Kneipp-Verein will Anlaufstelle in ehemaliger Grundschule schaffen Oliver Plöger Petershagen. Die verlassene Grundschule an der Nachtigallenstraße in Petershagen ist kein klassischer Leerstand mehr. Teile des Gebäudes werden durch das Gymnasium genutzt, der Erweiterungsbau neuerdings durch den Kneipp-Verein. Perspektivisch sollen die 400 Mitglieder und andere Interessierte hier eine Anlaufstelle finden, ab Juli starten auch die Reha-Angebote. Dem Kneipp-Verein stehen insgesamt drei ehemalige Klassenräume zur Verfügung, außerdem eine Küche. Die Räume, die früher für den Offenen Ganztag genutzt wurden, sind teilweise schon frisch gestrichen, die weitere „Kosmetik“ folgt in den nächsten Tagen. Bereits jetzt sind die Kneipp-Schilder angebracht worden, überall gibt es Hygienehinweise wegen Corona. Für den Kneipp-Verein Petershagen geht mit den Räumlichkeiten ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, wie Vorsitzender Olaf Wittkamp deutlich macht. „Wir hätten gerne mehr Platz!“ Das war die Bitte, mit der sich Wittkamp an die Verwaltung gewandt hatte. Schon vorab habe er gemeinsam mit Kneipp-Übungsleiter Ulrich Lange auf den Erweiterungsbau der Grundschule geschielt. Und die Verwaltung, wie Kämmerer Dirk Breves (CDU) gegenüber dem MT meinte, schätzt es, dass das Gebäude genutzt wird und – dass Nutzer einen Blick auf die Immobilie haben: Leerstände nerven! Im Herbst vorigen Jahres war die Grundschule an die frisch durchrenovierte ehemalige Hauptschule an den Koppelweg gezogen. Im Zuge von Renovierungsarbeiten im Gymnasium und daraus resultierenden Platzproblemen nutzen Schüler bereits Teile der ehemaligen Grundschule. Auch der Erweiterungsbau für den Offen Ganztag steht nun nicht mehr leer. Als „super und genial“ bezeichnet Wittkamp die Räume: Zwei Klassenzimmer sind jeweils knapp 90 Quadratmeter groß, eine Küche ist angeschlossen. Weiter gibt es einen etwa 70 Quadratmeter großen Raum, der künftig auch für Büro-Angelegenheiten genutzt werden könnte. „Hier müsste man nur noch einen Schreibtisch hinstellen“, sagt Olaf Wittkamp, der sich gut vorstellen kann, die Kneipp-Geschäftsstelle eben nicht mehr – wie jetzt noch – an seiner Privatadresse zu führen. Fest steht bereits, dass im Juli hier an der Nachtigallenstraße Reha-Angebote stattfinden. Gedacht ist nach Wittkamps Worten auch an Lungensport, Tanzangebote, Qi Gong und Sport für Übergewichtige. Die durch den Kneipp-Verein selbst konstruierten verstärkten Stühle sind bereits aufgestellt – natürlich in ausreichendem Abstand. Künftig könnten hier auch Mitgliederversammlungen möglich sein, sagt Olaf Wittkamp. Eine solche Ergänzung zu den weiter bestehenden Angeboten etwa in der Weserlandklinik hätten sich die Aktiven lange gewünscht. Ulrich Lange habe bereits angekündigt, in der bestehenden Küche auch Kochkurse anzubieten. Die Corona-Pause habe der Kneipp-Verein genutzt, auch über neue Angebote nachzudenken. „Ich glaube, dass der Bedarf nach der Zwangspause groß sein wird. Als Kneipp-Verein wollen wir gewappnet sein.“ Wittkamp geht davon aus, dass viele in den vergangenen Monaten auch über ihre eigene Gesundheit und den Lebenswandel nachgedacht haben. Vielleicht sei das ja eine positive Wirkung der Pandemie. Mit Interesse verfolgt auch Olaf Wittkamp die aktuellen Diskussionen um den Standort an der Nachtigallenstraße. Im Zuge der bereits vorgelegten Rahmenplanung zur Stadtentwicklung war davon die Rede, dass die Neue Mitte hier in Petershagen auch als Verwaltungsstandort etabliert werden könnte. Die Stadt würde dann das Rathaus in Lahde aufgeben und sich mit der Verwaltung auf das ehemalige Schulgebäude konzentrieren. Ob das aber überhaupt möglich ist, müsse erst noch geprüft werden, hieß es von Dirk Breves. Durchaus gebe es nämlich auch noch einen anderen Interessenten. Kneipp-Chef Olaf Wittkamp geht ohnehin davon aus, dass die Entscheidungen und Umsetzungen noch Zeit brauchen. Sollte es aber hier zu einem Rathaus-Standort kommen, könne ein wenig Bewegung für die Mitarbeitenden im direkt angeschlossenen Gebäudeteil nicht schaden. Als andere Option, hier an der Nachtigallenstraße Seniorenwohnungen einzurichten, wäre ein leicht erreichbares Kneipp-Angebot ebenfalls sinnvoll. Vielleicht, so Wittkamps Hoffnung, gibt es auch in fernerer Zukunft ein Arrangement, in dem die Kneippianer im frisch bezogenen Gebäude bleiben können.

