Kraftwerk in Lahde schließt bereits 2021 Petershagen-Lahde. Das Steinkohlekraftwerk Heyden 4 in Lahde soll bereits zum 1. Januar die kommerzielle Stromproduktion einstellen und am 1. Juli 2021 endgültig stillgelegt werden. So teilt es Betreiber Uniper mit. Voraussetzung sei, dass der Übertragungsnetzbetreiber Tennet TSO keine Systemrelevanz feststellt. Andreas Schierenbeck,Vorstandsvrsitzender von Uniper: „Die erste Ausschreibungsrunde durch die Bundesnetzagentur hat dem Kraftwerk Heyden eine sehr frühe Ausstiegs-Option ermöglicht, die wir genutzt haben. Unsere Entscheidung, schon an der ersten Auktion teilzunehmen, zeigt ganz klar: Wir wollen unseren Beitrag zu einem möglichst zügigen Ausstieg aus der Kohleverstromung leisten. Je schneller wir Planungssicherheit für die Zukunft bekommen, umso konsequenter können wir unsere neuen Projekte angehen: etwa im Bereich Wasserstoff.“ Laut David Bryson, Vorstandsmitglied von Uniper, habe Heyden auch nach der Beendigung der Steinkohle-Verstromung die Chance, ein wichtiger Industriestandort zu bleiben. „Wir sind bereits seit einiger Zeit in Gesprächen über mögliche energetische Zukunftsoptionen und den Erhalt von Wertschöpfung in der Region. Welche konkreten Projekte sich hieraus ergeben und wann diese realisiert werden können, werden wir jetzt intensiv prüfen.“ Nach Worten von Andreas Schierenbeck würden die Mitarbeiter am Standort Heyden jeden Tag einen herausragenden Beitrag zu einer sicheren Versorgung der Menschen mit Strom und Wärme leisten. „Es ist aber festzuhalten: Der Kohleausstieg ist politisch gewünscht und wird Arbeitsplätze kosten. Unsere betrieblichen und tariflichen Vereinbarungen bieten eine gute Grundlage, um soziale Härten zu vermeiden. Mit den Vertretern der Mitbestimmung sind wir in konstruktiven Gesprächen über einen Interessenausgleich. Klar ist: Wir werden uns um jeden einzelnen Mitarbeiter kümmern, der von der Schließung betroffen ist.“ Eine Stilllegung sieht der Zeitplan der Bundesnetzagentur für diejenigen Kraftwerke vor, die einen Zuschlag in der ersten Ausschreibung gemäß dem Gesetz zur Reduzierung und Beendigung der Kohleverstromung vom 13. August 2020 erhalten haben. Den Zuschlag für die Anlage bei Petershagen habe die Bundesnetzagentur jetzt bekanntgegeben, heißt es von Uniper. Das Unternehmen selbst habe im Januar dieses Jahres einen Stilllegungsplan für die Steinkohlekraftwerke in Deutschland vorgelegt, durch den CO2-Einsparungen in einer Größenordnung von bis zu rund 18 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr erzielt werden sollen. Darin sei vorgesehen, bis spätestens Ende 2025 die Steinkohle-Kraftwerksblöcke an den Standorten Gelsenkirchen Scholven, Heyden, Staudingerund Wilhelmshaven mit einer Gesamtleistung von rund 2.900 Megawatt stillzulegen. Das letzte im Uniper-Portfolio verbleibende Steinkohlekraftwerk in Deutschland wird das Kraftwerk Datteln 4 sein. Es gilt laut Uniper als eines der modernsten Kraftwerke seiner Art weltweit und sei Teil von Unipers Strategie, den CO2-Ausstoß des Unternehmens zu senken. Uniper strebe an, durch die geplanten freiwilligen Stilllegungen der alten und ineffizienten Anlagen und die Inbetriebnahme von Datteln 4 ihre CO2-Emissionen in Deutschland in den nächsten fünf Jahren noch einmal um bis zu 40 Prozent zu senken und gleichzeitig die Versorgungssicherheit für die von ihr belieferten Kunden und Kommunen aufrechtzuerhalten. Für die von Stilllegungen betroffenen Kraftwerksstandorte entwickelt Uniper laut eigenen Angaben zukunftsgerichtete und nachhaltige Transformationskonzepte, darunter Planungen zum Bau und Betrieb von neuen gasbefeuerten KWK-Anlagen mit Fernwärmeauskopplung, innovative Lösungen zur Versorgung von Industriekunden mit Dampf, Wärme, Kälte und Strom oder die Errichtung von Anlagen zur industriellen Produktion von Wasserstoff. Die Bundesnetzagentur wird in den kommenden Jahren zu fixen Terminen die Stilllegung von weiteren Steinkohleanlagen ausschreiben. Teilnehmer an der Auktion bieten dabei gegen Zahlung des von ihnen eingereichten Gebotswertes die Stilllegung eines Kraftwerks zum in der Ausschreibung definierten Zeitpunkt an. In der ersten Auktion, die am 1. September begann, wurde eine Kapazität von vier Gigawatt ausgeschrieben. Lesen Sie auch zum Thema: Was die Schließung des Kraftwerks HeydenWas die Schließung des Kraftwerks HeydenWas die Schließung des Kraftwerks Was die Schließung des Kraftwerks für die Stadt Petershagen bedeutet für die Stadt Petershagen bedeutet und 78 Mitarbeiter betroffen: Kraftwerk Lahde78 Mitarbeiter betroffen: Kraftwerk Lahde muss 2025 schließen muss 2025 schließen

Kraftwerk in Lahde schließt bereits 2021

Petershagen-Lahde. Das Steinkohlekraftwerk Heyden 4 in Lahde soll bereits zum 1. Januar die kommerzielle Stromproduktion einstellen und am 1. Juli 2021 endgültig stillgelegt werden. So teilt es Betreiber Uniper mit. Voraussetzung sei, dass der Übertragungsnetzbetreiber Tennet TSO keine Systemrelevanz feststellt.

