig in Einzelteile zerlegt

In der Schrauberscheune wurde der Motor des Pampa komplett zerlegt. Dazu kamen Arbeiten an Getriebe, Elektrik und Bremsen. "Wir haben uns an den Wochenenden bis zu sechs Stunden am Tag in der Werkstatt aufgehalten. Auch an Abenden waren wir häufig dort. Viele Einzelteile mussten aufgearbeitet und geschliffen werden", berichtete Lukas Pollmann. Zudem unterstützte ihn Erhard Haase aus Cammer mit Ersatzteilen.

Dieter Hahne wies darauf hin, dass der MAN im Rahmen der Restaurierungsmaßnahmen ein neues Farbkleid erhalten habe. Beim Pampa bleibe die Patina erhalten. Der Trecker sei technisch topfit. In Kürze bekomme das Fahrzeug noch eine neue Bereifung.

"Äußerlich bleibt der Pampa im rostfarbenen Gebrauchszustand. In früheren Jahren war er einmal gelb-orange. Diese Treckermarke ist in unserer Region sehr selten. Nach meinem Kenntnisstand gibt es nur vier Exemplare. Alle sind restauriert worden", so Hahne.

Lukas Pollmann wird seinen Pampa auf verschiedenen Veranstaltungen präsentieren. "Geplant ist die Teilnahme in Neuenknick, Dankersen und Bückeburg. Im Jahr 2015 haben wir ein großes Schleppertreffen auf dem Dorfplatz in Quetzen", kündigte er an.

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Petershagen