Kneipp-Verein will Anlaufstelle in ehemaliger Grundschule schaffen

Freut sich über die Räumlichkeiten: Kneipp-Vorsitzender Olaf Wittkamp, der hier eine Anlaufstelle schaffen will. Am 1. Juli starten die Angebote. MT- © Foto: Oliver Plöger

Petershagen. Die verlassene Grundschule an der Nachtigallenstraße in Petershagen ist kein klassischer Leerstand mehr. Teile des Gebäudes werden durch das Gymnasium genutzt, der Erweiterungsbau neuerdings durch den Kneipp-Verein. Perspektivisch sollen die 400 Mitglieder und andere Interessierte hier eine Anlaufstelle finden, ab Juli starten auch die Reha-Angebote.

Dem Kneipp-Verein stehen insgesamt drei ehemalige Klassenräume zur Verfügung, außerdem eine Küche. Die Räume, die früher für den Offenen Ganztag genutzt wurden, sind teilweise schon frisch gestrichen, die weitere „Kosmetik“ folgt in den nächsten Tagen. Bereits jetzt sind die Kneipp-Schilder angebracht worden, überall gibt es Hygienehinweise wegen Corona. Für den Kneipp-Verein Petershagen geht mit den Räumlichkeiten ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, wie Vorsitzender Olaf Wittkamp deutlich macht.

„Wir hätten gerne mehr Platz!“ Das war die Bitte, mit der sich Wittkamp an die Verwaltung gewandt hatte. Schon vorab habe er gemeinsam mit Kneipp-Übungsleiter Ulrich Lange auf den Erweiterungsbau der Grundschule geschielt. Und die Verwaltung, wie Kämmerer Dirk Breves (CDU) gegenüber dem MT meinte, schätzt es, dass das Gebäude genutzt wird und – dass Nutzer einen Blick auf die Immobilie haben: Leerstände nerven!

Im Herbst vorigen Jahres war die Grundschule an die frisch durchrenovierte ehemalige Hauptschule an den Koppelweg gezogen. Im Zuge von Renovierungsarbeiten im Gymnasium und daraus resultierenden Platzproblemen nutzen Schüler bereits Teile der ehemaligen Grundschule. Auch der Erweiterungsbau für den Offen Ganztag steht nun nicht mehr leer.

Als „super und genial“ bezeichnet Wittkamp die Räume: Zwei Klassenzimmer sind jeweils knapp 90 Quadratmeter groß, eine Küche ist angeschlossen. Weiter gibt es einen etwa 70 Quadratmeter großen Raum, der künftig auch für Büro-Angelegenheiten genutzt werden könnte. „Hier müsste man nur noch einen Schreibtisch hinstellen“, sagt Olaf Wittkamp, der sich gut vorstellen kann, die Kneipp-Geschäftsstelle eben nicht mehr – wie jetzt noch – an seiner Privatadresse zu führen.

Fest steht bereits, dass im Juli hier an der Nachtigallenstraße Reha-Angebote stattfinden. Gedacht ist nach Wittkamps Worten auch an Lungensport, Tanzangebote, Qi Gong und Sport für Übergewichtige. Die durch den Kneipp-Verein selbst konstruierten verstärkten Stühle sind bereits aufgestellt – natürlich in ausreichendem Abstand.

Künftig könnten hier auch Mitgliederversammlungen möglich sein, sagt Olaf Wittkamp. Eine solche Ergänzung zu den weiter bestehenden Angeboten etwa in der Weserlandklinik hätten sich die Aktiven lange gewünscht. Ulrich Lange habe bereits angekündigt, in der bestehenden Küche auch Kochkurse anzubieten.

Die Corona-Pause habe der Kneipp-Verein genutzt, auch über neue Angebote nachzudenken. „Ich glaube, dass der Bedarf nach der Zwangspause groß sein wird. Als Kneipp-Verein wollen wir gewappnet sein.“ Wittkamp geht davon aus, dass viele in den vergangenen Monaten auch über ihre eigene Gesundheit und den Lebenswandel nachgedacht haben. Vielleicht sei das ja eine positive Wirkung der Pandemie.

Mit Interesse verfolgt auch Olaf Wittkamp die aktuellen Diskussionen um den Standort an der Nachtigallenstraße. Im Zuge der bereits vorgelegten Rahmenplanung zur Stadtentwicklung war davon die Rede, dass die Neue Mitte hier in Petershagen auch als Verwaltungsstandort etabliert werden könnte. Die Stadt würde dann das Rathaus in Lahde aufgeben und sich mit der Verwaltung auf das ehemalige Schulgebäude konzentrieren. Ob das aber überhaupt möglich ist, müsse erst noch geprüft werden, hieß es von Dirk Breves. Durchaus gebe es nämlich auch noch einen anderen Interessenten.

Kneipp-Chef Olaf Wittkamp geht ohnehin davon aus, dass die Entscheidungen und Umsetzungen noch Zeit brauchen. Sollte es aber hier zu einem Rathaus-Standort kommen, könne ein wenig Bewegung für die Mitarbeitenden im direkt angeschlossenen Gebäudeteil nicht schaden. Als andere Option, hier an der Nachtigallenstraße Seniorenwohnungen einzurichten, wäre ein leicht erreichbares Kneipp-Angebot ebenfalls sinnvoll.

Vielleicht, so Wittkamps Hoffnung, gibt es auch in fernerer Zukunft ein Arrangement, in dem die Kneippianer im frisch bezogenen Gebäude bleiben können.

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