Kraftwerk Foto: Plöger - © Claudia Hyna
Kraftwerk Foto: Plöger - © Claudia Hyna

Andreas Schierenbeck,Vorstandsvrsitzender von Uniper: „Die erste Ausschreibungsrunde durch die Bundesnetzagentur hat dem Kraftwerk Heyden eine sehr frühe Ausstiegs-Option ermöglicht, die wir genutzt haben. Unsere Entscheidung, schon an der ersten Auktion teilzunehmen, zeigt ganz klar: Wir wollen unseren Beitrag zu einem möglichst zügigen Ausstieg aus der Kohleverstromung leisten. Je schneller wir Planungssicherheit für die Zukunft bekommen, umso konsequenter können wir unsere neuen Projekte angehen: etwa im Bereich Wasserstoff.“ Laut David Bryson, Vorstandsmitglied von Uniper, habe Heyden auch nach der Beendigung der Steinkohle-Verstromung die Chance, ein wichtiger Industriestandort zu bleiben. „Wir sind bereits seit einiger Zeit in Gesprächen über mögliche energetische Zukunftsoptionen und den Erhalt von Wertschöpfung in der Region. Welche konkreten Projekte sich hieraus ergeben und wann diese realisiert werden können, werden wir jetzt intensiv prüfen.“ Nach Worten von Andreas Schierenbeck würden die Mitarbeiter am Standort Heyden jeden Tag einen herausragenden Beitrag zu einer sicheren Versorgung der Menschen mit Strom und Wärme leisten. „Es ist aber festzuhalten: Der Kohleausstieg ist politisch gewünscht und wird Arbeitsplätze kosten. Unsere betrieblichen und tariflichen Vereinbarungen bieten eine gute Grundlage, um soziale Härten zu vermeiden. Mit den Vertretern der Mitbestimmung sind wir in konstruktiven Gesprächen über einen Interessenausgleich. Klar ist: Wir werden uns um jeden einzelnen Mitarbeiter kümmern, der von der Schließung betroffen ist.“

Eine Stilllegung sieht der Zeitplan der Bundesnetzagentur für diejenigen Kraftwerke vor, die einen Zuschlag in der ersten Ausschreibung gemäß dem Gesetz zur Reduzierung und Beendigung der Kohleverstromung vom 13. August 2020 erhalten haben. Den Zuschlag für die Anlage bei Petershagen habe die Bundesnetzagentur jetzt bekanntgegeben, heißt es von Uniper.

Das Unternehmen selbst habe im Januar dieses Jahres einen Stilllegungsplan für die Steinkohlekraftwerke in Deutschland vorgelegt, durch den CO2-Einsparungen in einer Größenordnung von bis zu rund 18 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr erzielt werden sollen. Darin sei vorgesehen, bis spätestens Ende 2025 die Steinkohle-Kraftwerksblöcke an den Standorten Gelsenkirchen Scholven, Heyden, Staudingerund Wilhelmshaven mit einer Gesamtleistung von rund 2.900 Megawatt stillzulegen. Das letzte im Uniper-Portfolio verbleibende Steinkohlekraftwerk in Deutschland wird das Kraftwerk Datteln 4 sein. Es gilt laut Uniper als eines der modernsten Kraftwerke seiner Art weltweit und sei Teil von Unipers Strategie, den CO2-Ausstoß des Unternehmens zu senken. Uniper strebe an, durch die geplanten freiwilligen Stilllegungen der alten und ineffizienten Anlagen und die Inbetriebnahme von Datteln 4 ihre CO2-Emissionen in Deutschland in den nächsten fünf Jahren noch einmal um bis zu 40 Prozent zu senken und gleichzeitig die Versorgungssicherheit für die von ihr belieferten Kunden und Kommunen aufrechtzuerhalten.

Für die von Stilllegungen betroffenen Kraftwerksstandorte entwickelt Uniper laut eigenen Angaben zukunftsgerichtete und nachhaltige Transformationskonzepte, darunter Planungen zum Bau und Betrieb von neuen gasbefeuerten KWK-Anlagen mit Fernwärmeauskopplung, innovative Lösungen zur Versorgung von Industriekunden mit Dampf, Wärme, Kälte und Strom oder die Errichtung von Anlagen zur industriellen Produktion von Wasserstoff.

Die Bundesnetzagentur wird in den kommenden Jahren zu fixen Terminen die Stilllegung von weiteren Steinkohleanlagen ausschreiben. Teilnehmer an der Auktion bieten dabei gegen Zahlung des von ihnen eingereichten Gebotswertes die Stilllegung eines Kraftwerks zum in der Ausschreibung definierten Zeitpunkt an. In der ersten Auktion, die am 1. September begann, wurde eine Kapazität von vier Gigawatt ausgeschrieben.

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